Prokop: Das Talent für die wichtigen Tore

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Dominik Prokop ist kein Goalgetter. Sechs Tore hat der 20-Jährige bisher für die Profis der Wiener Austria erzielt. Doch Prokop ist ein Mann für die wichtigen Tore.

Ein Treffer beim 3:3 auswärts gegen die Roma, ein Tor beim 2:2 auswärts im Wiener Derby und nun ein Doppelpack beim 4:1 auswärts gegen HNK Rijeka (Spielbericht). Wenn die Veilchen mit dem Rücken zur Wand stehen, ist der Mittelfeldspieler zur Stelle.

"Ich bin einfach überglücklich. Ich bin richtig froh, dass mir mein erster Doppelpack in so einem wichtigen Spiel gelungen ist. Ich glaube aber mehr, dass es Zufall ist, dass ich in den wichtigen Spielen treffe", grinst der U21-Teamspieler bei "Sky".

"Er hat heute ein wunderbares Spiel gemacht", streut Trainer Thorsten Fink dem Youngster Rosen. Die Statistik bestätigt das: Drei Schüsse aufs Tor, davon zwei ins Tor, drei Torschuss-Vorlagen, 21 von 24 Pässen angekommen, zwei Dribblings, beide erfolgreich.

Der Dribblanski ist aktuell kaum wegzudenken aus dem Spiel der Veilchen. Dabei war in dieser Saison gar nicht geplant, dass Prokop schon fixer Bestandteil der violetten Startelf ist. Doch die Verletzung von Kapitän Alexander Grünwald hat dafür gesorgt, dass Fink den technisch versierten Eigenbauspieler befördert hat.

"Wir wissen, dass er ein Stern ist"

Fink fordert ein wenig Zurückhaltung, was die Lobeshymnen auf seinen Schützling angeht: "Wir müssen immer aufpassen mit dem Hochloben. Ich habe eh gesagt, dass er ein Riesentalent ist, aber noch lernen muss, wann gehe ich ins Dribbling und wann muss ich den Ball halten."

Sportdirektor Franz Wohlfahrt kommt jedenfalls ins Schwärmen: "Wir wissen, dass er ein Stern ist. Ein großartiges Talent, das hat er heute auch gezeigt."

"Das zeigt den wahren Charakter"

Die Laune bei den Veilchen ist nach der Gala-Vorstellung in Kroatien nach zuletzt fünf sieglosen Spielen in Serie freilich ausgezeichnet. "Das hilft natürlich der Mannschaft und zeigt in der Krise den wahren Charakter der Mannschaft - der ist positiv", freut sich Wohlfahrt. Fink ergänzt: "Die Mannschaft stand arg unter Druck, aber das war die richtige Antwort. Es war die beste Saisonleistung meiner Mannschaft bisher."

Die Chance auf den Aufstieg ist also am Leben. "Jetzt fahren wir in zwei Wochen nach Mailand, was natürlich ein Bonusspiel für uns ist. Da darf man sich natürlich nichts erwarten. Wenn es irgendwie geht, hoffen wir, dass es noch ein Finalspiel zu Hause gegen Athen gibt", so Raphael Holzhauser.



Textquelle: © LAOLA1.at

Europa League: Gala der Wiener Austria in Rijeka

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