"Eine nette Halbzeitführung": Glasner steigt auf die Bremse
Oliver Glasner fehlt nicht mehr viel zu seinem zweiten Europacup-Triumph. Dennoch steigt der Oberösterreicher nach dem Hinspiel-Sieg gegen Shakhtar auf die Euphorie-Bremse.
Zwei Spiele noch fehlen Coach Oliver Glasner zu seinem zweiten Europacup-Titel.
Mit dem Auswärts-3:1 bei Shakhtar Donetsk legte Crystal Palace am Donnerstag in Krakau den Grundstein für den Einzug ins Conference-League-Endspiel, das dem Oberösterreicher den perfekten Abschied bei den Londonern bereiten könnte.
Glasner steigt aber auf die Bremse. "Eine nette Halbzeitführung, nicht mehr, nicht weniger", sagt der 51-Jährige, der 2022 mit Frankfurt die Europa League gewonnen hat.
"Eine fantastische Gruppe" - Glasner lobt sein Team
Glasner ist überzeugt, dass seine Truppe im Rückspiel am Donnerstag kommender Woche in London "noch besser auftreten" müsse, um sich das Ticket für das Finalspiel am 27. Mai in Leipzig zu sichern.
Tatsächlich spielte das schnellste Tor der UECL-Historie durch Ismaila Sarr 21 Sekunden nach Anpfiff den Gästen in die Karten. Die Ukrainer mit dem brasilianischen Offensivflair dominierten im Ballbesitz deutlich, kamen aber erst nach Wiederbeginn zum Ausgleich und fingen sich danach neuerlich zwei Gegentreffer ein.
Glasner lobt nicht zuletzt diese Reaktion auf das 1:1: "Eine fantastische Gruppe, mit solch toller Einstellung und Zusammenhalt. Wir glauben immer an uns."
Muss Glasner seine Meinung ändern?
Die über zweijährige Zeit des Innviertlers bei Palace war nicht immer leicht, gilt aber schon jetzt als erfolgreichste in der Klubhistorie. Mit dem Gewinn des FA-Cups 2025 erspielten sich die Eagles schließlich auch den internationalen Startplatz, der ihnen prompt die Chance auf die zweite "Silberware" innerhalb von zwölf Monaten eröffnet.
Gegner in Leipzig wäre entweder Rayo Vallecano oder Racing Straßburg (Hinspiel 1:0). "Ich weiß nicht, ob ein Debütant den Bewerb gewinnen kann. Ich glaube nicht", hatte Glasner vor einem halben Jahr noch gesagt.
Spätestens am Donnerstag dürfte er seine Meinung geändert haben.