"Oranje"-Coach trotz Sieg sauer: "Fast tödlich!"

 

Feiertag in Amsterdam!

Die "Elftal" startete mit dem 3:2-Sieg gegen die Ukraine gut in die Europameisterschaft und unterstreicht ihre Favoritenrolle in der ÖFB-Gruppe C. Vor allem das Spiel nach vorne lief bereits zum Auftakt wie an der Schnur gezogen.

Die Mittelfeldstrategen Georginio Wijnaldum und Frenkie de Jong kurbelten das Spiel unermüdlich an, Rechtsverteidiger Denzel Dumfries machte ordentlich Betrieb und im Sturm sorgte Memphis Depay für das ein oder andere Gustostückerl.

Dementsprechend zufrieden zeigte sich Kapitän Wijnaldum nach dem Pflichtsieg, um den man unnötigerweise lange zittern musste.

"Wir sind erleichtert und haben dank Dumfries einen prächtigen Abend. Ich bin ein stolzer Kapitän", so der Mittelfeldspieler, dessen Wechsel vom FC Liverpool zu Paris Saint-Germain kürzlich offiziell wurde.

(Artikel wird unter dem Video fortgesetzt)

Dumfries mit Premiere

Der angesprochene Matchwinner Dumfries hatte sich das Extralob seines Kapitäns redlich verdient. Schon an den ersten beiden Treffern war er maßgeblich beteiligt und lief die rechte Seite unermüdlich auf und ab.

Dass er kurz vor der Pause eine Top-Gelegenheit per Kopf nicht nützte, in der Schlussphase aber dann doch energisch seinen ersten Länderspieltreffer erzielte, passte da ins Bild. Der von der UEFA verliehene "Man of the Match"-Titel war die logische Konsequenz.

Wesentlich wichtiger als die persönliche Auszeichnung ist für Dumfries aber mit Sicherheit das Gefühl, das er sich und seinen Kollegen mit dem Treffer bescherte. Der drohende Fehlstart wurde vermieden, der späte Treffer stärkt die vor der EURO ohnehin nicht wahnsinnig breite Brust von "Oranje".

De Boer ärgert die Spannung

Auch Wijnaldum gab im niederländischen Fernsehen zu: "Ein Unentschieden hätte uns verunsichert." Der Kapitän weiter: "Wir müssen lernen, dass wir ein solches Spiel ordentlich zu Ende spielen müssen. Das müssen wir verbessern."

Später lobte er die Reaktion seiner Mannschaft auf den zwischenzeitlichen Ausgleich, der eher aus dem Nichts gekommen war. Dieser habe seine Mannschaft nicht verunsichert und durch den späten Treffer könne man sogar zusätzliche Energie für das weitere Turnier schöpfen.

Dass es überhaupt noch einmal spannend wurde, ärgerte Teamchef Frank de Boer ziemlich: "Sich zurückzulehnen, ist immer eine Gefahr. Wir hatten dann Probleme. Man muss weiter seine Aufgaben erledigen, wir haben das vernachlässigt, was fast tödlich für uns geendet hätte!" Aber: "Der erste Schritt ist getan."

Energie wird auch die Ukraine nach der bitteren Niederlage für die restlichen beiden Gruppenspiele benötigen.

Entscheidende Spiele für Ukraine kommen erst

Kapitän und Ex-BVB-Akteur Andriy Yarmolenko brachte sein Team mit einem absoluten Traumtor in der Schlussviertelstunde wieder heran, der nicht minder auffällige Stoßstürmer Roman Yaremchuk glich zwischenzeitlich sogar noch aus. Das sensationelle Comeback brachte trotzdem keine Punkte.

Für Teamchef Andriy Shevchenko kein Beinbruch: "Wir machen weiter, müssen uns gut vorbereiten und haben immer noch eine gute Chance weiterzukommen."

Der Sieg von Österreich gegen Nordmazedonien ändere an der Ausgangslage wenig. "Wir haben noch zwei Spiele. Jetzt denken wir an Nordmazedonien und wenn wir da ein gutes Resultat haben, beschäftigen wir uns mit Österreich."

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