Happy End! Dänemark ballert sich zum Aufstieg

Happy End! Dänemark ballert sich zum Aufstieg Foto: © getty
 

Am letzten Spieltag der Gruppe B überrollt Dänemark Russland mit 4:1 und sichert sich doch noch den Aufstieg ins Achtelfinale.

Die erste Halbzeit ist über weite Strecken ausgeglichen, beide Teams kommen zu Chancen, die Dänen haben allerdings etwas mehr Spielanteile.

Gegen Ende der ersten Halbzeit ist es dann ein Geniestreich des 20-jährigen Mikkel Damsgaard, der die Dänen in Front bringt. Der Sampdoria-Akteur nimmt sich aus gut 20 Metern ein Herz und platziert den Ball präzise unter die Querlatte.

In Minute 59 dann ein komplettes Blackout der Russen, welches zum 2:0 führt. Zobnin will den Ball zu seinem Keeper zurückspielen, sieht aber nicht, dass ihm dieser entgegenkommt. So landet der Ball in den Füßen von Poulsen, der nur noch ins leere Tor einschieben muss.

Nach 70 Spielminuten finden die Russen durch einen verwandelten Elfmeter von Dzyuba den Anschluss, die Entscheidung zum Strafstoß ist allerdings sehr fragwürdig.

Chelsea-Verteidiger Andreas Christensen (79.) führt mit einem satten Fernschuss unter die Latte jedoch die Vorentscheidung herbei, ehe Maehle (82.) einen Konter abschließt und den 4:1-Endstand herstellt.

Aufgrund des Sieges Belgiens im Parallelspiel gegen Finnland steigt Dänemark als Gruppenzweiter ins Achtelfinale auf.

Verhaltener Beginn der Dänen

Die Dänen waren weitestgehend die aktivere Mannschaft. Trotzdem fand Russland die ersten Torchancen vor. In der 18. Minute herrschte Uneinigkeit in der dänischen Verteidigung, ein Schuss von Alexander Golowin fiel letztlich aber zu zentral aus, um Keeper Kasper Schmeichel aus der Reserve zu locken. Kurz darauf schoss Dsjuba am Tor vorbei (20.).

Weil die Russen mitunter auch über weite Strecken gut verteidigten, konnte die Offensive der Dänen erst gegen Ende der ersten Hälfte richtig zur Entfaltung kommen. Ein satter Schuss von Pierre-Emile Höjbjerg streifte nur knapp am Tor vorbei (29.).

Traumtor zur Führung

In der 38. Minute gelang den Hausherren dann der Führungstreffer: Damsgaard beförderte den Ball aus etwa 20 Metern sehenswert ins rechte Eck. In dieser Phase blieben die Dänen am Drücker, hätten auch beinahe noch vor der Pause ein Tor nachgelegt. Ein Kopfball von Jannik Vestergaard nach einem Corner ging knapp vorbei (41.).

Auch nach Seitenwechsel gingen von "Sbornaja" kaum Akzente aus. Auf der Gegenseite legten die Dänen nach, indem sie einen kapitalen Schnitzer ausnutzten. Ein völlig verpatzter Rückpass von Roman Sobnin in Richtung Tormann Matvei Safonow landete letztlich vor den Füßen von Poulsen, der nur mehr ins leere Tor einzuschieben brauchte. Bei einem weiteren Vorstoß fand Maehle seinen Meister im russischen Goalie (63.).

Kurz brandete im Parken-Stadion Jubel auf, als Belgien im Parallelspiel vermeintlich in Führung ging - der letztlich aber wieder aberkannt wurde. Nur wenige Augenblicke später schafften die Russen per Strafstoß das 1:2, Dsjuba verwandelte zentral (70.). Die Entscheidung davor war umstritten, der VAR griff jedoch nicht ein. Dsjuba traf damit zum 30. Mal im Dress der Nationalmannschaft und stellte damit die nationale Bestmarke ein. Er zog damit mit dem bisherigen Rekordhalter Alexander Kerschakow gleich, der für seine 30 Treffer deutlich mehr Länderspiele als Dsjuba benötigt hatte.

Tollhaus Parken Stadion

Danach durften die dänischen Fans erneut über die belgische Führung jubeln, die dieses Mal auch hielt. Und auch die eigene Elf legte noch nach. In der 79. Minute sorgte "Danish Dynamite" für viel Druck im gegnerischen Strafraum. Aus dem Hinterhalt zimmerte Christensen den Ball mit einem zentralen, aber wuchtigen Schuss ins Netz. Für den Schlusspunkt sorgte Maehle drei Minuten später mit einem souverän vollendeten Konterangriff.

Vor Spielbeginn wurde wieder ein meterlanges Trikot mit dem Namen und der Rückennummer 10 des dänischen Spielmachers Christian Eriksen im Stadion von Kopenhagen ausgelegt. Eriksen war im ersten Spiel der Dänen kurz vor der Pause kollabiert und musste reanimiert werden. Er hat das Krankenhaus inzwischen wieder verlassen, nachdem ihm ein ICD-Defibrillator eingesetzt worden war.

Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang »

LAOLA Meins - Tags folgen

KOMMENTARE..