Eriksen-Schock: Dänen-Coach bricht in Tränen aus

Eriksen-Schock: Dänen-Coach bricht in Tränen aus Foto: © getty
 

Der Kollaps von Christian Eriksen im EURO-Gruppenspiel Dänemark gegen Finnland ist weiterhin das beherrschende Thema der Fußball-EM.

Schon auf dem Platz brachen alle Dämme. Teamkollegen, Gegner und Fans weinten in Anbetracht der schrecklichen Szene und der beklemmenten Situation. Nachdem die Partie jedoch fortgesetzt und zu Ende gebracht wurde, überkamen alle Beteiligten große Emotionen.

Der dänische Teamchef Kasper Hjulmand brach bei der Pressekonferenz am späten Samstagabend in Tränen aus. "Wenn es emotional wird, dann war es eine harte Nacht. Wir werden alle daran erinnert, was das Wichtigste im Leben ist - wertvolle Beziehungen zu haben, Menschen, die uns nahe stehen, unsere Familie und unsere Freunde."

Hjulmand zollt dabei auch seinem Team Respekt, wie es sich in den bitteren Minuten verhalten hatte. "Wir haben eine Gruppe von Spielern, die ich nicht genug loben kann. Ich könnte nicht stolzer auf diese Leute sein, die sich so gut umeinander gekümmert haben. Er ist einer meiner liebsten Freunde, die Art und Weise, wie die Spieler in der Umkleidekabine gesprochen haben, um zu entscheiden, nichts zu tun, bevor wir wussten, dass Christian bei Bewusstsein und okay war. Ehrlich gesagt gab es da draußen Spieler, die völlig fertig waren - emotional fertig und emotional erschöpft."

Eine Verschiebung des Spiels auf Sonntag, 12 Uhr, lehnten die Spieler ab, trotz der schwierigen Situation wollten die Dänen die verbleibende Spielzeit schnell hinter sich bringen. "Die Spieler wollten es versuchen, aber einige waren nicht fähig zu spielen", gab der Teamchef offen und ehrlich zu. "Wir haben unser Bestes versucht. Du kannst auf diesem Niveau kein Fußballspiel machen, wenn du mit so einem harten Thema umgehen musst."

Psychologische Hilfe nach Vorfall

Psychologische Hilfe und Mental-Coaching seien wichtige Elemente nach diesem Vorfall. Das für Sonntag geplante Training wurde zunächst verschoben. Auch alle Medienaktivitäten wurden gestrichen. Das teilte der dänische Verband Sonntagfrüh mit.

Der dänische Verband bietet seinen Spielern nach dem emotional belastenden Vorfall psychologische Hilfe an. "Es ist eine traumatische Erfahrung", sagte Teamchef Kasper Hjulmand. "Wir werden die nächsten Tage damit verbringen, so gut wie möglich daran zu arbeiten. Und natürlich gibt es professionelle Leute um uns herum."

Der Verband bot auf seiner Internetseite ganz konkret "den Spielern, Christians Familie und allen anderen in der Herren-Nationalmannschaft Krisenhilfe an".

Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang »

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