Matchwinner De Bruyne: "Meinen Job gemacht"

 

Als hätte es noch einen Beweis für seinen immensen Wert gebraucht: Belgiens Spielmacher Kevin De Bruyne hob den Weltranglisten-Ersten gleich im ersten Einsatz nach seiner wegen schwerer Verletzungen notwendigen Gesichtsoperation auf ein anderes Niveau.

Beim Stand von 0:1 eingewechselt, bereitete der Mann von Manchester City den Ausgleich vor und erzielte das Siegtor zum 2:1 gegen starke Dänen gleich selbst.

Da ist es verkraftbar, dass der Redner mit dem Fußballer De Bruyne nicht mithält.

"Ich bin froh, dass ich meinen Job gemacht habe", sagte er dem belgischen Sender RTBF lapidar. Teamchef Roberto Martinez meinte nach der "eindrucksvollen Vorstellung" seines Spielers: "So wie er gespielt hat, sah er nicht aus wie ein Spieler, der gerade eine Operation hinter sich hat."

Warum es erst seines Comebacks bedurft habe und warum die erste Halbzeit nach dem frühen Gegentor durch Yussuf Poulsen (2. Minute) so enttäuschend verlaufen sei, wurde auch De Bruyne gefragt.

Beantworten konnte oder wollte er dies nicht. In einem Turnier wie diesem gebe es eben solche schwierigen Momente. "Die Mannschaft hat darauf eine gute Antwort gegeben."

EURO-Teilnahme hing in der Luft

Vor knapp drei Wochen hatten noch ganz andere Bilder des belgischen Stars Millionen Fußball-Fans in ganz Europa gerührt. Während des Champions-League-Finales musste De Bruyne nach einem Foul von Chelseas Antonio Rüdiger ausgewechselt werden.

Zunächst setzte er sich noch verzweifelt auf die Tribüne am Spielfeldrand. Doch dann wurden die Schmerzen im Gesicht zu groß. Die spätere Diagnose: Bruch der Augenhöhle und des Nasenbeins.

Die EM-Teilnahme schien in Gefahr, doch weil nur eine kleinere Operation notwendig war, wurde er rechtzeitig fit.

"Beste Mannschaft der Welt"

Diese Europameisterschaft bietet ihm nicht einmal einen Monat später eine neue Chance auf einen bedeutenden Erfolg. Spätestens seit ihrem dritten Platz bei der Weltmeisterschaft 2018 traut man den Belgiern den kontinentalen Titel zu.

Dänemarks Trainer Kasper Hjulmand bezeichnete sie am Donnerstagabend sogar als "beste Mannschaft der Welt".

Mit Führungsspielern wie De Bruyne und den ebenfalls fitter werdenden Axel Witsel und Eden Hazard scheint für die "Roten Teufel" tatsächlich vieles möglich. "Sie bringen Extra-Qualität. Da müssen wir nicht drum herumreden", sagte Abwehrrecke Jan Vertonghen.

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Textquelle: © LAOLA1/APA Zum Seitenanfang »

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