Squadra Azzurra egalisiert ewigen Rekord

 

Drei Siege aus drei Spielen - sieben erzielte Tore bei keinem Gegentor! Spätestens nach dieser makellosen Gruppenphase zählt Italien wohl zu den heißesten Anwärtern auf den diesjährigen EM-Titel.

Mit dem 1:0-Erfolg gegen Wales im heimischen Stadio Olimpico von Rom bewahrt die Squadra Azzurra ihre weiße Weste und zieht als souveräner Sieger der Gruppe A ins Achtelfinale des Turniers ein.

Und als wäre das nicht schon Grund genug zur Freude im fußballverrückten Italien, egalisiert die Mannschaft von Teamchef Roberto Mancini zudem noch einen Uralt-Rekord aus den 1930er-Jahren.

Mit dem heutigen Sieg gegen Wales stellt der italienische Teamchef die ewige Bestmarke von Vittorio Pozzo von unglaublichen 30 Partien in Serie ohne Niederlage ein.

"Besser als heute hätte es nicht laufen können. Wir hätten das eine oder andere Tor mehr schießen können, haben aber 90 Minuten gut verteidigt", so der 56-Jährige Erfolgstrainer.

Mancini über den italienischen Kader: "Die sind ja alle gut"

Ebenso wie am Samstag, war auch heute die enorme Hitze ein Thema, welches auch Mancini im Interview nach dem Spiel auffasste. "Es war heute sehr heiß. Auch wenn man Spieler auswechselt, sollte sich nichts ändern. Die sind ja alle gut. Ob Stammspieler auf der Bank sitzen, ist egal. Das ändert gar nichts", so der italienische Trainer, der sich der enormen Qualität seines Kaders nach der Rotation von acht Spielern in der Startelf bewusst ist.

"Wir dürfen jetzt nichts als sicher ansehen, dürfen nicht glauben, dass wir einfach jedes Spiel gewinnen", warnt der Italiener, meint aber dennoch: "Jedes Team im Achtelfinale kann die EURO gewinnen!"

Der 24-jährige Matteo Pessina, Siegestorschütze von Atalanta Bergamo, kann sein heutiges Glück kaum in Worte fassen: "Ich glaube nicht, dass ich schon realisiert habe, was passiert ist. Ich war noch nicht einmal im EM-Kader, als er bekanntgegeben worden ist, und jetzt bin ich da und schieße ein entscheidendes Tor."

Eine Qualität, die diese italienische Mannschaft schon seit geraumer Zeit auszeichnet ist die defensive Kompaktheit. Auch heute stand die Elf von Mancini das ganze Spiel über geschlossen und brachte stets in der Rückwärtsbewegung alle Spieler hinter den Ball.

1000-minütige Torsperre

Diese Defensivstärke führte dazu, dass man in Minute 35 einen weiteren Meilenstein setzte, und zwar jenen von 1000 Minuten ohne Gegentor. Das letzte Mal, dass ein italienischer Nationalkeeper hinter sich greifen musste, war beim 1:1 gegen die Niederlande in der Nations League im Oktober letzten Jahres.

Für über 800 dieser 1000 Minuten stand der 22-jährige Gianluigi Donnarumma zwischen den Pfosten. Eine schöne Geste zeigte Mancini gegen Ende der Partie, als er seinen Ersatzkeeper Salvatore Sirigu einwechselte, um diesen auch Anteil an diesem unglaublichen Meilenstein haben zu lassen.


Bale: "Müde, aber stolz"

Auch Wales fixierte trotz der heutigen Niederlage den Aufstieg ins EM-Achtelfinale. Aufgrund der besseren Tordifferenz gegenüber der Schweiz sicherten sich die Waliser den zweiten Platz in Gruppe A.

Gareth Bale, der eine Viertelstunde vor Schluss sogar den Ausgleich auf dem Fuß hatte, ist als Kapitän auch nach dieser Niederlage stolz auf seine Mannschaft. "Wir wussten, das wird ein schweres Spiel mit viel Verteidigungsarbeit. Wir sind müde, aber stolz. Wir sind Zweiter, das ist richtig klasse", so der 31-Jährige.

Wales will "wieder voll angreifen"

Trotz der nominellen Unterlegenheit für die letzten 35 Minuten des Spiels, konnte Wales es vermeiden, einen weiteren Gegentreffer zu kassieren, was schlussendlich auch für das Weiterkommen essenziell war. Zu der Roten Karte von Ethan Ampadu selbst sagt Bale: "Ich habe es selbst nicht ganz gesehen, was passiert ist, um das beurteilen zu können. Das ist natürlich unglücklich für uns gewesen. Aber wir wussten, wir müssen besonders arbeiten und wir haben es geschafft."

"Wir können uns erstmals erholen, haben fünf Tage Pause und dann können wir in der nächsten Runde wieder voll angreifen", ergänzt der Tottenham-Star abschließend.

Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang »

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