Xaver Schlager über Barcelona und Konrad Laimer

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Am Freitag (13 Uhr, LIVE bei LAOLA1) kommt es zum großen Highlight für die U19 des FC Red Bull Salzburg: UEFA-Youth-League-Halbfinale gegen den FC Barcelona in Nyon/SUI.

Mit oder ohne Kapitän Xaver Schlager? "Ich weiß es ehrlich gesagt noch nicht", so der 19-Jährige im Gespräch mit LAOLA1.

Das hat weniger mit seiner Sprunggelenksverletzung ("Wasser im Knochen, nichts Schlimmes") zu tun, sondern weil der Shooting-Star seit geraumer Zeit wichtiger Bestandteil der Profi-Mannschaft von Oscar ist.

Beim 1:0-Sieg auswärts gegen den WAC fehlte Schlager, kommenden Samstag könnten die Salzburger in St. Pölten den nächsten Schritt Richtung Meistertitel machen.

Schlager, der zuletzt sieben Mal in Folge für die Kampfmannschaft spielte, hat hinsichtlich des kommenden Wochenendes freilich eine persönliche Präferenz, weiß aber auch, was wichtiger ist.

Im LAOLA1-Interview spricht der Blondschopf über das Highlight der Woche und warum er es überhaupt nicht schlimm findet, dass Konrad Laimer einfach schneller war.


Aber eines ist auch klar: Wenn ich so schnell oben gewesen wäre, hätte ich es sicher nicht so gut gemacht wie er. Das hätte nicht gepasst, mein Körper hätte das nicht so vertragen. Ich bin froh, dass ich jetzt raufkomme.

Xaver Schlager über Konrad Laimer

LAOLA1: Ein Halbfinale gegen den FC Barcelona. Ist das mehr als nur ein Spiel?

Xaver Schlager: Ich weiß ehrlich gesagt noch gar nicht, ob ich dabei bin. Das wird mir diese Woche mitgeteilt, es wird kurzfristig entschieden. Ich hoffe, dass ich mitfahre.

LAOLA1: So ein Spiel hat man nur einmal im Leben. Ist das dein schlagendes Argument?

Schlager: Das stimmt, aber die Profi-Mannschaft geht sicherlich vor. Das andere ist Nachwuchs.

LAOLA1: Aber es geht gegen DEN FC Barcelona, der sogar an dir interessiert sein soll.

Schlager: Es war ein schöner Artikel, aber mehr würde ich nicht darüber sagen. Barcelona ist eines der Top-Teams auf der Welt, aber um dort hinzukommen, muss man wirklich Top-Leistungen abrufen. Von Österreich dorthin zu kommen, nämlich in die erste Mannschaft, das ist ein zu großer Sprung. Der funktioniert nicht. Aber ich würde gerne gegen den FC Barcelona spielen.

LAOLA1: Wie stehen die Chancen, dass Salzburg die Youth League gewinnt?

Schlager: Wir stehen im Halbfinale, haben viele große Namen ausgeschalten und ich will nicht sagen, dass es unmöglich ist. Es wird schwierig, aber mit zwei perfekten Spielen können wir es sicher schaffen.

LAOLA1: Weil eure Spielweise ein großer Trumpf ist?

Schlager: Vor allem gegen Barcelona wäre unsere Spielanlage sicher gut, sollten sie von hinten herausspielen. Aber Barca wird sich auch etwas überlegt haben. Man wird sehen. Es ist letztlich ein Spiel, da ist auch die Tagesform entscheidend.

LAOLA1: Was spricht noch für euch?

Schlager: Wir sind fast eineinhalb Jahre zusammen, man lernt die Abläufe besser kennen. Es greifen die Details und auf einmal gewinnen wir die Spiele. Das ist das Entscheidende.

LAOLA1: 5:0 gegen Paris, 2:1 gegen Atletico – was war bislang dein Highlight?

Schlager: Ich würde eigentlich sagen: Manchester City. Denn da waren wir vor dem Elfmeterschießen tot und sind dennoch weitergekommen.


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(Interview wird unterhalb fortgesetzt)


LAOLA1: Ist es schwierig, erst kurzfristig zu wissen, für welches Team du spielst?

Schlager: Man muss einfach flexibel sein. Fußball bleibt am Ende immer gleich. Es gibt einen Ball, es gibt einen Platz, es gibt einen Gegner. Das ist nicht so schlimm. Man erfährt, wo man dabei ist und hat dann Zeit, sich darauf vorzubereiten.

LAOLA1: Wie bewertest du die aktuelle Phase deiner Karriere?

Schlager: Ich bin mehr als zufrieden. Ich hätte nicht gedacht, dass es so schnell geht. Aber das ist der Fußball. Ich bin einfach froh, dass ich so viele Einsatzminuten zu Buche stehen habe.

LAOLA1: Oscar hat kurz nach Amtsantritt in Salzburg dich und deine Qualität hervorgehoben.

Schlager: Es war aber nicht abzusehen, dass es nun so gut läuft. Glücklicherweise ist es so eingetroffen. Das eine ist namentlich erwähnt zu werden, das andere ist die Leistung am Platz. So wird entschieden.


Oscar lobt Schlager über den Klee:

(Interview wird unterhalb fortgesetzt)


LAOLA1: Auch Youth-League-Trainer Marco Rose spricht in den höchsten Tönen von dir. Bist du ein Trainer-Liebling?

Schlager: Das weiß ich nicht. Vielleicht habe ich nicht so viel Scheiße gebaut wie andere (lacht). Es ist schön, wenn solche Aussagen kommen. Aber es zählt eben das, was auf dem Platz passiert.

LAOLA1: Du giltst als demütig. Andere würden abheben, wenn sie mit 19 Jahren ein Tor gegen Schalke in der Europa League erzielen.

Schlager: Als kleiner Bub träumst du von solchen Spielen, dann freut man sich auf sie, spielt sie und wenn es vorbei ist, analysiert man sein Spiel und konzentriert sich auf das nächste. Weil die Vergangenheit kannst du ohnehin nicht verändern, da brauche ich mir nicht den Kopf zerbrechen.

LAOLA1: Wie denkst du über Oscar als Trainer?

Schlager: Taktisch bringt er dich ordentlich auf Vordermann, da wirst du richtig gut im Kopf. Du lernst von ihm, wie Fußball funktioniert. Da gehst du nicht nur raus, sondern hast eine Taktik.

LAOLA1: Barcelona soll an ihm interessiert sein. Hat er das Potenzial für solch eine Aufgabe?

Schlager: Er kann auf jeden Fall ein großer Trainer werden. Zu den Gerüchten um Barcelona kann ich nichts sagen. Aber wenn er so weiter macht, kann er jedes Team auf ein gutes Niveau bringen. Da mache ich mir keine Sorgen. Er versteht uns, weil er selbst Fußballer war und weiß, wie er mit uns umzugehen muss. Er ist ein ruhiger Typ, aber wenn etwas nicht passt, wird er auch lauter.

LAOLA1: Oscar setzt dich im Mittelfeld überall ein. Wo spielst du eigentlich am liebsten?

Schlager: Hauptsache spielen. Die Trainer mögen es offenbar, mich auf verschiedenen Positionen zu bringen. Ich spiele gerne auf der Acht oder Zehn. Da möchte in der Zukunft auch spielen, weil ich denke, dass ich von den Anlagen her am besten aufgehoben bin. Das Eins gegen Eins sowie Dribbeln sind nicht so meine Stärken, was gegen den Flügel sprechen würde. Wenn du da ein Großer werden willst, musst du diese Qualitäten mitbringen. Die habe ich aber nicht so wie andere.

LAOLA1: Du bist gleich alt wie Konrad Laimer. Was hatte er dir in den letzten Jahren voraus?

Schlager: Wir waren gleich auf, haben immer in den selben Mannschaften gespielt. Aber der eine entwickelt sich schneller, der andere später. Ich war körperlich ein wenig langsamer, ich war dann auch verletzt und da ist er weitermarschiert und war fit. Das ist das Wichtigste. Nur so entwickelt man sich weiter und da bin ich kurz einmal gestanden. Da war er bei den Profis. Aber das ist einfach so. Die einen Spieler sind schneller mit der Entwicklung, andere brauchen länger. Aber eines ist auch klar: Wenn ich so schnell oben gewesen wäre, hätte ich es sicher nicht so gut gemacht wie er. Das hätte nicht gepasst, mein Körper hätte das nicht so vertragen. Ich bin froh, dass ich jetzt raufkomme.

LAOLA1: Was kannst du von Laimer noch lernen?

Schlager: Wie er die Bälle erobert, da gibt es nur wenige auf der Welt, die das so machen. Das hat er einfach intus. Er weiß, wie er draufgehen muss. Da kann ich mir noch viel abschauen. Er ist ein Schlüsselspieler und ohne ihn würde es sicher nicht so gut laufen.


Schlagers Traumtor gegen die Admira:

(Interview wird unterhalb fortgesetzt)


LAOLA1: Dein Vertrag läuft noch bis 2018. Gibt es Gespräche über eine Vertragsverlängerung?

Schlager: Zurzeit haben wir keinen Stress. Ich habe einen Vertrag bis 2018 und es gibt noch eine Option. Da haben wir noch länger Zeit. Jetzt machen wir mal die Saison zu Ende und dann gibt es vielleicht Gespräche. Ich will hier einfach meine Leistungen bringen und der Rest ergibt sich.

LAOLA1: Zwei Fragen noch: Fühlst du dich als Nieder-, Oberösterreicher oder Salzburger?

Schlager: Ich habe keine Ahnung (lacht). Ich bin in Linz geboren, aufgewachsen in St. Valentin in Niederösterreich. Da bin ich auch zur Schule gegangen. Aber ehrlich gesagt kenne ich mich in Niederösterreich nicht wirklich aus, weil der Fußballverband auch in Oberösterreich war und wir dort immer gespielt haben. Da kenne ich mich in Oberösterreich eigentlich besser aus. Ich würde sagen, ich bin zur Hälfte Niederösterreicher und zur Hälfte Oberösterreicher. Als Salzburger fühle ich mich nicht.

LAOLA1: Und du bist ausgebildeter Sportadministrator. Was hast du damit vor?

Schlager: Gar nichts (lacht). Das habe ich gemacht, damit ich mal eine Ausbildung abgeschlossen habe. Was später wird, weiß ich jetzt noch nicht. Es wäre vielleicht mal cool, in einem Verein als solcher zu arbeiten, aber Plan A ist es nicht.


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Textquelle: © LAOLA1.at

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