LUAKS JUNGWIRTH
bis zur 51. Minute
Schade, dass er sich an dieses Spiel wohl nicht mehr allzu gut erinnern wird. Es war eines der besten in der Klubgeschichte seines Herzensvereins. Das lag nicht zuletzt an Jungwirth selbst, der immer wieder gut mitspielte, kurz vor der Pause stark mit der Schulter parierte und beim Elfmeter zum 1:0 sogar in der richtigen Ecke gewesen wäre. Riskierte nach Seitenwechsel seine Gesundheit mit einem tollen Herauskommen gegen Suarez und ging nach einem brutalen Zusammenstoß mit dem Kolumbianer schwer benommen zu Boden. Wurde dann gegen seinen Willen ausgewechselt, aber die Gesundheit geht - speziell bei Kopfverletzungen - vor.
XAVIER MBUYAMBA
90 Minuten
Diese Leistung wird international nicht unbemerkt geblieben sein. Von Minute eins bis 99 ein absoluter Top-Auftritt gegen eine hochqualitative linke portugiesische Offensivseite. In Zweikämpfen war er kaum zu bezwingen, in der Luft sowieso nicht. Fast hätte seine Kopfballstärke auch noch zu einem Tor geführt, nach einer guten Stunde köpfte er etwas zu zentral.
JOAO TORNICH
90 Minuten
Sehr oft hieß es bei Sporting-Angriffen: Endstation Tornich. Der Brasilianer mit österreichischen Wurzeln war etwas weniger in direkten Zweikämpfen gebraucht wie seine Kollegen neben ihm und deswegen vielleicht ein bisschen weniger auffällig, abgefallen ist er deswegen aber auf keinen Fall.
ANDRES ANDRADE
90 Minuten
Der ein oder andere Wackler war beim zurzeit nicht so souverän wie gewohnt agierenden Panamaer erneut dabei, speziell in Halbzeit zwei aber enorm stark und mit vielen wichtigen Zweikämpfen. Nicht zu unterschätzen ist, wie gefährlich seine Direktpässe nach vorne auf die schnellen LASK-Stürmer sein können bzw. es teilweise auch waren.
KASPER JÖRGENSEN
bis zur 83. Minute, Assist
Zu Beginn ein etwas fahriges Spiel des Dänen, der mit seinem Fehlpass auch den Skandal-Elfmeter verursachte. Kämpfte sich aber rasch in die Partie und lieferte nur wenig später einen tollen Assist für Lang. Immer wieder hatte er etwas Probleme mit Irankunda, der Australier verfügt allerdings auch über eine hohe Qualität.
KRYSTOF DANEK
90 Minuten, Tor, Gelb
Er war nach zwei Bundesliga-Spielen als Reservist die kleine Überraschung in der Startelf, nach dem Spiel ist er die große positive Überraschung der gesamten Partie. Läuferisch, kämpferisch und auch spielerisch eine absolute Top-Leistung des Tschechen, der bereits vor dem 1:1 seine Beine im Spiel hatte und das 3:1 mit etwas Glück nach einem starken Haken selbst erzielte. In der hektischen Schlussphase sah er Gelb.
ROBERT LJUBICIC
90 Minuten, Assist
Hoffentlich hat die UEFA nicht ähnlich wenig Respekt vor dem LASK, wie es bei Schiedsrichter Nick Walsh und seinem Team der Fall zu sein scheint. Denn diese Performance muss für das Team der Runde reichen. Eine von hinten bis vorne brutale Leistung des Sommer-Neuzugangs, welche er mit einem tollen Assist zum 2:1 krönte. Sein Elfmeter-"Foul" wird bewusst nur in einem Nebensatz erwähnt, er machte freilich überhaupt nichts falsch in dieser Situation.
SASCHA HORVATH
bis zur 65. Minute, Gelb
Speziell zu Beginn des Spiels ein absoluter Leader, der oft den Ball forderte und damit am Fuß immer wieder für viel Bewegung in den portugiesischen Reihen sorgte. Im letzten Drittel hätte die Entscheidungsfindung ein wenig besser sein können. Kurz vor der Pause sah er nach einem leichten Ellbogencheck zurecht Gelb und wurde auch deshalb schon nach einer guten Stunden ausgetauscht.
YVAN DIBANGO
90 Minuten
Groß waren die Bedenken nach George Bellos Verletzung. Nach Dibangos Assist-Hattrick gegen Liverpool und nun einer Wahnsinnsleistung gegen 35-Millionen-Euro-Mann Catamo und Co. sind diese ausgeräumt. Diesmal auch defensiv ein absolut Champions-League-würdiger Auftritt des Kameruners, der nicht zuletzt in der Entstehung des 3:1 einen wichtigen Pass spielte.
SASA KALAJDZIC
90 Minuten, Tor, Gelb
In Halbzeit eins eher als Ballabschirmer und -verteiler gebraucht, nach Seitenwechsel war ihm dann endlich das erste Champions-League-Tor seiner Karriere vergönnt. Der ÖFB-Stürmer zeigte sich nach Ljubicics Vorlage so clever wie eiskalt und hat nun auch auf der größten Bühne des Klubfußballs getroffen. Überhaupt eine absolute Top-Leistung in Halbzeit zwei, die auch nicht von einer unnötigen Gelben getrübt wird.
CHRISTOPH LANG
bis zur 65. Minute, Tor, Gelb
Der Höhenflug nimmt kein Ende. Im Stile eines absoluten Weltklasse-Stürmers schloss er mit seinem zweiten Kontakt zum wichtigen 1:1 ab und sammelte damit sein Premierentor in der "Königsklasse". Auch in der Folge ein absoluter Antreiber in der LASK-Offensive, der aus allen Winkeln den Abschluss suchte - und dabei ständig für Gefahr sorgte. Zog in Halbzeit eins ein kluges taktisches Foul und war daraufhin gefährdet, Gelb-Rot zu sehen. Bevor es so weit kommen konnte, nahm ihn Kühbauer raus.
TOBIAS SCHÜTZENAUER
ab der 53. Minute
Sicher nicht die leichteste Aufgabe, kalt in so ein hitziges Spiel zu gehen. Lange war der Steirer nicht gebraucht, wenn es brenzlig wurde, war er aber voll da, wie etwa bei einem unangenehmen Abschluss von Irankunda. Auch das 2:3 hätte er beinahe noch mit einer Top-Parade verhindert, leider sprang der Ball aber direkt vor Suarez' Füße.
SAMUEL ADENIRAN
ab der 65. Minute, Assist
Obwohl er diesmal nur als Joker agierte, war der Playoff-Held maßgeblich am Sieg beteiligt. Schon alleine wegen seines Außenrist-Assists vor Daneks Tor zum zwischenzeitlichen 3:1. Rührte zudem mit seiner Wucht viel um und setzte die Sporting-Verteidiger so immer wieder unter Druck.
ALESSANDRO SCHÖPF
ab der 65. Minute
Kam rein, um etwas Hektik aus dem Spiel zu nehmen, was auch immer wieder gelang. Allerdings unterlief dem Routinier auch ein böser Fehlpass, der beinahe zu einem Gegentor durch Irankunda geführt hätte. Dafür, dass er vor dem 2:3 gefoult wurde und das Schiedsrichterteam dies nicht sah, kann der Tiroler nichts.
FLORIAN FLECKER
ab der 83. Minute
Der Liverpool-Doppelpacker wurde für eine Bewertung zu kurz eingesetzt.
MOSES USOR
ab der 83. Minute
Zeigte beim Comeback, dass er nach wie vor richtig gut drauf ist, für eine Bewertung war die Einsatzzeit aber nicht lang genug.