Gernot Trauner traut dem LASK die Überraschung bei Sporting zu
Der Ex-ÖFB-Verteidiger hat mit den Linzern zwei Mal binnen kurzer Zeit deutlich gegen die Portugiesen gewonnen. Gelingt am Mittwoch Ähnliches?
von Simon Urhofer
Gernot Trauner weiß, wie man Sporting Lissabon schlägt.
Zwischen Oktober 2019 und Oktober 2020 hatte der 34-Jährige den portugiesischen Spitzenklub mit dem LASK gleich drei Mal zu bespielen. Zunächst zwei Mal in der Gruppenphase der UEFA Europa League, dann im Playoff der Europa-League-Quali, welches damals coronabedingt in einem Spiel entschieden wurde.
So konnte der LASK damals überraschen
"Wir haben drei Mal gegen sie gespielt, wir hätten alle drei Spiele gewinnen müssen, das erste haben wir noch durch unter anderem ein Tor von Bruno Fernandes verloren. Die anderen zwei Mal haben wir sie relativ deutlich geschlagen und waren einfach extrem gut im Spiel", erinnert sich Trauner im 90minuten-Interview.
Der Ex-ÖFB-Teamspieler führt aus: "Uns ist Sporting damals extrem gut gelegen, weil sie mit unserem argen Pressing nicht zurecht gekommen sind. Das hat sie damals überfordert, darum haben wir gegen sie immer gut ausgeschaut."
Nach einem bitteren 1:2 auswärts in Lissabon schlugen die Linzer die "Leoes" damals im letzten Gruppenspiel auf der alten Gugl mit 3:0 und sicherten sich damit den Gruppensieg. Im Oktober darauf fegte der LASK die Lissaboner mit 4:1 aus dem eigenen Stadion und verabschiedete Sporting damit frühzeitig aus dem internationalen Geschäft.
Trauner erwartet "Spiel auf Augenhöhe"
Am heutigen Mittwoch treffen Sporting und der LASK am dritten Spieltag der UEFA Champions League erneut aufeinander (ab 21 Uhr im LIVE-Ticker>>>).
Wie groß sieht Trauner die Chancen auf eine erneute schwarz-weiße Überraschung? "Eigentlich ganz gut, ich glaube, dass sie auf jeden Fall Chancen haben." Er geht von "einem Spiel auf Augenhöhe" aus.
Sporting sei eine Mannschaft, "die individuelle Qualität hat. Die wollen kicken und den Ball am Fuß haben. Wenn man ihnen diesen Platz gibt, werden sie die Qualität haben, das auszuspielen", warnt der ehemalige Innenverteidiger.