LASK-Trainer coachten Sporting aus: "Die Schuld des Trainers"
Der Trainer der Portugiesen gab nach dem Spiel zu, dass der LASK sein Team am falschen Fuß erwischte.
Für den LASK war es ein mehr als gelungener Abend in der UEFA Champions League am Mittwoch. Auswärts bei Sporting siegten die Stahlstädter mit 2:3. "Das ist Wahnsinn!" - Grandioser LASK trotzte Schiri und Sporting >>>
Dabei zeigte wieder einmal das Trainerteam rundum Chef Didi Kühbauer, warum in der abgelaufenen Saison eine spektakuläre Aufholjagd samt Double gelang.
Taktischer Kniff ließ Sporting verzweifeln
Taktisch wurde Sporting-Coach Rui Borges am falschen Fuß erwischt.
#"Offensichtlich hatten wir Schwierigkeiten, unser Offensivspiel zu entfalten. Ich glaube, der LASK hat sich unser Spiel gegen RC Lens angesehen und defensiv einiges von dem übernommen, was auch RC Lens gezeigt hat – allerdings taktisch noch besser umgesetzt. Die gegnerischen Stürmer haben unsere 'Sechser' zugestellt und so unseren Spielaufbau unterbunden. Das hat uns beim LASK überrascht, da sie das zuvor noch nie so gemacht hatten", gesteht Borges nach dem Spiel auf der Pressekonferenz.
Das sei mitverantwortlich für die Niederlage gewesen. "Es war wichtig, weiter vorne auf dem Spielfeld Anspielstationen zu finden – das ist uns nicht gelungen, und als wir es versuchten, kassierten wir den Ausgleichstreffer. Neben der fehlenden Inspiration war unser Energieniveau nicht so hoch wie in den vorangegangenen Partien. Die Begegnung war – genau wie die anderen – körperlich sehr fordernd, und wir konnten da nicht mithalten", so der Sporting-Trainer.
Trainer sucht Schuld bei sich
Bei einem weiteren Aspekt hatten die Gäste aus Oberösterreich einen Vorteil. "Uns war klar, dass wir bei Eins-gegen-eins-Situationen der Athletik der LASK-Stürmer ausgesetzt sein würden, doch dazu kam es gar nicht. Es ging vielmehr darum, die zweiten Bälle zu gewinnen, statt die ersten", so Borges.
"Wir haben nicht so viele davon für uns entschieden, wie wir es uns vorgenommen hatten. Man muss sich nur die Gegentore ansehen, die aus unseren eigenen Ballverlusten entstanden sind. Wir hätten eine bessere Balance gebraucht, daran haben wir gearbeitet, aber es ist uns nicht gelungen. Das ist die Schuld des Trainers, und das akzeptiere ich in aller Demut", ergänzt er.
Im Lager der Portugiesen war am Ende von einem verdienten Sieg der Österreicher die Rede.