Festnahme nach BVB-Anschlag! Verdächtige im Visier

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Ein heftiger Vorfall überschattete die Anfahrt von Borussia Dortmund zum Champions-League-Heimspiel gegen AS Monaco.

Wie die Polizei bestätigt, hat es drei Explosionen am BVB-Mannschaftsbus gegeben. Die Scheiben sind zersprungen, dabei gibt es sogar einen Verletzten.

Dabei handelt es sich um den spanischen Verteidiger Marc Bartra, der ins Spital gebracht und noch am Abend operiert wurde. Er zog sich einen Bruch der Speiche im rechten Handgelenk sowie Fremdkörpereinsprengungen zu.

Der Vorfall hat sich 10 Kilometer vom Signal-Iduna-Park entfernt ereignet haben, drei Sprengsätze sind auf der Straße vor dem Bus detoniert.

DIE NEUESTEN ENTWICKLUNGEN VOM MITTWOCH im LIVE-TICKER:

  • 18:40 Uhr: Harte Tuchel-Kritik an der UEFA

Kurz vor dem Anpfiff des wegen des Bomben-Anschlags verschobenen Viertelfinal-Hinspiels in der Champions League zwischen Borussia Dortmund und dem AS Monaco lässt BVB-Coach Thomas Tuchel mit harter Kritik an der Spielansetzung aufhorchen. "Wir hätten uns gewünscht, dass wir mehr Zeit bekommen hätten, um die Sache zu verarbeiten. Wir haben das als sehr unmenschlich empfunden, dass in Nyon (Anm.: Sitz der UEFA) entschieden wird, dass am nächsten Tag gespielt wird", ärgert sich der Deutsche.

  • 17:05 Uhr: Dortmund-Profis ist es freigestellt zu spielen

Nach dem Anschlag auf ihren Teambus dürfen die Fußballprofis von Borussia Dortmund frei entscheiden, ob sie im Champions-League-Spiel gegen Monaco spielen wollen. "Die Jungs sind gefragt worden, wie sie sich fühlen. Und wenn einer sagen kann, er fühlt sich absolut nicht in der Lage zu spielen, dann ist es ihm auch freigestellt", sagte BVB-Torhütertrainer Wolfgang de Beer der "Rheinischen Post".

  • 16:25 Uhr: Marc Batra meldet sich auf Facebook

Der an der Hand verletzte und mittlerweile operierte Dortmund-Verteidiger meldet sich erstmals nach dem Anschlag auf Facebook zu Wort. "Wir ihr alle sehen könnt, geht es mir jetzt schon wieder viel besser", vermeldet der Spanier gute Nachrichten. "Ich möchte mich bei euch für die vielen nachrichten und die tolle Unterstützung bedanken. Ich werde heute meinen Team-Kollegen beim BVB die Daumen drücken."

  • 15:43 Uhr: Erste Informationen über die Festgenommenen

Laut "Express" und "Kölner Stadt-Anzeiger" soll es sich bei den Festgenommenen um einen 25-jährigen Iraker und einen 28-jährigen Deutschen handeln. Das Duo soll Verbindungen zur terroristischen Vereinigung "Islamischer Staat" haben. Zudem liegen den BEhörden Hinweise vor, dass sich zumindest eine der Personen in der Nähe des Anschlagortes aufgehalten haben.

  • 15:08 Uhr: Politprominenz nach Anschlag heute im Stadion

Mehrere deutsche Spitzenpolitiker werden aus Solidarität mit dem BVB zum Match am Mittwoch kommen. Innenminister Thomas De Maiziere sagte, dass er die deutsche Regierung vertreten werde. Auch die nordrhein-westfälische Ministerpräsidentin Hannelore Kraft wollte ins Dortmunder Stadion kommen. Unions-Fraktionschef Volker Kauder zollte dem BVB Respekt, dass er so kurz nach dem Anschlag wieder zum Spiel antritt. "Weniger als 24 Stunden nach einem solchen Ereignis bereits wieder zum Spiel antreten zu wollen, ist alles andere als selbstverständlich. Das sage gerade ich als großer Fußball-Fan", erklärte Kauder in Berlin.

  • 15:01 Uhr: Merkel über Anschlag entsetzt

Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel äußert sich mit Entsetzen zum Anschlag am BVB-Mannschaftsbus. "Das ist eine widerwärtige Tat", ließ sie über ihren Sprecher Steffen Seibert ausrichten. Zudem telefonierte sie mit BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke, um Unterstützung zuzusichern und sich für das besonnene Verhalten des Vereins, der Polzei und den Fans zu bedanken. "Es ist gut zu sehen, dass in einer solchen Situation wahre Fußballfans mitmenschlich reagieren.

  • 14:40 Uhr: "Wir ermitteln in alle Richtungen"

Noch vor der Stellungnahme der Bundesanwaltschaft äußerte sich Ralf Jäger, Nordrhein-Westfalen-Innenminister: "Wir ermitteln in alle Richtungen. Noch könne der Anschlag einen linksextremistischen, rechtsextremistischen oder auch islamistischen Hintergrund haben. Die neuesten Erkenntnisse zeigen jedoch, dass alles in die Richtung eines islamistischen Hintergrunds hindeutet.

  • 14:34 Uhr: Sprengsätze mit Metallstiften versehen

Wie die Sprecherin der Bundesanwaltschaft Frauke Köhler mitteilt, waren die Sprengsätze mit Metallstiften versehen. Ein Metallstift habe sich sogar in die Kopfstütze eines Sitzes im Bus geböhrt. "Deshalb können wir von Glück sprechen, dass nichts Schlimmeres passiert ist." Die Sprengsätze hatten eine Sprengweite von über 100 Metern. Die Art des Zündmechanismus und die Art des Sprengstoffs ist noch weiterhin Gegenstand der kriminaltechnischen Untersuchungen.

  • 14:06 Uhr: Zwei Verdächtige im Fokus, einer in Haft

Neuigkeiten gibt es bei der Pressekonferenz der Staatsanwaltschaft. Während am Bekennerschreiben mit linksextremistischem Hintergrund "erhebliche Zweifel" bestehen, dürfte dem anderen bereits ernsthaft nachgegangen worden sein. Aufgrund der Tatmodalitäten ist von einem terroristischen Hintergrund auszugehen. Die größe Neuheit: Eine Person wurde vorläufig festgenommen, der Fall konkretisiert sich. Insgesamt seien zwei verdächtige Islamisten in den Fokus geraten.

  • 13:25 Uhr: BKA rechnet mit weiteren Anschlägen

Das eingeschaltete Bundeskriminalamt befürchtet laut "Tagesspiegel" weitere Angriffe. Das BKA bewertet die aktuelle Lage mit der zweithöchsten Stufe. So seien keine Anhaltspunkte zu Identität und Aufenthaltsort des bzw. der Täter bekannt und im Bekennerbrief wurden weitere Angriff angedroht. Deshalb sei "bundesweit mit dem Eintritt eines weiteren schädigenden Ereignisses mit hoher Wahrscheinlichkeit zu rechnen."

  • 12:38 Uhr: ÖFB-Legionär Zlatko Junuzovic hat Mitgefühl

Im Rahmen einer Presserunde wurde auch ÖFB-Legionär und Werder-Bremen-Kapitän Zlatko Junuzovic zum Anschlag auf den BVB befragt. "Es geht einem sehr nahe. Natürlich ist das etwas beunruhigend, genauso wie der Anschlag in Stockholm oder der in Berlin. Aber ich habe keine Angst, und ich will auch keine Angst haben. Wir dürfen uns den Spaß am Leben nicht durch so eine feige Aktion nehmen lassen." Und weiters: "Das ist man machtlos. Aber man muss sen Leben weiterleben. Ich finde es super, wie die Beteiligten im Stadion reagiert haben, welche Möglichkeiten auch für Auswärtsfans zur Verfügung gestellt wurden und wie die Gäste-Fans reagiert haben. Das ist genau das richtige Zeichen von allen Beteiligten, denen ich nur das Beste wünsche, um aus diesem Schock herauszukommen."

  • 12:23 Uhr: Zweites Bekennerschreiben vonn Antifa wohl eine Fälschung

"Wir halten das Schreiben für einen Nazifake", heißt es von den Betreibern des Internetportals Indymedia gegenüber der dpa. Beim angeblich zweiten Bekennerschreiben soll es sich demnach wohl um eine Fälschung handeln. "Weder Inhalt noch Sprache deuten auf einen linken Hntergrund hin, deshalb haben wir es bereits sehr kurz nach der Veröffentlichung gelöscht." Schon im September 2016 war auf dem Portal im Zusammenhang mit den in Dresden explodierten Sprengsätzen vor den Einheitsfeiern zum 3. Oktober ein gefälschtes Bekennerschreiben aus der rechten Szene veröffentlicht worden.

  • 11:54 Uhr: Das Bekennerschreiben im Wortlaut:

"Im Namen Allahs, des Gnädigen, des Barmherzigen,

12 ungläubige würden von unseren Gesegneten Brüder in Deutschland getötet. Aber anscheinend scherst du dich Merkel nicht um deinen kleinen dreckigen Untertanen. Deine Tornados fliegen immer noch über dem Boden des Kalifats, um Muslime zu Ermorden. Jedoch wir bleiben standhaft durch die Gnade Allahs.

Ab sofort stehen alle ungläubigen Schauspieler, Sänger, Sportler und Sämtliche prominente in Deutschland und anderen Kreuzfahrer-Nationen auf Todesliste des Islamischen Staates.

Und das solange die folgenden Forderungen nicht erfüllt werden:

- Tornados aus Syrien abziehen.

- Ramstein Air Base muss geschlossen werden."

Die Echtheit wird weiterhin geprüft. Das Schreiben liegt der dpa vor.

  • 11:40 Uhr: Dortmund mit starker Ansage

"Wir spielen heute nicht nur für uns. Wir spielen für alle. Egal, ob Borusse, Bayer oder Schalker. Wir wollen zeigen, dass Terror und Hass unser Handeln niemals bestimmen dürfen." Das ganze Statement könnt ihr hier nachlesen:

  • 11:27 Uhr: Keinerlei Gefährdungshinweise für FC Bayern gegen Real

Da am Mittwoch noch ein zweites CL-Viertelfinale auf deutschem Boden stattfindet, wird auch dort die Sicherheitsfrage gestellt und das Sicherheitskonzept von der Münchner Polizei noch einmal überprüft. "Wir haben keinerlei Gefährdungshinweise für München und das Spiel", heißt es von einem Sprecher. Mittlerweile soll die Polizeipräsenz bereits erhöht worden sein.

  • 11:08 Uhr: Training als beste Ablenkung

Trainer Thomas Tuchel versammelte die Mannschaft auf dem Trainingsgelände und absolviert dort eine Übungseinheit:

  • 11:02 Uhr: Mentale Herausforderung für den BVB

So versucht Borussia Dortmund die Mannschaft für das heutige Spiel aufzubauen:

  • 10:55 Uhr: Fahnung nach belgischem Kennzeichen?

Laut "Bild"-Informationen soll es sich um ein sehr professionelles Vorgehen der Täter gehandelt haben, da die Sprengsätze bewusst außerhalb des Kamerradius des Mannschaftshotels deponiert wurden und simultan ferngezündet worden sein sollen. Zudem sollen die Ermittler nach einem Auto mit belgischem Kennzeichen gefahndet haben.

  • 10:42 Uhr: BVB-Geschäftsführer Watzke fühlt sich sicher

Trotz Anschlags fühlt sich Borussia Dortmund gut betreut und sicher. So meinte BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke gegenüber der "Bild": "Mein persönliches Sicherheitsgefühl ist sehr gut. Die Frage ist, wie wir die Mannschaft davon lösen, helfen, das traumatische Erlebnis zu verarbeiten." Zum gezielten Angriff meint er: "Das ist eine sehr gravierende Geschichte. Das ist eine neue Dimension, was da passiert ist."

  • 10:29 Uhr: Zweiter Bekennerbrief wird überprüft

Auch ein zweites Schreiben, dass am Abend im Internet verbreitet wurde, wird überprüft. Darin wird laut dpa erklärt, dass der Bus mit eigens für den Anschlag angefertigten Sprengsätzen als "Symbol für die Politik des BVB" attackiert wurde, das sich der Verein nicht genügend gegen Rassisten, Nazis und Rechtspopulisten einsetze.

  • 10:17 Uhr: Bekennerschreiben mit heftigem Inhalt

Wie die "Süddeutsche Zeitung" in ihrer Onlineausgabe berichtet, beginnt das Schreiben mit den Worten "Im Nahmen Allahs, des Gnädigen, des Barmherzigen". Im Bezug auf den Anschlag auf dem Berliner Weihnachtsmarkt wird behauptet, dass deutsche Tornados daran beteiligt seien, Muslime im Kalifat des sogenannten Islamischen Staates zu ermorden. Sportler und andere Prominente "in Deutschland und anderen Kreuzfahrer-Nationen" stünden daher ab sofort auf einer "Todesliste des Islamischen Staates". Dies würde so lange gelten, bis die deutschen Torandos abgezogen und die amerikanische Luftwaffenbasis in Ramstein (Rheinland-Pfalz) geschlossen werde. Das Schreiben trägt keine Unterschrift.

  • 10:15 Uhr: Spezielles Sicherheits-Aufgebot vor Dortmund-Monaco

Das verschobene CL-Viertelfinal-Duell wird zum Hochsicherheitsspiel. "Wir werden heute natürlich mit starken Kräften hier vor Ort sein im Stadion, werden aber auch versuchen, unser Möglichstes tun, natürlich die Mannschaften zu schützen", sagte Nina Vogt, Sprecherin der Dortmunder Polizei, Mittwoch früh im ZDF. "Wir stehen da mit beiden Vereinen und auch mit allen Sicherheitsbehörden in sehr engem Kontakt", bekräftigte sie.

  • 10:08 Uhr: Dortmunder Mannschaft im Trainingszentrum zusammen

Wie geht die Mannschaft mit den Ereignissen um? Die Spieler des BVB haben sich nun am frühen Vormittag im Trainingszentrum der Dortmunder eingefunden und arbeiten zusammen die Erlebnisse des Vorabends auf. Fast unglaublich daran ist, dass am Abend bereits das verschobene CL-Viertelfinalduell gegen den AS Monaco nachgeholt werden soll (ab 18:45 Uhr LIVE im LAOLA1-Ticker).

  • 9:50 Uhr: Bekennerschreiben mit Islamisten-Bezug:

Das gefundene Bekennerschreiben soll laut dpa-Informationen aus Sicherheitskreisen Hinweise auf einen islamistischen Hintergrund liefern. Der Brief soll in deutscher Sprache verfasst sein, im einseitigen Schreiben soll zudem ein Konnex zum Anschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt mit zwölf Toten und dem Einsatz deutscher Kampfflugzeuge in Syrien hergestellt worden sein. Zunächst hatten "Süddeutsche Zeitung", NDR und WDR über die Details berichtet. Gleichzeitig wurde aber intensiv darauf hingewiesen, dass ein islamistischer Hintergrund des Anschlags weiterhin nicht geklärt sei. Es seien weitere Überprüfungen notwendig. Bei dem Anschlag waren am Dienstagabend zwei Menschen verletzt worden, einer von ihnen schwer.

  • 09:05 Uhr: Auch ein Polizist wurde verletzt

Bei dem Sprengstoffangriff auf den Mannschaftsbus von Borussia Dortmund ist nach Polizeiangaben auch ein Polizist verletzt worden. Der Beamte habe bei den Detonationen ein Knalltrauma und einen Schock erlitten, teilte die Dortmunder Polizei am frühen Mittwochmorgen mit. Der Polizist sollte den Bus demnach mit einem Motorrad zum Stadion begleiten. Zum Zeitpunkt der Explosionen befand er sich vor dem Mannschaftsbus. Die Ermittlungen der Polizei dauerten unterdessen an. Schlimmer habe es jedoch Marc Bartra erwischt.

  • 8:30 Uhr: Marc Bartra erfolgreich operiert

Die Verletzung von Marc Bartra ist nach der Explosion beim Mannschaftsbus von Borussia Dortmund schwerer, als ursprünglich angenommen. Der 26-Jährige zog sich eine gebrochene Speiche im rechten Handgelenk und Fremdkörpereinsprengungen zu. Nach dem Zwischenfall wurde er sofort ins Krankenhaus gebracht und noch am Abend operiert, der Spanier fällt bis auf weiteres aus.

  • 7:50 Uhr: Bundeskriminalamt mit Ermittlungen beauftragt

Welches Ausmaß der Anschlag auf den Dortmunder Bus nimmt, zeigt die Tatsache, dass laut Informationen der "Welt", die Bundesanwaltschaft Karlsruhe die Ermittlungen übernommen hat. Dabei sei das Bundeskriminalamt (BKA) mit den weiteren Ermittlungen beauftragt worden.

Bomben-Explosionen in Dortmund. So reagierten die Fans im Westfalen-Stadion:

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HIER FINDEST DU ALLE INFORMATIONEN ZU DEN VORFÄLLEN AM DIENSTAG:

Schreiben gefunden, aber noch keine Hinweise auf Terroranschlag

Die Polizei in Nordrhein-Westfalen bestätigt den Vorfall, immer mehr Details geraten ans Tageslicht.

Der BVB-Bus wurde nach Vereinsangaben an zwei Stellen beschädigt. Auf Bildern war zu erkennen, dass die hinterste Scheibe auf der rechten Seite zersplittert war. Das Glas des Gefährts ist aus verstärktem Glas und nicht wie ursprünglich angenommen aus Panzerglas.

Staatsanwältin Sandra Lücke bestätigt, dass Ermittlungen wegen versuchten Totschlags eingeleitet wurden und in der Nähe des Tatorts ein Schreiben aufgefunden wurde.

Zum Inhalt werden noch keine Angaben gegeben, da die Echtheit derzeit überprüft wird. Es wird jedoch angedeutet, dass jemand die Verantwortung für die Tat übernimmt.

Spiel abgesagt und auf Mittwoch verschoben

Um 20:30 Uhr erfolgte die Entscheidung für eine Spielabsage. In der aktuellen Lage sei an ein Fußball-Spiel nicht zu denken, eine Verschiebung auf Mittwoch, 18:45 Uhr, wurde bereits fixiert.

"Wir bereiten uns auf einen Großeinsatz vor. Sprengstoffspürhunde sind weiterhin im Einsatz. Wir werden alles Menschenmögliche tun, dass das Spiel am Mittwoch sicher ablaufen kann. Die hundertprozentige Sicherheit kann es nie geben, aber wir werden alles Mögliche ausschöpfen", sagt Dortmunds Polizeipräsident Gregor Lange.

Weitere Sprengsätze entdeckt

Die Sicherheitskräfte suchten die Umgebung mit einer Drohne ab. Es wurde geprüft, ob möglicherweise ein weiterer Sprengsatz deponiert worden sei, sagte ein Polizeisprecher am Einsatzort.

Die deutsche Polizei hat nach den Explosionen am Mannschaftsbus von Borussia Dortmund beim Teamhotel einen weiteren verdächtigen Gegenstand entdeckt und Laufe des Abends bestätigt, dass es sich dabei um einen weiteren Sprengsatz handelt, der jedoch nicht gezündet hat.

Die Sprengsätze gegen den Mannschaftsbus des deutschen Fußball-Spitzenklubs waren nach Einschätzung der Polizei durchaus gefährlich. "Nach ersten Erkenntnissen geht die Polizei von einem Angriff mit ernst zu nehmenden Sprengsätzen aus", teilten die Ermittler in einer Pressemitteilung mit.

"Die Sprengsätze könnten in einer Hecke in der Nähe eines Parkplatzes versteckt gewesen sein." Zu den Hintergründen des Angriffs werde weiter ermittelt.


Der Verein äußert sich auf "Twitter" zur Situation:


Noch unklar ist, welches Ausmaß dieser Vorfall noch annimmt.

Bis zu drei Sprengsätze

Anfangs wurde eruiert, ob es sich um einen gezielten Anschlag handelt oder der BVB-Bus nur zufällig in diese Explosion verwickelt wurde. Die Feuerwehr rückte mit großem Aufgebot aus, um die Situation vor Ort in den Griff zu bekommen.

Der Dortmunder Polizeipräsident Gregor Lange klärte spätabends auf: "Wir sind von Anfang an davon ausgegangen, dass es sich um einen gezielten Anschlag auf das Team des BVB handelt."

BVB-Geschäftsführer Hans Joachim Watzke ist bestürzt: "Die ganze Mannschaft ist in einer gewissen Schockstarre. Wir müssen versuchen, das in irgendeiner Weise zu kanalisieren. Das wird nicht einfach, wir müssen morgen spielen. Solche Bilder bekommst du nicht aus dem Kopf raus."

Bartra muss am Handgelenk operiert werden

Marc Bartra wurde benommen und mit Schnittverletzungen an den Händen notbehandelt und ins Spital eingeliefert.

Laut der spanischen "Mundo Deportivo", welche sich auf Bartras Familie bezieht, weile der Ex-Barcelona-Kicker weiterhin im Krankenhaus.

BVB-Pressesprecher Sascha Fligge bestätigt, dass es sich beim gebrochenen Knochen um die Speiche handeln soll und auch Fremdkörper in die Hand eingedrungen sind. Die notwendige Operation wurde noch am Abend durchgeführt, nähere Informationen zum Zustand des 26-jährigen Spaniers stehen noch aus.

Bürki spricht über das Attentat

Der erste Spieler, der sich zum Attentat äußerte, war der Schweizer Torhüter Roman Bürki im "Blick":

"Wir sind um 19:15 Uhr beim Hotel losgefahren, dass Strässchen heruntergefahren. Der Bus bog auf die Hauptstraße ein, als es einen Riesenknall gab - eine regelrechte Explosion. Ich sass in der hintersten Reihe neben Marc Bartra, der von Splittern der zerborstenen Rückscheibe getroffen wurde. Nach dem Knall haben wir uns alle im Bus geduckt und wer konnte, auf den Boden gelegt. Wir wussten nicht, ob noch mehr passiert. Die Polizei war schnell vor Ort, hat abgesichert. Wir sind alle geschockt, an ein Fußballspiel dachte in den Minuten danach keiner."

BVB-Geschäftsführer Watzke beschreibt die Situation

BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke wendete sich im Stadion an die Öffentlichkeit: "Wir waren natürlich geschockt, am meisten jedoch die Mannschaft. Es ist ein Sprengstoff-Anschlag auf den Bus verübt worden, nahe des Teamhotels. Marc Bartra ist verletzt worden, in ärztlicher Behandlung."

"Danach gab es Krisen-Management. Thomas Tuchel war auch geschockt, eine Explosion war genau an seiner Seite. Die Situation ist nicht einfach, wir müssen morgen spielen, das kriegt man ja nicht so einfach aus den Köpfen heraus."

Watzke weiter: "Die Mannschaft war bis vor kurzem noch im Mannschaftshotel, das weitere Prozedere werde ich hier nicht bekanntgeben. Als der Bus auf die Straße fahren wollte, gab es drei Explosionen. Anscheinend wurden dort am Straßenrand drei Sprengsätze ausgelöst. Wir haben das mit der Polizei sehr gut gelöst, was die Ermittlungen der Polizei angeht, werden wir informiert werden."

BVB-Verteidiger Lukasz Pisczek erlebte die Situation so, wie er dem polnischen Journalisten Tomasz Wlodarczyk verriet: "Als wir neben den Autos fuhren, ist am Zaun eine Bombe hochgegangen. Bartra hat Schnittwunden am Arm. Er ist im Krankenhaus."



Auch die Polizei gibt Informationen preis:


Textquelle: © LAOLA1.at

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