Bekennerschreiben mit Islamisten-Bezug

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Im Bekennerschreiben zum Anschlag auf den Mannschaftsbus von Borussia Dortmund gibt es Hinweise auf einen islamistischen Hintergrund der Tat.

Nach Informationen der dpa aus Sicherheitskreisen vom Mittwoch wird in dem in deutscher Sprache verfassten, einseitigen Schreiben auf den Anschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt mit zwölf Toten und den Einsatz deutscher Kampfflugzeuge in Syrien Bezug genommen.

Zunächst hatten "Süddeutsche Zeitung", "NDR" und "WDR" über die Details berichtet.

LIVE-Infos zum Anschlag in Dortmund findest du hier:

Sportler auf "Todesliste"

Wie die "Süddeutsche Zeitung" in ihrer Onlineausgabe berichtet, beginnt das Schreiben mit den Worten "Im Nahmen Allahs, des Gnädigen, des Barmherzigen".

Im Bezug auf den Anschlag auf dem Berliner Weihnachtsmarkt wird behauptet, dass deutsche Tornados daran beteiligt seien, Muslime im Kalifat des sogenannten Islamischen Staates zu ermorden.

Sportler und andere Prominente "in Deutschland und anderen Kreuzfahrer-Nationen" stünden daher ab sofort auf einer "Todesliste des Islamischen Staates". Dies würde so lange gelten, bis die deutschen Torandos abgezogen und die amerikanische Luftwaffenbasis in Ramstein (Rheinland-Pfalz) geschlossen werde. Das Schreiben trägt keine Unterschrift.

Zweites Schreiben wird überprüft

Mittlerweile hat die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe die Ermittlungen im Fall übernommen. Behörden des Bundes und aus Nordrhein-Westfalen setzen sich in einer Analyse intensiv mit dem Schreiben auseinander. Nach Einschätzung von an der Untersuchung beteiligten Personen, sei es zu früh, eine gesicherte Einschätzung abzugeben.

Man müsse sehr vorsichtig mit der Zuordnung sein, heißt es. Zudem sei der Vorgang sehr ungewöhlnich. Es ist auch denkbar, dass tatsächliche Täter bewusst eine falsche Spur legen wollen.

Auch ein zweites Schreiben, dass am Abend im Internet verbreitet wurde, wird überprüft. Darin wird laut dpa erklärt, dass der Bus mit eigens für den Anschlag angefertigten Sprengsätzen als "Symbol für die Politik des BVB" attackiert wurde, das sich der Verein nicht genügend gegen Rassisten, Nazis und Rechtspopulisten einsetze.


Textquelle: © LAOLA1.at/APA Zum Seitenanfang »

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