Jesse Marsch: "Können noch besser spielen"

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Kapitel eins in Salzburgs Champions-League-Saga ist also geglückt:

Der KRC Genk wurde bei der "Königsklassen"-Premiere (Spielbericht) regelrecht aus dem Stadion geschossen, die nur mehr wenigen verbliebenen Zweifler und Kritiker wurden zum Schweigen gebracht.

Einer sah nach der Gala der "Bullen" aber noch Verbesserungspotenzial, nämlich Coach Jesse Marsch höchstpersönlich: "Es ist ein großartiger Abend für den ganzen Verein und die Leute hier in Salzburg. Aber ganz ehrlich, ich denke, wir können noch besser spielen."

Marsch denkt schon wieder ans Training

Kein Wunder, lebt der US-Amerikaner doch nach dem Motto: "Der nächste Moment ist immer wichtiger als der aktuelle."

Und die nächsten Aufgaben haben es für die Salzburger in sich: In der Bundesliga geht es schon am Sonntag gegen den ersten Verfolger LASK weiter (17 Uhr im LIVE-Ticker), in der kommenden Woche wartet dann das schwere Cup-Auswärtsduell in der 2. Runde bei Rapid und nachdem die Wiener Austria am Samstag in einer Woche in der Red Bull Arena gastiert hat, geht es am 2. Oktober an die Anfield Road zum Champions-League-Sieger FC Liverpool.

"Wir sind sehr stolz auf unsere Mannschaft, es war gut, aber morgen haben wir schon wieder Training, wir müssen besser werden", erklärt Marsch bei der Pressekonferenz nach dem Spiel.

"Waren teilweise zu locker"

Für den 45-Jährigen gilt es nach dem Feuerwerk gegen Genk, die richtigen Schlüsse zu ziehen und auch Dinge anzusprechen, die nicht zu 100 Prozent nach seinen Vorstellungen gelaufen sind:

"Genk ist eine gute Mannschaft, aber Liverpool ist noch eine Stufe drüber, ich denke, dieser Meinung sind wir alle. Wir müssen immer kompakt pressen, Standards sind so wichtig gegen Liverpool. Wir machen eine Videoanalyse und schauen, was wir taktisch besser machen können. In einigen Momenten waren wir ein bisschen zu locker."


Die besten Bilder des FC Red Bull Salzburg in der Champions League

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FC Salzburg - KRC Genk 6:2

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"Unsere Spielweise ist ansteckend"

Gerade offensiv kann man den Salzburgern aber nur wenig vorwerfen, bis zum Schlusspfiff hatte man das Gefühl, Salzburg wäre noch für das ein oder andere Tor mehr gut. Noch in der Nachspielzeit einer sehr intensiven Partie wurde Pressing bis zum Anschlag betrieben, der Schlusspfiff war auch so etwas wie eine Erlösung für die schwer unterlegenen Gäste aus Limburg.

"Diese Art und Weise unseres Spiels, diese Aggressivität, ist ansteckend", erklärt Marsch die Powerleistung und fügt an: "Wenn wir das richtige Gefühl haben, will unsere Mannschaft immer mehr und mehr. Aber ich denke ganz ehrlich, wir können besser spielen. Wir hatten so viele gute Spiele in den letzten zwei Wochen, aber wir müssen weiter machen."

So kam am Ende also ein Kantersieg zustande - der nächste in dieser noch jungen Saison. Einzig Rapid wurde zum Auftakt "nur" 2:0 geschlagen, gegen jeden anderen Gegner in dieser Spielzeit klingelte es mindestens vier Mal auf Salzburg-Seite.

Haaland: "Kein Unterschied ob Champions League oder Bundesliga"

"Die Leute sagen, dass es leicht ist in der Bundesliga, wenn wir 7:2 gewinnen - aber wir machen das in der Champions League auch", spielt Matchwinner Erling Haaland bei "Sky" auf die immer wiederkehrenden Diskussionen, ob Salzburg nicht zu stark für die Bundesliga sei, an.

Gibt es solche künftig auch bezüglich der Champions League? "Das glaube ich nicht, nein", lacht Kapitän Andreas Ulmer.

Nun ist der FC Salzburg also Tabellenführer der Gruppe E und reist als solcher Anfang Oktober auch nach Liverpool.

"Die Tabelle werden wir uns einrahmen. Aber wir wissen natürlich, dass wir gegen Napoli und Liverpool die krassen Außenseiter sind. Wir fliegen im Oktober nach Liverpool und wollen das genießen, aber nicht nur das, sondern auch so viel mitnehmen wie möglich. Der Truppe ist viel zuzutrauen", findet Sportdirektor Christoph Freund.

Junuzovic: "...dann wird es für jeden Gegner schwer"

Liverpool wird dann einiges gut zu machen haben. Der aktuelle Champions-League-Titelträger verpatzte den Start gegen Napoli mit einem 0:2 (Spielbericht). Ob dieser Umstand eher ein Vorteil oder ein Nachteil für Salzburg ist, will Ulmer nicht beurteilen:

"Es wird so und so schwierig, gegen Liverpool zu spielen. Die Qualität haben sie trotzdem, egal ob sie gewonnen oder verloren haben. Für uns ist gut, dass wir die drei Punkte geholt haben, was in den nächsten Spielen rauskommt, schauen wir uns noch an."

Auch Zlatko Junuzovic, dem mit 31 Jahren endlich sein Champions-League-Debüt vergönnt war, brennt bereits auf die Partie an der Anfield Road: "Wir müssen das richtig einschätzen, so wird der Spielverlauf nicht immer aussehen. Aber wenn wir in der Lage sind, immer wieder so eine Intensität auf den Platz zu bringen, wird es für jeden Gegner schwer."

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