Szoboszlai: "Ich liebe diesen Druck"

Szoboszlai: Foto: © GEPA
 

Was sich bereits angedeutet hat, ist seit Mittwoch auch fix: RB Leipzig wird das Achtelfinale der Champions League verpassen. Das steht nach dem 2:2 daheim gegen PSG fest.

Der schleppende Saisonstart unter Neo-Cheftrainer Jesse Marsch hat sich vor allem in der "Königsklasse" mit einer Reihe von negativen Ergebnissen niedergeschlagen.

Nachdem die ersten drei Spiele verloren gingen, darf am Mittwoch aber zumindest der erste Punkt bejubelt werden. Ein Punkt, der in Leipzig aber durchaus Lust auf mehr macht, lieferten die "Roten Bullen" Paris Saint-Germain doch einen echten Fight ab, den Dominik Szoboszlai mit einem in der Nachspielzeit verwandelten Elfmeter auch mit einem Puntgewinn krönte (Spielbericht >>>).

"Ich hatte viele Gedanken, als ich den Ball gehalten habe und gewartet habe", erklärt Szoboszlai nach dem Spiel vor dem "Sky"-Mikro. "Aber ich habe mich einfach konzentriert. Ich habe schon die Entscheidung getroffen, wo ich hinschießen werde. Es ist schon was anderes, wenn ein 2-Meter-Tormann vor dir steht und du denkst, du hast gar keinen Platz, ins Tor zu schießen, aber ich habe es geschafft."

Szobozlai: "War nur ein bisschen nervös"

Es war eine Situation, wie sie der Ungar liebt: "Ich liebe diesen Druck. Ich kann damit umgehen. Ich war nur ein bisschen nervös, weil es die letzte Minute war, aber deswegen spiele ich Fußball."

Auch Cheftrainer Jesse Marsch war sich sicher, dass der ehemalige Salzburger Nerven aus Drahtseilen haben werde: "Ich habe ihm gesagt: 'Du machst das.' Ich kenne ihn, er ist eiskalt. Es war keine Frage für mich, er wird treffen."

Dabei sah es zu Beginn des Spiels eigentlich so aus, als könnte Leipzig den Abend früh an sich reißen. Nach dem Führungstreffer von Christopher Nkunku folgt jedoch der verschossene Elfmeter von Andre Silva. Noch vor dem Pausenpfiff hatte PSG das Spiel gedreht.

"Ich glaube, am Anfang waren wir sehr gut drinnen. Wir müssen uns einfach mehr belohnen dafür", sagt ÖFB-Teamspieler Konrad Laimer gegenüber "Servus TV".

Marsch: "Machen es uns momentan selbst schwer"

"Gegen so einen Gegner bekommst du nicht viele Chancen, obwohl wir viele Chancen gehabt haben, was eigentlich sehr verwunderlich ist. Da musst du dich auch einfach belohnen, so wie wir gespielt haben. Wenn es da 3:0, 4:0 steht, dürfen sie sich nicht beschweren. Dann ist das Spiel etwas entspannter, dann müssen sie auch erstmal ein paar Gänge hochschalten. Das ist halt leider nicht so passiert", sagt Laimer.

Solche Phasen, wie in der ersten Halbzeit, gebe es in Leipzig derzeit zu oft, wie Jesse Marsch meint: "Wir machen uns momentan so viel Dinge selbst schwer. Wir haben oft gut gespielt, aber nicht die Ergebnisse gehabt, auch heute. Es ist schwierig. Wir müssen Geduld haben."

Der Glaube an gute Ergebnisse, auch gegen PSG, ging dem US-Amerikaner aber nie verloren: "Es war ein bisschen schade, nicht mit 2:0 die Führung zu haben, aber wir haben in der Halbzeit gesagt, wir sind besser. Wenn wir in der zweiten Halbzeit auch besser spielen, können wir dieses Spiel gewinnen. Wir müssen zufrieden sein mit einem Punkt, aber auch stolz auf die Leistung."

Chance auf Europa League lebt

So bleiben die Leipziger zumindest im Rennen um einen Platz in der Europa League. Derzeit beträgt der Rückstand auf den drittplatzierten Club Brügge drei Zähler. Das direkte Duell steht genauso wie ein weiteres Spiel gegen Manchester City noch aus.

"Wir haben endlich mal angeschrieben in der Gruppe. Wir haben uns die Chance immer noch am Leben gehalten, dass wir im Frühjahr international spielen. Das ist sehr wichtig für uns", so Konrad Laimer.

Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang »

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