Rapid kennt nächsten Champions-League-Gegner

Rapid kennt nächsten Champions-League-Gegner Foto: © GEPA
 

Der SK Rapid Wien trifft in der dritten Runde der Champions-League-Qualifikation auf die KAA Gent.

Die Hütteldorfer müssen das einzige Spiel im K.o.-Duell am 15. oder 16. September auswärts bestreiten.

Unabhängig vom Ausgang der alles entscheidenden Partie, nimmt der österreichische Vizemeister auf jeden Fall an einer Gruppenphase teil. Ein Sieg gegen Gent würde Rapid ins Champions-League-Playoff hieven, die letzte Stufe vor der Gruppenphase, die herkömmlich in Hin- und Rückspiel ausgetragen wird.

Bei einem Ausscheiden gegen die Belgier würde Rapid, dank des Weiterkommenes gegen Lokomotiva Zagreb in der zweiten Runde, an der Hauptrunde der Europa League teilnehmen.

Damit steht auch bereits der mögliche Gegner des SK Rapid im etwaigen Playoff fest. Da ukrainische und russische Teams nicht aufeinandertreffen dürfen, können die Hütteldorfer bei der Auslosung am morgigen Dienstag nur den Sieger aus dem Duell Dynamo Kiew gegen AZ Alkmaar zugelost bekommen.

Im zweiten Playoff-Duell wird der Gewinner der Begegnung PAOK Saloniki gegen Benfica Lissabon auf den russischen Dritten FK Krasnodar treffen.


K.A.A. GENT:

Steckbrief:

Offizieller Name: Koninklijke Atletiek Associatie Gent

Gegründet: 31. Oktober 1900

Vereinsfarben: Blau-Weiß

Stadion: Ghelamco Arena (20.000 Plätze)

Präsident: Ivan De Witte

Erfolge: Belgischer Meister 2014/15, 3x Vizemeister, 3x Cupsieger, 1x Supercupsieger 2015, Champions-League-Achtelfinale 2015/16, UEFA-Cup-Viertelfinale 1991/92

Die Besonderheiten:

Die "Buffalos" etablierten sich in den vergangenen Jahren als Top-Team in Belgien. Seit der ersten und bislang einzigen Meisterschaft im Jahr 2015 erreichten die Flamen stets das europäische Geschäft. Der Verein führt einen für europäische Vereine unüblichen Indianerkopf als Wappen, der erstmals die Fahne eines Fans im Jahr 1924 zierte. Dieser und der Schlachtruf "Buffalo! Buffalo!", der von den Rängen der Ghelamco Arena hallt, wurde durch einen Besuch des amerikanischen Barnum & Bailey Zirkus und den auftretenden Buffalo Bill inspiriert. Der Ausruf wurde in der Stadt so populär, dass eine Gruppe Studenten sogar den König 1913 damit begrüßten.

Alte Bekannte:

Im Kader der Belgier befindet sich sogar ein ehemaliger Rapid-Stürmer. Der Georgier Giorgi Kvilitaia wechselte im Juli 2018 für sage und schreibe drei Millionen Euro aus Wien-Hütteldorf nach Flandern. Dem ehemaligen Geschäftsführer Sport der Hütteldorfer, Fredy Bickel, gelang damals ein verhandlungstechnisches Meisterstück. Der Stürmer laborierte seiner Zeit an einer Fußverletzung. Eine solche verhinderte den endgültigen Durchbruch des georgischen Nationalspielers, der nach seinen zwei Toren in seinen ersten zwei Liga-Einsätzen wieder durch eine Fußverletzung gestoppt wurde. Seit seinem Comeback ist der 26-Jährige maximal Rotationsspieler. Insgesamt erzielte Kvilitaia sieben Tore in 46 Spielen - zum Vergleich: bei Rapid standen nach 67 Partien 22 Treffer zu Buche. Seit Jänner steht außerdem Anderson Niangbo beim belgischen Vizemeister unter Vertrag. Der Ivorer spielte eineinhalb Jahre beim FC Liefering, ehe der WAC ein halbes Jahr in der Bundesliga auf den 20-Jährigen setzte. Gent legte daraufhin vier Millionen Euro in Salzburg auf den Verhandlungstisch, die Leihe wurde frühzeitig beendet und Niangbo schloss sich den Belgiern an.

Die Stars:

Den größten Namen verlor Gent während der Transferzeit. Jonathan David, der in 83 Spielen 37 Tore für die Belgier erzielte, verließ den Klub um 32 Millionen Euro Richtung Lille. Ansonsten sind die Flamen nicht unbedingt mit Stars gespickt. Mit Tim Kleindienst und Ex-Bayern-Jugendspieler Niklas Dorsch verpflichte der Vizemeister zwei Spieler von Kerschbaumer-Klub Heidenheim. Auch auf der Torwartposition gab es eine Veränderung: Den Abgang von Stammtorhüter Thomas Kaminski kompensierten die Belgier mit dem ablösefreien Transfer von Sinan Bolat. Der ehemalige türkische Teamtorhüter kommt von Liga-Konkurrent Antwerpen. Angreifer Roman Yaremchuk absolvierte zwölf Länderspiele für die Ukraine und war bei der erfolgreichen Qualifikation für die Europameisterschaft mit seinen drei Toren ein wichtiger Faktor, so auch beim 2:1-Sieg gegen Europameister Portugal.

Der Trainer: Laszlo Bölöni

Der 67-jährige Rumäne ist erst seit etwas mehr als einer Woche in Amt und Würden bei den Belgiern, steht aber schon gehörig unter Druck. Vorgänger Jess Thorup, der knapp zwei Jahre lang die "Buffalos" betreute, musste nach zwei Niederlagen zum Saisonstart seinen Hut nehmen. Auch Bölönis Amtszeit startete mit einer Niederlage, einem 0:1 ausgerechnet gegen Bölönis letzte Station Antwerpen, die Gent ans Tabellenende der Jupiler League spülte. Ein Sieg am Sonntag gegen Mechelen durch ein Tor des Ex-Wolfsbergers Niangbo lindert vorübergehend die brenzlige Situation.

Der Rumäne ist in Belgien kein Unbekannter. 2008 konnte Bölöni mit Standard Lüttich die Meisterschaft und den Supercup einsteifen. In Portugal war der Ex-Profi mit Sporting sehr erfolgreich, holte 2002 das Double mit den Hauptstädtern. Es sollte bis heute der letzte Meistertitel für die Grünen sein. Zu Beginn seiner Trainerkarriere war der Rumäne bei Nancy beschäftigt, übernahm nach der EURO 2000 die rumänische Nationalmannschaft für ein Jahr. Von 2003 bis 2006 betreute Bölöni Stade Rennes, im Anschluss für elf Spiele AS Monaco. Weitere Stationen in seiner Vita lauten Al-Jazira, Lens, PAOK und Al-Ittihad.

Alle Begegnungen im Überblick:

Ligaweg:

KAA Gent - Rapid Wien

PAOK Saloniki - Benfica Lissabon

Dynamo Kiew - AZ Alkmaar

Meisterweg:

Ferecvaros Budapest - Dinamo Zagreb

Qarabag Agdam - Molde

Omonia Nikosia - Roter Stern Belgrad

Midtjylland - Young Boys

Maccabi Tel Aviv - Dynamo Brest

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Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang »

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