Juventus Turin fordert Geduld ein

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Nach der bitteren Niederlage im El Clasico konnte der FC Barcelona im Champions-League-Spiel gegen Juventus Turin einen immens wichtigen Sieg (Spielbericht) einfahren. Nach dem Rücktritt von Präsident Josep Bartomeu (mehr Infos >>) und dem 2:0-Auswärtssieg in Turin dürfte bei den Katalanen wieder etwas Ruhe einkehren.

Gänzlich anders verhält sich die Lage bei Italiens Serienmeister Juventus Turin. Nach nur zwei Siegen aus den ersten fünf Ligaspielen und der Champions-League-Niederlage ist die Stimmung bei den erfolgsverwöhnten Italienern angespannt. Die von Verletzungen und der Corona-Pandemie gebeutelte Mannschaft von Trainer Andrea Pirlo ist nach der Kader-Verjüngung noch nicht am Niveau der vergangenen Jahre.

Pirlo: "Wird eine Weile dauern"

Nach dem 0:2 gegen Barcelona musste auch Pirlo zugeben, dass seiner Mannschaft momentan einfach die Qualität fehle: "Wir wussten, dass es schwer wird gegen eine Mannschaft, die sehr gut Fußball spielt, die es gewohnt ist, auf diesem Niveau zu spielen, während wir daran arbeiten."

Dass der Trainer neben Superstar Cristiano Ronaldo noch auf Giorgio Chiellini, Alex Sandro oder Matthijs de Ligt verzichten muss, macht die Situation nicht leichter. "Ich hoffe, bald wieder mehr Spieler zu haben, denn ich habe nicht viele Möglichkeiten, und diejenigen, die spielen, müssen am Ende zweimal pro Woche fast 90 Minuten ran. Das ist nicht leicht für sie, vor allem, wenn sie jung und unerfahren sind", sprach der Juve-Coach die Unerfahrenheit von Akteuren wie Dejan Kulusevski oder dem spät ausgeschlossenen Merih Demiral gegenüber "Sky Sport Italia" nach dem Match an.

Daher forderte Pirlo etwas Geduld mit seiner Mannschaft ein: "Wir hatten riesige Spieler mit viel internationaler Erfahrung, jetzt sind sie weitgehend jünger, es wird also eine Weile dauern, bis sie auf dieses Niveau gebracht werden."

Barca mit Schritt nach vorne

Die Stimmung bei der Sieger-Mannschaft aus Barcelona war dementsprechend besser. Trainer Ronald Koeman war mit dem Spiel seiner Mannschaft zufrieden: "Wir haben oft den freien Mann im Zentrum gefunden und hatten eine gute Tiefe im Spiel. Das Ergebnis ist fair. Wir hatten sehr klare Chancen und hätten das Spiel früher entscheiden müssen."

Auch die zuletzt in der Kritik gestandenen Franzosen Antoine Griezman und Ousmane Dembele zeigten in der Offensive gute Leistungen. Dembele brachte die Katalanen mit einem abgefälschten Schuss von der Strafraumgrenze in Führung und auch sein Landsmann Griezman sorgte mit einigen Abschlüssen für Gefahr. Von seinem Trainer gab es dafür ein Sonderlob: "Antoine Griezman hatte Pech, seine Schüsse hätten kaum besser sein können."

Dass die Stimmungslage im Lager der Katalanen nach dem Sieg besser nicht sein könnte, zeigte auch die Social-Media-Abteilung, die sich einen Seitenhieb in Richtung von Juve-Superstar Cristiano Ronaldo nicht verkneifen konnte. Der Portugiese durfte aufgrund seiner Corona-Infektion in der Partie noch nicht mitwirken.


Textquelle: © LAOLA1.at

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