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Milans desaströser CL-Halbfinal-Start: "Waren nur Zuschauer"

Die "Rossoneri" wurden in den Anfangsminuten des Champions-League-Hinspiels komplett überrumpelt. Inter Mailand legt im "Derby della Madonnina" vor.

Milans desaströser CL-Halbfinal-Start: Foto: © getty

Vorteil Inter!

Die "Nerazzurri" behalten in einem der meist entgegengefieberten Mailänder Stadt-Derbys der jüngeren Geschichte die Oberhand und bezwingen den AC Milan im Hinspiel des Champions-League-Halbfinales mit 2:0 (Spielbericht >>>).

Es war ein Ergebnis, das durchaus das eine oder andere Tore mehr zugelassen hätte. Am Ende mussten die Zuschauer im randvollen San Siro aber mit zwei Toren nach elf Spielminuten vorliebnehmen.

Inter Mailand überrumpelte seinen Stadtrivalen in den Anfangsminuten komplett. Ein Volley von Edin Dzeko stellte bereits nach acht Minuten auf 1:0, nur wenige Augenblicke später legte Henrik Mkhitaryan das zweite Tor nach.

"Ab der ersten Minute bereits hatten wir einen riesigen Willen, dieses Spiel zu gewinnen", bringt es Mkhitaryan nach dem Spiel auf den Punkt.

Früher Doppelschlag für Inter "natürlich sehr wichtig"

"Wir haben uns viel vorgenommen, haben hoch angepresst, zwei sehr frühe Tore erzielt. Das war natürlich sehr wichtig", ergänzt Dzeko. Es hätte aber nicht bei zwei Toren bleiben müssen.

 

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Unter anderem hätte Inter Mailand noch in Durchgang eins beinahe einen Elfmeter erhalten. Nach kurzem Video-Studium durften die Milan-Fans jedoch wieder aufatmen. 

Auch wenn Inter das dritte Tor verwehrt blieb, zeigen sich die "Nerazzurri" mehr als glücklich mit ihrer dargebotenen Leistung. "Wir haben das Spiel diktiert. Wie sind heute sehr zufrieden", erklärt Dzeko. 

Milan hadert: "Sie waren gieriger"

Ein ganz anderes Bild zeigt sich natürlich auf Seiten der "Rossoneri". Der AC Milan kann bis zu einem gewissen Grad glücklich, nur zwei Gegentore erhalten zu haben. Gerade in der Anfangsphase wirkte die Mannschaft von Stefano Pioli sehr unkonzentriert.

"Ich denke, wir sind sehr schlecht in das Spiel gestartet", erklärt Milan-Verteidiger Malick Thiaw bei "DAZN".

"Die ersten 25 bis 30 Minuten hatte Inter das Spiel vollkommen unter Kontrolle. Wir kamen gar nicht zum Zug, beim Spielaufbau nicht, kamen gar nicht ins letzte Drittel. Sie waren gieriger. Sie haben die Zweikämpfe angenommen und wir waren nur Zuschauer", gibt der junge Deutsche zu verstehen.

Rossoneri zu sehr abhängig von Rafael Leao?

Der Ausfall von Rafael Leao, der wegen Adduktorenbeschwerden fehlte, habe Milan natürlich sehr geschmerzt. Man konnte am Mittwoch durchaus eine kleine Abhängigkeit vom torgefährlichen Portugiesen ausmachen.

"Natürlich, unser Spiel hängt viel von Rafael Leao ab. Es ist sehr schade, dass er das Spiel nicht spielen konnte, aber wir hoffen, dass er im Rückspiel dabei sein wird", so Thiaw.

Im Rückspiel müsse Milan dann aber von Minute eins an hellwach agieren. "Wir müssen All-In gehen. Wir liegen 0:2 hinten. Wir haben nichts mehr zu verlieren."

Thiaw: "Tut mir leid für die Milan-Fans"

Kommenden Dienstag steht bereits das Rückspiel auf dem Programm. Der Schauplatz wird mit dem San Siro der gleiche sein. Für Stimmung wird erneut gesorgt sein. Bereits im Hinspiel sorgten beide Fanlager für einen absoluten Hexenkessel.

"Die Stimmung war so zu erwarten, hat das Ganze aber nochmal ein bisschen übertroffen. Es tut mir leid für die Milan-Fans, dass wir so eine Leistung abgerufen haben", sagt Thiaw.

Das offizielle Heimteam kommende Woche ist aber Inter Mailand. Nach dem Hinspiel werden die "Nerazzurri" auch das Team mit deutlich breiterer Brust sein.

"Wir spielen wieder zuhause im nächsten Spiel und werden das sicher gut bestreiten", so Mkhitaryan.

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