Rapid muss sich gegen Austria mit Remis begnügen

Rapid muss sich gegen Austria mit Remis begnügen Foto: © GEPA
 

Der SK Rapid und die Wiener Austria trennen sich im 334. Wiener Derby in der 17. Runde der Admiral Bundesliga mit einem 1:1.

Die Austria legt einen Blitzstart hin: Während die Rapid-Verteidigung augenscheinlich gedanklich noch in der Kapine ist, trifft Matthias Braunöder nach 51 Sekunden nach einer Vorlage von Ziad El Sheiwi von der rechten Strafraumseite ins lange Eck.

Vom frühen Rückstand erholt sich Rapid gut, die Mannschaft von Neo-Coach Ferdinand Feldhofer wird immer besser. In der 23. Minute begeht Eric Martel im Strafraum ein unnötiges Foul an Robert Ljubicic, Schiedsrichter Altmann entscheidet auf Elfmeter. Den fälligen Strafstoß versenkt Ercan Kara eiskalt. Im Anschluss zieht sich die Austria noch weiter zurück. Kurz vor der Pause knallt Christoph Knasmüllner einen Freistoß aus gut 20 Metern an die Latte.

Die Austria kommt wieder wie die Feuerwehr aus der Kabine, Marco Djuricin spielt einem Stanglpass ins Strafraumzentrum, wo Filip Stojkovic den Ball gerade noch abfangen kann. Rapid ist zwar immer noch überlegen, aber nicht mehr in dem Ausmaß wie in Durchgang eins. Taxi Fountas vergibt für die Gastgeber mehrfache gute Chancen. Rapid bleibt damit im heimischen Allianz Stadion weiterhin ohne Sieg gegen die Veilchen.

Rapid schiebt sich in der Tabelle auf Platz fünf, die Austria ist Sechster. Beide Teams halten bei 21 Punkten.

Blitzstart der Austria

Braunöder war es, der - neben schwacher Defensivarbeit von Grün-Weiß - für einen Paukenschlag sorgte: Der unbedrängte 19-Jährige beförderte eine Hereingabe von Ziad El Sheiwi ins lange Eck und erlegte Feldhofer damit eine erste Prüfung auf.

Rapid gestaltete in der Folge dann auch das Spiel, agierte dabei aber nur mäßig kreativ. Vor allem Aktivposten Taxiarchis Fountas trat mehrmals in Erscheinung. Der Grieche schoss aus der Drehung über das Tor (10.) bzw. leicht abgefälscht ans Außennetz (18.) und brachte Austria-Goalie Patrick Pentz mit einem zu zentralen Weitschuss nicht in Verlegenheit (18.).

Violett tauchte offensiv hingegen fast völlig ab und verlor noch dazu früh Außenbahnspieler El Sheiwi mit einer Fußblessur. Für ihn wechselte Manfred Fischer vom Zentrum an die Seite, der neu gekommene Can Keles agierte nun neben Stürmer Marco Djuricin. Den Ausgleich konnten sie auch nicht verhindern: Nach einem ungeschickten Foul Eric Martels an Robert Ljubicic agierte Kara vom "Punkt" souverän.

Rapid am Drücker

Rapid hätte noch vor der Pause erhöhen können, vor allem Christoph Knasmüllner mit einem Latten-Klopfer beim Freistoß (42.) scheiterte daran nur hauchdünn. Die Austria verzeichnete hingegen lediglich eine weitere Szene, als Martin Moormann einen Keles-Versuch gefährlich abfälschte (45.+1).

Und doch wären die "Veilchen" fast mit einem Deja-vu in die zweite Hälfte gestartet: Beim behäbigen Spielaufbau der Hausherren intervenierte Djuricin wenige Sekunden nach Wiederbeginn erfolgreich und zog in den Strafraum. Seinen brandgefährlichen Stanglpass fing Filip Stojkovic per Hasardaktion vor Aleksandar Jukic aber noch ab. Und auch wenn Fountas Pentz zu einer weiteren Parade zwang (52.), war die Partie, in der es teilweise hartes Einsteigen und sieben Gelbe Karten gab, nun etwas ausgeglichener.

Für die - wenigen - offensiven Highlights aber sorgte im Dauerregen weiter Rapid. Kara zielte nach sehenswerter Ballmitnahme am langen Eck vorbei (64.), Maximilian Ullmann brachte Pentz mit einem Weitschuss leicht ins Schwitzen (69.). Im Finish verzog Fountas aus gut zwölf Metern bei einer echten Topchance (82./drüber), es blieb beim Remis. Zum fünften Mal in Folge endete damit ein Derby mit einem Unentschieden.

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