Salzburg kassiert in Klagenfurt erste Liga-Pleite

Salzburg kassiert in Klagenfurt erste Liga-Pleite Foto: © GEPA
 

Die Krise des FC Red Bull Salzburg setzt sich auch in der Admiral Bundesliga fort.

Die "Bullen" verlieren nach dem Champions-League-Match in Lille auch bei Aufsteiger Austria Klagenfurt. Am 16. Spieltag müssen die "Bullen" mit einem 1:2 im Wörthersee Stadion die erste Bundesliga-Pleite einstecken.

Einer auf fünf Positionen durchrotierten Salzburger Mannschaft merkt man die fehlende Form von Beginn weg an, in vielen Offensivaktionen fehlt bei den "Bullen" das Selbstverständnis.

Nach 30 Minuten wird Salzburg dann eiskalt erwischt: Nach einem strittigen Ballgewinn von Christopher Cvetko gegen Oumar Solet legt Markus Pink auf den mitgelaufenen Turgay Gemicibasi ab, der flach und genau einschiebt (30.). Schiedsrichter Gerhard Grobelnik dürfte dabei allerdings ein Stürmerfoul von Cvetko übersehen haben, auch der VAR schreitet nicht ein.

Nach Seitenwechsel kann sich Salzburg steigern und kommt zu einigen guten Möglichkeiten, bei der besten kann Klagenfurt-Keeper Philip Menzel einen Gewaltschuss von Luka Sucic parieren (68.).

Ein Tor gelingt allerdings den Klagenfurtern in Form von Markus Pink, der die einzige Klagenfurter Möglichkeit im zweiten Durchgang zum 2:0-Endstand verwertet (81.). In der Nachspielzeit sorgt Rasmus Kristensen lediglich für Ergebniskosmetik (90.+1).

Salzburg ist mit 39 Punkten dennoch weiterhin ungefährdeter Spitzenreiter, der aktuelle Vorsprung auf Rang zwei bedrängt zwölf Zähler. Klagenfurt schiebt sich dank des Dreiers mit 22 Zählern auf Rang vier vor.

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Probleme für Salzburg beginnen schon vor Anpfiff

Einen "Stern-Tag" hatte sich Klagenfurt-Coach Peter Pacult gewünscht, und er bekam ihn. Seine Truppe fügte den meist ideenlosen Gästen die erste Liga-Niederlage seit 21. April 2021 (2:3 bei der WSG Tirol) zu und kletterte 17 Punkte hinter Salzburg zumindest bis zum Sonntag auf Platz vier. Im eigenen Stadion ist man weiter ohne Niederlage.

Salzburg ereilte schon beim Aufwärmen vor dem Spiel die Hiobsbotschaft von einer leichten Oberschenkelblessur von Innenverteidiger Maximilian Wöber, Sommer-Neuzugang Kamil Piatkowski musste ins kalte Wasser springen. Der Pole, der sich Mitte September den Knöchel gebrochen hatte, war bei seinem "Blitzcomeback" eigentlich für die Bank vorgesehen gewesen. Abgesehen davon rotierte Jaissle relativ intensiv, nahm im Vergleich zu Lille vier Veränderungen vor.

Daouda Guindo versuchte sich in der Viererkette links erstmals von Beginn an, in der Verteidigungszentrale agierte Oumar Solet statt Jerome Onguene und im Mittelfeld rückten Nicolas Capaldo sowie der bisher nur selten gefragte Antoine Bernede ins Team.

Strittige Entscheidung vor dem 1:0

Salzburg tat sich wie schon in den vergangenen Wochen schwer, seine spielerische Dominanz in Gefahr umzusetzen, vorerst fiel nur ein flacher Fernschuss von Mohamed Camara (Phillip Menzl hielt/5.) in diese Kategorie. Dafür hatte auch Menzls Gegenpart Philipp Köhn nach hohem Ballgewinn der Hausherren und Halbvolley-Versuch Florian Rieders zu tun (16.).

Die Führung kam so nicht ganz ohne Ankündigung, auch wenn so mancher in der Entstehung ein Foul Christopher Cvetkos gegen Solet beim Ballgewinn gesehen hatte. Nicht aber Schiedsrichter Gerhard Grobelnik, der die Szene nach VAR-Intervention prüfte. Damit war der Treffer von Gemicibasi nach Assist Pinks gültig und Salzburg in der Zwickmühle.

Denn die Müdigkeit war den Gästen anzusehen, das disziplinierte, physische Spiel der auf Konter lauernden Kärntner bereitete ihnen Kopfzerbrechen. Immerhin wurden die Möglichkeiten besser: Adeyemi zielte nach einem schnellem Vorstoß am langen Eck vorbei (40.), Sesko jubelte kurz vor der Pause zu früh, weil er knapp im Abseits gestanden war (42.).

Salzburgs Tor kommt zu spät

Richtig spürbar war die Gästedominanz erst etwa zur Stundenfrist. Da hatte Grobelnik infolge eines Fouls von "Joker" Luka Sucic auf Elfer, nach Videostudium auf Freistoß entschieden. Das motivierte Salzburg zusätzlich, Adeyemi (drüber/67.), Sucic nach schönem Solo (Menzl parierte/68.) oder wieder Sucic (vorbei/72.) sorgten für violette Schrecksekunden.

Der Ballbesitz blieb hoch, die zündenden Ideen fehlten. Das wurde im Finish bitter bestraft. Pink schloss einen schnellen Spielzug über fünf Stationen ohne Salzburger Intervention im Strafraum ab, Köhn bugsierte den freilich scharfen Ball ins eigene Tor. Kristensens fünfter Saisontreffer in der Nachspielzeit kam zu spät.

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