Zellhofer vor Comeback: "Nicht alles ändern"

Zellhofer vor Comeback: Foto: © GEPA
 

Georg Zellhofer steht in der Verantwortung. Nach mehr als zehn Jahren kehrt der Sportdirektor des SKN St. Pölten am Samstag (17.00 Uhr) in Altach als Interimstrainer auf die Betreuerbank der Bundesliga zurück.

Der 60-Jährige will sich mit seinem Team auf die "Basics" zurückbesinnen. Parallel dazu ist er in die Suche nach seinem eigenen Nachfolger involviert - auch wenn Zellhofers Hauptfokus derzeit der Mannschaft und der Mission Klassenerhalt gilt.

Zellhofer bis Saisonende auf der Bank?

Ob er bis Saisonende als Trainer fungiere, hänge auch von den Alternativen ab. "Es gibt dort und da Ideen, über die man sich Gedanken macht", sagte Zellhofer der APA.

Wenn es für den Klub Sinn mache und man fündig werde, sei die Einsetzung eines neuen Trainers "sicherlich ein Thema". Bis dahin bekleidet der frühere Rapid- und Austria-Coach nach der zu Wochenbeginn erfolgten Trennung von Robert Ibertsberger auch dieses Amt.

"Nicht alles komplett umdrehen"

Er gehe mit einem positiven Gefühl in die kommenden Wochen, versicherte Zellhofer. "Die Mannschaft ist hell, sie horcht, sie ist da." Viel ändern werde er nicht. "Man muss jetzt nicht alles komplett umdrehen."

Das Trainerteam sei intakt, er werde sehr gut unterstützt. "Es ist viel investiert worden. Wir haben nur ein Problem gehabt: Die Ergebnisse und die Punkte haben wir nicht eingefahren."

Nach nur einem Sieg in den vergangenen 13 Partien und dem 0:1 gegen Schlusslicht Admira finden sich die St. Pöltner plötzlich punktegleich mit dem NÖ-Rivalen und Altach mitten im Abstiegskampf wieder.

Zellhofer: "Bin nicht naiv"

In diesem will Zellhofer "gewisse Basics" zum Hauptthema machen. "Wir wollten es relativ einfach belassen. Wir waren in der Offensive immer gefährlich, haben in der Defensive aber extrem viel angeboten. Dazwischen müssen wir eine gute Balance finden."

Selbst mit Angriffsfußball "vom Allerfeinsten" könne es in der Qualifikationsgruppe schnell auch in die andere Richtung gehen. Die Runde sei beinhart.

"Ich bin nicht naiv, da muss man aufpassen", betonte Zellhofer. Jeder könne die Tabelle lesen, wisse damit "was es geschlagen" hat. "Man muss aber auch aufpassen, dass man sich nicht zu Tode fürchtet."

Chance ausgelassen

Eine komfortablere Position hatten die St. Pöltner mit dem Verpassen der lange Zeit in Reichweite scheinenden Meisterrunde verspielt.

Diese sei zwar nie als Ziel ausgegeben worden, betonte der Sportdirektor - die Chance war mit Rang fünf noch im Dezember aber da. Zellhofer: "Es hat am Schluss nicht mehr funktioniert, wir waren nicht mehr konstant, aber da braucht man nicht nachjammern. Es war vielleicht auch ein Lernprozess."

Zellhofer setzt auf Schmidt

Man könne sich nicht nur auf die Tore von Alexander Schmidt (10 Saisontreffer) und Dor Hugi (7) verlassen.

Schmidt war von Ibertsberger jüngst nicht mehr eingesetzt worden, Zellhofer hält aber große Stücke auf den 23-Jährigen, dem zuletzt auch Sprunggelenksprobleme zu schaffen machten. "Er kann aus jeder Situation ein Tor machen, hat unglaubliches Potenzial. Ich bin heilfroh, dass wir ihn haben."

Im Winter sei für Schmidt ein "sehr interessantes, lukratives" Angebot des LASK vorgelegen. Zellhofer entschied sich dagegen.

"Er ist ein Spieler, der den Unterschied ausmachen kann. Aber auch er muss in gewissen Bereichen das machen, was für uns wichtig ist." Im unteren Play-off seien auch andere Tugenden gefragt.

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