Wegen Transfersperre: St. Pöltens U14 zieht zurück

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Am vergangenen Dienstag mussten die U14-Trainer des SKN St. Pölten ihren Schützlingen eine traurige Nachricht überbringen: Ihre Mannschaft wird im Frühjahr nicht an der Meisterschaft teilnehmen.

Anstatt als Tabellenführer mit 24 Punkten aus zehn Spielen und einem Torverhältnis von 64:11 nach dem Titel zu greifen, muss das Team der U14-B in den kommenden Wochen mitansehen, wie eine andere Mannschaft Meister wird.

Der Grund: Die Transfersperre, die die FIFA gegen den SKN St. Pölten verhängt hat. Denn nicht nur bei den Profis, sondern auch im Nachwuchs durften die Niederösterreicher im Winter keine Neuzugänge anmelden.

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Im Herbst stellte der Verein zwei U14-Teams: eines in der Landesliga und eines in der Jugendhauptgruppe. Zweitere Mannschaft ist eigentlich eine U13, spielt aber gegen ein Jahr ältere Gegner. Zudem gibt es noch eine reguläre U13.

Zehn Neuzugänge hängen in der Luft

Im Winter haben einige Kinder die Teams verlassen, unter anderem hat sich der SK Rapid die Dienste eines Talents gesichert. Insgesamt zehn SpielerInnen wollten neu zu den drei Teams kommen, trainieren schon länger mit, können aufgrund der Transfersperre aber nicht angemeldet werden und sind demnach nicht spielberechtigt.

Weil die Spieler und Spielerinnen nicht auf die Kaderlisten der beiden U14-Teams gesetzt werden dürfen, sondern nur auf jeweils eine, fehlt es schlichtweg an Personal. „Wir haben nur noch zwölf Spieler im Kader der U14-B. So können wir in keine Meisterschaft gehen“, sagt Trainer Manfred Brückl, der auch als Nachwuchskoordinator tätig ist, gegenüber LAOLA1.

"Ein Riesenschlag ins Gesicht"

Also wird das Team im Herbst nicht mehr antreten. Brückl zerknirscht: „Es ist schade, aber uns bleibt nichts anderes übrig.“

Dass die Transfersperre Auswirkungen auf fußballbegeisterte Kinder hat, ärgert ihn: „Für uns ist das ein Riesenschlag ins Gesicht. Das ist sehr unverständlich und tut mir unglaublich leid.“

"Es kann doch nicht sein, dass die FIFA das bewirken will – 12- und 13-jährigen Kindern wie uns das Fußballspielen zu verbieten!"

Eines der Kinder ist maßlos enttäuscht: „Das kann doch nicht sein, dass wir als Kinder für einen Streit in der Profiliga bestraft werden! Es kann doch nicht sein, dass die FIFA das bewirken will – 12- und 13-jährigen Kindern wie uns das Fußballspielen zu verbieten! Ich liebe Fußball und ich glaube fast, ich liebe den Sport mehr als alle Verantwortlichen bei der FIFA zusammen. Denn wenn sie ihn so lieben würden wie ich, dann würden sie ihn mir nicht verbieten.“

Suche nach Lösungen

In St. Pölten wird an einer Lösung gearbeitet, den Kindern auch im Frühjahr Spiele bieten zu können.

„Wir werden versuchen, Woche für Woche Freundschaftsspiele zu bestreiten. Im Idealfall rutschen wir nur aus der Tabelle, spielen aber wie bereits terminisiert gegen den jeweiligen Gegner. Wir würden das gerne so machen, brauchen dafür aber eine Genehmigung“, hofft Brückl auf eine Lösung, bei der auch die Neuzugänge, die nicht in der Meisterschaft spielberechtigt sind, auf ihre Kosten kommen.

Zudem wolle man die betroffenen, regulär angemeldeten Kicker auf die Kaderlisten der U14-A und der U13 aufteilen, um ihnen auch die Chance zu geben, Bewerbsspiele zu absolvieren. „Den Kindern ist es wichtig, Meisterschaft zu spielen, in einer Tabelle messbar zu sein“, sagt er.

Textquelle: © LAOLA1.at

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