Silberberger: "Tradition spielt nicht Fußball"

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Mit hohem Ambitionen startet Aufsteiger WSG Swarowski Tirol in seine erste Bundesliga-Saison.

"Wir streben nach dem bestmöglichen Erfolg", erklärt Coach Thomas Silberger, der die Tiroler innerhalb von sechs Jahren von der Westliga in die Bundesliga führte, im Kurier-Interview.

"Wenn ich jetzt Platz fünf nenne, dann wird jeder sagen, dass das vermessen ist. Grundsätzlich wollen wir auch in der nächsten Saison in der Bundesliga spielen."

"Dieses Ziel können wir mit Rang sieben erreichen, es kann aber auch sein, dass wir mit Hundsschande Elfter werden. Ich bin aber überzeugt, dass wir da drinnen bestehen werden", so der 46-Jährige, der aber durchaus damit rechnet, als Aufsteiger auch einmal in das eine oder andere Debakel zu laufen. "Solche Partien stehen uns als Aufsteiger auch zu."

Langfristige Ziele

Silberberger hat mit Wattens aber vor allem langfristige Ziele: "Wir haben durch unseren Aufstieg und die Situation bei Wacker eine historische Chance, uns über Jahre in Tirol zu positionieren. Wir wollen uns einzementieren. Unser großer Vorteil ist das Netzwerk unserer Präsidentin, das Netzwerk der Firma und der Familie Swarowski. Und wer Diana Langes kennt, der weiß, dass sie sich nicht allzulange in der Qualifikationsgruppe aufhalten möchte. Da gibt es längerfristige Ziele, da reden wir von 2025. Wir wollen einen FC Tirol in der Gesamtlösung mit Akademie und Trainingszentrum."

Die diesbezügliche Aufregung mancher Fans kann Silberger nicht nachvolleziehen: "Wer Tradition will, der muss zur Blasmusik oder zu den Schützen, aber Tradition spielt nicht Fußball. Im Fußball musst du mit der Zeit gehen und dich weiterentwickeln."

"Stadion der Tiroler Bevölkerung"

Dementsprechend offensiv ist auch seine Ansagen bezüglich der nahen Zukunft. In fünf Jahren sieht Silberberger WSG Swaroswki Tirol "im Idealfall in der Bundesliga unter den ersten fünf, mit einer totalen Identifikation in Tirol und einem Zuschauerschnitt von 7.000 bis 8.000. Dass wir das sind, wofür der FC Tirol Ende der 1980er Jahre unter Ernst Happel gestanden ist: Eine Topadresse in Österreich."

Gespielt werden soll entgegen der Träume der Präsidentin, die gerne ein Stadion in Wattens hätte, am Tivoli: "Wir wollen das Stadion der Tiroler Bevölkerung bespielen. Und das ist nun einmal das Tivolistadion."

Textquelle: © LAOLA1.at

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