Schopp: "Ich war ein Verrückter"

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Der TSV Hartberg könnte den erfolgreichen Herbst im Frühjahr noch vergolden.

Mit Platz sechs haben die Steirer alle Erwartungen übertroffen, das risikoreiche Spiel von Markus Schopp hat sich durchgesetzt.

Wie er selbst im "Kurier" zugibt, ist es genau das, was er sich von seinen Spielern erwartet: "Ich war immer risikofreudig. Als Spieler war ich ein Verrückter. Ich wollte bei jeder offensiven Aktion meine Füße im Spiel haben. Mut, Entschlossenheit, Leidenschaft - das fordere ich so von meinen Spielern ein. Auch wenn es im Profibereich immer um das Resultat geht."

Bei den Steirern ist man darauf angewiesen, auch ein gutes Händchen bei Transfers zu haben und aufgrund der überschaubaren finanziellen Mittel mögliche Talente mit Potenzial einzubauen, die möglicherweise erst deutlich später an ihre Leistungsgrenze gehen können. Hartberg fährt damit gut, wie etwa das Vertrauen in Rajko Rep beweist.

"Ich muss aufgrund der knappen Finanzen noch genauer hinschauen und auch den einen oder anderen Kompromiss mehr eingehen. Leider können wir spannende Spieler noch nicht längerfristig an den Verein binden. Will Hartberg weiter wachsen, muss es das Ziel sein, aus Spielerverkäufen vermehrt Transfererlöse zu erzielen", so Schopp.

Als Trainer fühlt sich Schopp gereift. Schon aus seiner Spielerzeit hat er viel mitgenommen und durfte von den Besten lernen. Pep Guardiola war für ihn schon als Mitspieler bei Brescia wie ein Trainer, "er hat einen unglaublichen Intellekt."

"Es gibt nicht nur einen richtigen Weg"

Als Trainer war für ihn der Schritt von Sturm Graz nach St. Pölten der wichtigste.

Dort lernte er als Co-Trainer von Oliver Lederer und danach Didi Kühbauer zwei sehr unterschiedliche Herangehensweisen kennen. "Ich schätze beide, weil sie in ihren Ideen so klar sind. In St. Pölten hat sich gezeigt, dass die Mannschaft eindeutig den einen Weg und nicht den anderen gebraucht hat."

Allerdings sieht sich Schopp als Pragmatiker: "Es gibt nicht nur einen richtigen Weg, der immer gilt." Seiner ist derzeit erfolgreich. Ob es deshalb eine Fortsetzung des Dienstverhältnisses über den Sommer hinaus gibt?

Schließlich hat der Steirer wie schon im Vorjahr nur einen Vertrag bis Saisonende bekommen. "Dass es jetzt wieder ein Jahr läuft, hängt damit zusammen, dass ich eine gewisse Freiheit haben möchte."

Textquelle: © LAOLA1.at

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