Was Red Bull Salzburg besser machen muss

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Ein Bundesliga-Startrekord mit acht Siegen in Folge, der erfolgreiche Auftakt in die Europa-League-Gruppenphase mit dem Erfolg in Leipzig.

Aber beim FC Red Bull Salzburg schwimmt man nicht in purer Zufriedenheit. Das hat klare Gründe, die sich nicht nur beim Out im Champions-League-Playoff gegen Roter Stern Belgrad, sondern auch im Liga-Schlager gegen den SK Rapid offenbarten – diesmal gerade noch ohne Folgen.

Salzburg spielt dominanten Offensivfußball, der in der Regel die gewünschten Früchte trägt. Aber nach dem Geschmack von Marco Rose werden die Spiele viel zu oft noch spannend, wie der Bullen-Trainer auch in der Nachbetrachtung am Sonntag (HIER nachlesen) erneut bekritteln musste.

Es passt nicht zum eigenen Spiel

Der zwischenzeitliche Ausgleich der Leipziger, der Anschlusstreffer Rapids oder eben das 2:2 nach 0:2 für Roter Stern Belgrad – Spiele, die Salzburg mit klaren Führungen unter Kontrolle hatte und (fast) noch aus der Hand gab.

Auch beim 3:1 über die Admira Anfang September durften die Südstädter ihre Hand in der Schlussphase an einen Punktgewinn legen.

"Das Problem an der Nummer ist, dass es überhaupt nicht zu uns passt, wie wir mit und gegen den Ball ein richtig gutes Spiel machen und uns dann über ein, zwei Aktionen noch einmal in Gefahr bringen", meinte Rose nach dem Rapid-Spiel.

Mutiger Fußball auch ein Erfolgsgarant

Der verortete Grund für dieses Phänomen: In manchen Situationen etwas zu viel Fokus auf das Spiel nach vorne.

"Der Fußball, den wir spielen, lebt von viel Aktivität. Die leben wir aus, indem wir umschalten und Bälle gewinnen. Dann sind auch alle vorn dabei. Aber wenn man 2:0 führt, kann man den einen oder anderen Mann vielleicht mehr in der Absicherung lassen", so der Salzburg-Trainer.

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Das Problem sei nicht, dass man zu viel wolle. Man müsse gerade junge Spieler einfach spielen lassen, mutiger Fußball mit Freiheiten, allerdings "schon mit gewissen Aufgaben" sei ein wichtiges Element der Salzburger Philosophie, egal bei wem man antrete.

Hungrig und gierig zu bleiben, mit Freude und Leistungsbereitschaft Fußball zu spielen, seien letztlich auch Erfolgsgaranten der Salzburger Herangehensweise.

"Es geht mehr darum, was wir in der eigenen Hälfte machen. Oder wie wir gestaffelt sind, wenn wir den Ball verlieren. Dass wir dann noch versuchen, das dritte oder vierte Tor zu machen, werde ich den Jungs nicht nehmen und das werde ich ihnen auch nie vorwerfen. Nur drumherum müssen wir ein paar Dinge basteln, damit wir das Ding auch zu Null nach Hause bringen."

Mehr Einsatz bei Standards

Nicht nur das Umschaltverhalten in die Defensive müsse dabei im Fokus stehen, auch das Verhalten bei Standardsituationen wird noch Zuwendung brauchen.

Den Rapid-Gegentreffer fing man sich etwa aufgrund mangelnder Zuteilung bei einer Standardsituation ein, auch der vermeintliche und aberkannte Ausgleich wäre nach einem Eckball verbucht worden.

"Der Vorwurf geht los, wenn wir Standardsituationen in torgefährlichen Räumen ziehen und sie dann noch so verteidigen, wie wir sie gegen Rapid verteidigt haben. Das ist schwierig, da müssen wir besser werden, klarer werden, auch einmal den Körper reinstellen", verlangte Rose.

Rose imponierte die Reaktion

Die gute Nachricht für den Deutschen: Die Spieler sind sich dieser Fehler bewusst. Das sah Rose auch anhand der Reaktionen nach Abpfiff beim 2:1 über Rapid.

Die besten Bilder der achten Bundesliga-Runde:

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Salzburg - Rapid 2:1

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Wacker Innsbruck - Admira 1:3

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Austria Wien - LASK 0:3

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Sturm-Mattersburg 1:2

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Altach - WAC 0:1

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St. Pölten - Hartberg 3:0

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"Ich muss sagen, das fand ich sehr geil. Ich dachte: Haben wir einen Punkt geholt, oder was ist los? Das war keine klassische Reaktion, wie sie nach einem Sieg gegen Rapid sein sollte – jeder wusste, dass in den letzten fünf Minuten irgendwas nicht so akkurat gelaufen ist", meinte Rose.

"Weil alle gespürt haben, dass wir da an einem Ding vorbeigeschrammt sind, welches wir nicht gebraucht hätten und unserem Spiel überhaupt nicht gerecht geworden wäre. Die Jungs haben ein feines Gespür dafür, und das ist ein wichtiger Faktor – weil sie verstehen, was ich meine, wenn ich Kritik übe. Weil sie es eben auch so empfinden."

Eine gute Voraussetzung für eine Aufarbeitung der letzten beiden Spiele. Ob die Lehren daraus beherzigt werden, muss sich in den kommenden Partien zeigen.

Sollte nämlich in der zweiten Cup-Runde beim SC Schwaz (Mi., 20:30 Uhr im LIVE-Ticker) etwas schieflaufen, würden sich die Diskussionen kaum auf diesen Aspekt beschränken.

Textquelle: © LAOLA1.at

FC Bayern gibt gegen Augsburg erstmals Punkte ab

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