Endstand
1:5
0:4, 1:1
news

WAC: "Watschen, die wir zum Aufwachen brauchen"

Saft- und kraftlos! Aber Wolfsberger haben nur drei Tage zum Vergessen:

WAC: Foto: © GEPA

Ein Spiel zum Vergessen! Und das ausgerechnet vor der "Partie des Jahres" für den Wolfsberger AC.

Auswärts bei Gzira United muss ein Sieg in der Conference-League-Qualifikation her, sonst sind die in der Vorsaison verdienten Europacup-Früchte schon wieder verfault.

Das 1:5 gegen den LASK mitsamt der Gala von Marin Ljubicic (HIER nachlesen>>>) war aber in keiner Hinsicht ein Auftritt, der für Selbstvertrauen sorgen wird. Nichtsdestotrotz versuchte Leitfigur Michael Novak - zur Halbzeit eingewechselt auch für den Ehrentreffer verantwortlich - den Blick nach vorne zu richten.

"Wenn nach so einer Partie der Kopf nicht hängt, ist etwas falsch. Aber im Sport geht es darum, dass du wieder aufstehst. Und es ist gut, dass es jetzt gleich weitergeht. Wir haben eine Aufgabe vor uns, die wir packen können. Wir nehmen das heute als die Watschen, die wir brauchen, um vielleicht aufzuwachen. In ein paar Tagen sind wir dann voll da und arbeiten weiter an unseren Zielen", verspricht der Verteidiger bei "Sky".

System alleine hilft nicht

Bevor das eintreten kann, musste der 31-Jährige noch auf der Bank mitansehen, wie seine Kollegen in einen 0:4-Rückstand zur Pause schlitterten.

"Ich bin draußen gesessen und habe mir gedacht: Was ist da jetzt los?", so der noch etwas überfragt wirkende Novak.

Zumal der WAC zwei Systeme probierte - und in beiden ähnlich schlecht aussah. "Das System gibt die Form vor, aber die Form muss schon mit unseren Tugenden gefüllt werden. Wenn du in der ersten Halbzeit zwei Systeme spielst und in beiden nicht gut ausschaust, ist es in erster Linie keine Systemfrage."

Zuerst müssten Laufbereitschaft, die Intensität, die Zweikämpfe und die Schnelligkeit im Kopf stimmen. "Ich habe von außen ein bisschen das Gefühl gehabt, dass das fehlt, ohne das klugscheißerisch einordnen zu wollen."

Dutt schreckten die Räume in der Abwehr

Trainer Robin Dutt hat nun nur bis Dienstag Zeit, die Köpfe wieder nach oben zu richten. Das Rückspiel auf Malta steht schon in drei Tagen an.

"Die erste Halbzeit war sehr geprägt durch ein körperloses Spiel von uns. Das hat mit dem 1:0 angefangen. Da war nicht der notwendige Körperdruck da, den es braucht, und das hat sich durchgezogen", sah der Deutsche.

Und war dann von den Ljubicic-Festspielen nicht mehr überrascht. "Wenn man die Räume gesehen hat, die zwischen unserer letzten Abwehrreihe und unseren Stürmern waren, dann war das natürlich ein Traum für jeden technisch begabten Spieler. Und der LASK hat einige davon. Da war so viel Platz."

Sein Glück: Der LASK dürfte 2022 die Klasse wiedergefunden haben, mit der er einst auf europäischer Bühne brillierte. Davon wird Gzira United auch daheim weit entfernt sein. Mit einem WAC wie am Samstag könnten aber sogar die Insel-Kicker eine kleine Sternstunde schreiben. Es liegt an den Lavanttalern selbst, das zu verhindern.

Kommentare