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Trotz Heimsieg: Stürmer-Debatte in Altach geht weiter

Trainer Zaric fordert einen weiteren Mittelstürmer. Sportdirektor Netzer sieht den Kader indes ausreichend besetzt.

Trotz Heimsieg: Stürmer-Debatte in Altach geht weiter Foto: © GEPA

Auch ein 3:1-Sieg gegen die WSG Tirol (zum Spielbericht>>>) hat der Diskussion um die mögliche Verpflichtung eines Goalgetters beim SCR Altach nicht den Wind aus den Segeln genommen.

"Wir brauchen einen Strafraumstürmer, der Schnelligkeit hat und die Dinge verwertet, um den nächsten Schritt zu machen", erklärte Altach-Trainer Ognjen Zaric am Freitagabend nach dem gelungenen Heimauftakt via "Sky".

Drei Stürmer im Kader

Sein Sportdirektor Philipp Netzer sieht den Kader, so wie er ist, dagegen ausreichend besetzt.

"Man darf sich alles wünschen, man darf auch fordern", betonte Netzer. Er sei mit der Kaderzusammenstellung aber absolut zufrieden. "Trotzdem gibt es immer wieder Anpassungspotenzial."

Mit Ousmane Diawara, Srdan Hrstic und Marko Raguz verfügen die Altacher aktuell über drei nominelle Mittelstürmer.

Der zuletzt gesetzte Diawara hat allerdings seit Dezember kein Tor mehr erzielt. Torgarant beim Cupfinalisten der Vorsaison war zuletzt nur der offensive Mittelfeldmann Patrick Greil, der 2025/26 in der Liga zwölfmal zuschlug, und dem auch gegen die WSG ein Doppelpack gelang.

"Schauen, was der Markt hergibt"

Das große Transferziel sei ein Stürmer gewesen, der dem Team weiterhelfe, erinnerte Zaric. "Das ist uns nicht gelungen."

Wuchtige Typen habe man bereits. Er würde sich noch jemanden mit dem Faktor Speed und Schnelligkeit wünschen, erklärte der Coach. Das Transferfenster läuft in Österreich noch bis 3. September.

"Wir arbeiten immer gemeinsam an Lösungen, sind da sehr akribisch und schauen auch, was der Markt hergibt", versicherte Netzer.

"Wenn es die Situation zulässt, werden wir nochmal reagieren." Unbedingt brauche es den Stürmer aber nicht.

Ähnlich äußerte sich Greil. "Die Debatte ist fast ein bisschen zu groß", meinte der 29-Jährige. "Wir haben drei nominelle Neuner."

Die Verpflichtung eines Stürmers wäre "natürlich kein Nachteil. So dringend sehe ich es aber nicht."

WSG-Neuzugang Balic kritisiert "Kinderfußball"

Die Probleme der WSG liegen primär am anderen Ende des Feldes.

"So wie wir die Tore bekommen, ist Kinderfußball", kritisierte Neuzugang Husein Balic nach seinem Führungstor in Altach.

Von Trainer Philipp Semlic erntete der Ex-Nationalspieler Lob, dass er vorangehe. "Du darfst nicht so einfach die Tore hergeben. Wir sind auch noch nicht ganz fertig in diesem Mannschaftsteil", sagte Semlic über seine Defensive.

Während bei den Altachern der Stamm weitgehend zusammengeblieben ist, hat die WSG im Sommer wieder einmal einen Umbruch zu verdauen. Mehrere Spieler sollen bis Transferschluss noch kommen.

"Ich glaube schon, dass wir das eine oder andere noch dazu brauchen qualitativ", erneuerte Semlic seine Einschätzung. Mit dem Auftritt in Altach habe das aber nichts zu tun. Semlic: "Ich lasse das nicht als Ausrede gelten, dass der Kader noch nicht fertig ist."

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