Silberberger entschuldigt sich für rüde Tiroler

 

Rote Karte, zwei Elfmeter, sechs Tore und ein Platzverweis - die Partie zwischen dem SV Mattersburg und der WSG Tirol hatte so ziemlich alles zu bieten, was ein Abstiegskampf verspricht (Spielbericht >>>>).

Am Ende bleibt ein glücklicher Gewinner: Während Wattens nun im Spiel gegen die Admira am Samstag auf den Ligaverbleib hoffen muss, fixiert Mattersburg den Klassenerhalt.

SVM-Trainer Franz Ponweiser ist daher sichtlich erleichtert über den Erfolg seines Teams: "Ich war sehr angespannt. Es waren keine einfachen Wochen“, gesteht der 44-Jährige, der vor allem sehr stolz auf sein Team ist:

Ponweiser: "Stolz auf den Charakter der Truppe"

Text wird unter dem Video fortgesetzt

„Wir haben extrem gut zusammengehalten. Die Situation war bestimmt nicht einfach für uns alle. Aber ich bin stolz auf den Charakter der Truppe, wie wir in den letzten Wochen zusammengearbeitet haben. Nach dem vergebenen Matchball am Samstag (Anm.: 1:2-Niederlage gegen die Admira) muss man mal aufstehen und so in das Spiel reingehen, das war eine unglaubliche Leistung."

Der Schlüsselbeinbruch von Andreas Kuen trübt die Feierstimmung der Burgenländer allerdings gewaltig: „Das tut mir extrem leid, der Andi hat eine gute Entwicklung vorgenommen, er war kaum verletzt in diesem Jahr, hat eine Führungsrolle eingenommen“, sagt Ponweiser über seinen verletzten Schützling. Kuen musste nach einem rüden Foul von Wattens Ione Cabera, der für die Aktion glatt Rot sah, verletzt vom Platz getragen werden. Der Mittelfeldspieler wird am Mittwoch operiert.

Silberberger entschuldigt sich

Für das überharte Einsteigen von Cabrera entschuldigte sich WSG-Coach Thomas Silberberger nach Spielende: „Das schaut brutal aus, das ist nicht unser Stil. Ich muss mich entschuldigen." Cabreras Verhalten versucht Silberberger zu erklären: "Ich muss Ione in Schutz nehmen. Er ist gestern nachgereist, seine Frau hatte eine sehr schwere Operation. Er war nicht bei der Sache, wollte aber unbedingt spielen. Ich hätte ihn nicht aufstellen dürfen."

Doch Cabreras Foul war nicht der einzige Fehltritt der Wattener an diesem Tag. Nur wenige Minuten nach dem Foul an Kuen legt Bruno Soares nach und foult Patrick Bürger überhart. Der Brasilianer hat Glück, dass Schiedsrichter Manuel Schüttengruber nur Gelb zeigt: „Das war Dunkelgelb, da hatte er Glück“, sagt Silberberger.

Neben Härte und Frust zeigte Wattens eine insgesamt schwache Leistung, die sich für den Klassenverbleib dringend steigern muss: „Das war ein gebrauchter Tag, wir haben nicht im Ansatz gezeigt, was wir wollten. Das ist eine sehr große Enttäuschung, weil wir uns einiges vorgenommen haben“, sagt Sportdirektor Stefan Köck, der den Blick aber direkt nach vorne richtet auf das entscheidende Spiel gegen die Admira am Samstag: „Jetzt müssen wir nicht mehr diskutieren, jetzt geht’s um Regeneration.“

Auch der WSG-Coach gibt die Richtung vor: "Mattersburg war heute klar besser. Wir werden am Samstag nachziehen. Ende der Durchsage." Wie es nun mit seiner als „Arschkarte“ bezeichneten Situation weitergeht, weiß Silberberger genau: „Die Arschkarte nehmen wir mit nach Tirol und übergeben sie dort der Admira.“ Man darf sich also auf das nächste Abstiegskampf-Spiel freuen.

Textquelle: © LAOLA1.at

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