Serbest gibt der Türkei vorerst einen Korb

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Tarkan Serbest wird vorerst nicht für das türkische Nationalteam spielen.

Die Einladung in der Vorwoche sei "zu kurzfristig" gewesen, erklärt der Austria-Spieler am Rande des Europa-League-Spiel gegen Rijeka (19 Uhr im LIVE-Ticker). "Eine so wichtige Entscheidung voreilig zu fällen, wäre nicht gut gewesen", sagt der 23-Jährige, der in Wien geboren ist und die österreichische Staatsbürgerschaft besitzt.

Serbest wurde nun auch von Neo-ÖFB-Teamchef Franco Foda erstmals auf Abruf für Österreichs Team nominiert (zum gesamten ÖFB-Kader >>>).

Serbest: "ÖFB-Team nicht in die Ecke werfen"

"Natürlich haben sie ein wenig Druck gemacht", berichtet Serbest über die Avancen aus der Türkei. Die nun gefallene Entscheidung sei aber die klügste. Einem Einsatz für die Türkei steht der derzeitige Stand im Reisepass entgegen. Der in Wien als Sohn türkischer Einwanderer geborene Profi hätte seinen österreichischen Pass zurücklegen müssen, um nun für das Geburtsland seiner Eltern einlaufen zu können.

Serbest strebt deshalb nun eine Doppel-Staatsbürgerschaft an. An die Behörden sei diesbezüglich eine Anfrage gestellt worden. Bis auf wenige Ausnahmen ist es in Österreich verboten, eine zweite Staatsbürgerschaft zu besitzen. Für Serbest ist klar: "Für mich ist der österreichische Pass wichtig, ich sehe mich mit Österreich verbunden, bin hier zuhause."

So sei natürlich auch die Hoffnung auf einen Einsatz für Österreich noch gegeben. "Ich will das österreichische Team nicht in die Ecke werfen", sagte der ehemalige U21-Teamspieler (9 Einsätze). Von seinen Eltern habe es keine Ratschläge gegeben. "Natürlich wären sie auch stolz, würde ich für die Türkei spielen."

Galatasaray an Serbest dran?

Vor ihm hat dies auch Turgay Bahadir getan. Der ebenfalls in Wien geborene Bahadir gab im Mai 2010 sein Debüt für die Türkei, nachdem er als damaliger Buraspor-Meisterkicker mit Einsätzen in der Champions League im ÖFB mangelnde Wertschätzung ortete. Es blieb bei dem einen Teameinsatz. Mittlerweile spielt der nun 33-jährige Bahadir nach einigen weiteren Engagements in der Türkei bei Bruck/Leitha in der Regionalliga Ost.

Serbest spielt seit seinem zehnten Lebensjahr im violetten Trikot. Zur Stammkraft schaffte es der in dieser Saison notgedrungen auch als Innenverteidiger eingesetzte Profi unter Trainer Thorsten Fink. In der Saison 2016/17 fehlte Serbest in 52 Pflichtspielen der Austria nur dreimal.

Interesse aus der Türkei soll es schon im Vorjahr gegeben haben. Laut türkischen Medienberichten hatte der Traditionsclub Galatasaray Istanbul ein Auge auf den Austrianer geworfen.

Textquelle: © LAOLA1.at

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