Robert Almer begründet Kündigung in Mattersburg

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Mit seiner Kündigung beim SV Mattersburg hat Robert Almer für einen Paukenschlag gesorgt.

"Ich habe unseren Präsidenten gebeten, meinen Vertrag aufzulösen. Es gibt einige Gründe", erklärt der frühere ÖFB-Team-Goalie bei "Sky", um als wichtigstes Motiv seine Familie anzuführen:

"Ich hatte sehr wenig Zeit und will jetzt einfach mehr Zeit mit der Familie verbringen. Das ist eigentlich der Hauptgrund. Die Familie ist für mich immer an erster Stelle gestanden und zuletzt zu kurz gekommen. Daher die Entscheidung."

Abschied im Guten aus Mattersburg

Der 35-Jährige übt bei den Burgenländern zwei Jobs aus - jenen des Sportdirektors und jenen des Tormanntrainers. Im Februar sprach er bei LAOLA1 von einer 80-Stunden-Woche.

Dass es gereicht hätte, wenn ihm SVM-Boss Martin Pucher eine Entlastung zur Seite gestellt hätte, will Almer so nicht bestätigen: "Natürlich sind beide Jobs sehr zeitaufwändig, aber es hat soweit eigentlich gut funktioniert. Aber die Familie hat natürlich darunter gelitten, und die Familie ist mir mir nun mal das Wichtigste."

Folglich betont der Steirer, dass man im Guten auseinander gehen würde: "Ich bin dem Präsidenten auch sehr dankbar, dass er mir entgegengekommen ist, was die Vertragsauflösung betrifft. Wir haben noch ein großes Ziel vor Augen, wollen unbedingt die Playoff-Phase erreichen. Dem werden wir alles unterordnen."

ÖFB-Angebot "nur Spekulation"

Dass hinter dem Abschied aus Mattersburg ein Angebot des ÖFB stecken soll, Tormanntrainer des Nationalteams zu werden, habe er auch schon gehört.

"Ich bin grundsätzlich mit dem ÖFB immer wieder in Kontakt wegen sehr vielen Dingen, aber das ist im Moment für mich nur Spekulation", betont Almer und wiederholt:

"Ich will mich wirklich auf die Familie konzentrieren und habe auch noch ein Studium, das ich beenden will. Alles Weitere wird man sehen. Jetzt ist es einmal die Aufgabe, dass wir in den nächsten sechs Wochen unsere Ziele erreichen. Dann werde ich einmal abschalten."

Schneller Übergang nach dem Karriereende

Ein klares Dementi hört sich anders an. Besagte Phase des Abschaltens erscheint aber so oder so notwendig zu sein.

"Der Übergang vom Karriereende zum Trainer und sportlichen Leiter ist sehr schnell gegangen. Ich brauche jetzt sicherlich auch ein bisschen Zeit, das Ganze zu reflektieren."

Textquelle: © LAOLA1.at

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