Sturm: "Sind jetzt im Flow drin"

 

Zwölf Pflichtspiele, lediglich eine Niederlage, die letzten vier Spiele gewonnen - die bisherige Saison-Bilanz des SK Sturm Graz darf sich sehen lassen.

Die Grazer befinden sich seit der Übernahme von Cheftrainer Christian Ilzer im Höhenflug. Ein Höhenflug, der auch nach dem Bundesliga-Schlager bei der Wiener Austria weitergeht. Zwar hielten die Veilchen lange gut mit, nach dem Ausschluss von Dominik Fitz 20 Minuten vor Ende zog Sturm jedoch davon und gewann schließlich mit 4:0 (Spielbericht >>>).

"Wir haben das in der zweiten Halbzeit sehr gut gemacht, die Tore erzielt und verdient gewonnen. Natürlich ist das auch ein schöner Sieg, weil wir jetzt im Flow drinnen sind und wieder drei Punkte geholt haben", freut sich Jakob Jantscher nach dem Spiel gegenüber "Sky".

Starke Ilzer-Rückkehr nach Favoriten

Also eine gelungene Rückkehr für Christian Ilzer in die Generali Arena, die bis vor fünf Monaten noch seine Heimat nennen durfte. Während seine Zeit als Coach bei der Wiener Austria wenig von Erfolg gekrönt war, legt er in Graz zurzeit das Fundament für eine tolle Saison.

"Wieder ein sehr schöner Abend für uns. Ich habe Riesen-Freude mit meiner Mannschaft, wie sie dieses Spiel über die Dauer des Spiels immer mehr kontrolliert hat. Schlüsselmoment war sicher der Moment der Roten Karte gegen Dominik Fitz. Bis dorthin war es ein sehr ausgeglichenes Spiel. Wir haben dann sofort reagiert auf die Rote Karte und wirklich toll zu Ende gespielte Aktionen gehabt. Ein klar verdienter Erfolg", so Ilzer.

(Text wird unter dem Video fortgesetzt)

Nach dem Ausschluss von Dominik Fitz kippte das Spiel also in Richtung der Grazer. Dieser handelte sich den Platzverweis bei einem unnötigen Einsteigen gegen Jakob Jantscher ein, der sich danach fuchsteufelswild zeigte.

"Ich war aufgezuckert, weil es für mich ziemlich gefährlich war. Wenn ich da mit viel Gewicht draufstehe, kann es sein, das ich mich schwer verletzte, aber er hat die Rote Karte gekriegt und das ist gerecht für mich", sagt Jantscher.

Ilzer-Sonderlob für Kiteishvili

Die Wiener konnten in Unterzahl nicht mehr ihr gewohntes Spiel aufziehen, was allerdings auch daran lag, dass Sturm den Willen an den Tag legte, bis zum Schlusspfiff auf den nächsten Treffer zu gehen.

"Es ist natürlich ständiges Thema, das wir uns immer wieder vornehmen, dass wir nochmal nachsetzen, nicht zufrieden sind mit einem 1:0, einem 2:0. Wir wollen aus jedem Spiel das Maximum rausholen. Auch Spieler, die reingekommen sind, haben gute Energie mitgebracht", so Ilzer.

Nicht zufrieden mit einem 1:0 zeigte sich auch Otar Kiteishvili, der die zwei entscheidenden Treffer erzielte, die das Spiel für die Austria außer Reichweite brachten, wofür er auch Lob von seinem Trainer erntete.

"Er war im ganzen Spiel eine sehr dominante Persönlichkeit. Er ist ein Spieler, der mit seinen Einzelaktionen, mit seiner individuellen Klasse engmaschige Abwehrblöcke aufbrechen kann, das hat er auch heute bewiesen. Er ist in einem Team, das insgesamt eine gute Mannschaftsleistung gebracht hat, nochmal ein bisschen rausgeragt", so Ilzer.

FAK? "War kein großes Statement"

Nach neun absolvierten Spielen, was aufgrund der Absage des Spiels gegen den WAC immer noch eine Partie weniger als der Rest der Liga ist, liegen die Grazer vor dem Sonntag punktegleich mit Rapid auf Platz drei. Dass der deutliche Sieg gegen die Austria als Fingerzeig in Richtung der anderen Top-Teams zu werten ist, findet Jakob Jantscher nicht.

"Das war kein großes Statement. Wir arbeiten hart weiter und versuchen das Maximum rauszuholen, das gelingt uns ganz gut. Wenn das so weiter geht, sind wir zufrieden", sagt der ehemalige ÖFB-Teamspieler.

Textquelle: © LAOLA1.at

Scharfe Kritik von Markus Suttner an seinen Austria-Mitspielern

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