Endstand
2:1
0:0 , 2:1
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Salzburg-Patzer? Sturm: "Braucht uns nicht interessieren"

Salzburg-Patzer? Sturm: "Braucht uns nicht interessieren" Foto: © GEPA

Der SK Sturm Graz hat am Sonntag eine große Chance vertan, dem FC Red Bull Salzburg im Kampf um den Meisterteller in der Admiral Bundesliga einen großen Schritt näherzurücken.

Anstatt den Patzer der "Bullen" gegen die Austria auszunutzen und den Rückstand auf den Tabellenführer auf einen Punkt zu verkürzen, haben die Grazer sogar einen noch größeren Rückstand aufgerissen.

Besonders bitter, wenn man in Betracht zieht, dass Sturm gegen den LASK lange Zeit auf drei Punkte zusteuerte, sich die Butter aber nochmal vom Brot nehmen ließ. Anstelle eines Dreiers gab es eine 1:2-Niederlage in Linz (Spielbericht >>>).

"Wir hätten mit der Führung anders umgehen müssen", bemängelte Sturm-Cheftrainer Christian Ilzer bei "Sky".

"Gehen verdient in Führung - und dann gibst du so eine Partie her"

Anders als im Cup-Halbfinale vergangenen Donnerstag, als man den LASK mit 1:0 in die Knie zwingen konnte, schaffte es Sturm nicht, die knappe Führung über die Zeit zu bringen.

Während sich der LASK über die gelungene Revanche freute, war bei Sturm die sofortige Aufarbeitung der ersten Bundesliga-Auswärtsniederlage der Saison angesagt.

"Wir haben heute ein gutes Spiel gesehen, wie vor drei Tagen", weiß Stefan Hierländer. Nur dieses Mal habe man es eben nicht geschafft, zu gewinnen. Dabei habe es vor dem Doppelschlag in der Schlussphase eigentlich richtig gut ausgesehen aus Sturm-Sicht.

"Ich denke schon, dass wir die Adaptionen vom Donnerstag-Spiel getroffen haben, und die haben sehr gut gefruchtet. Wir haben das Spiel einfach kontrolliert", erklärt Ilzer. "Wir waren das bessere Team und gehen verdient in Führung - und dann gibst du so eine Partie her. Das ist natürlich sehr ärgerlich."

Ilzer: "Haben den LASK Schritt für Schritt stärker werden lassen"

"Durch die Führung, in einer Phase, wo dann Räume kommen, wo wir schnelle Spieler dazu bringen, da haben wir diesen Raum in der Offensive nicht mehr gefunden. Durch die Passivität, die wir dann durch die Führung bekommen haben, haben wir den LASK Schritt für Schritt stärker werden lassen. Dadurch haben wir dann die zwei Gegentore bekommen", erklärt Ilzer weiter.

Natürlich habe aber auch der LASK sein Übriges dazugetan. "Der LASK hat, weil sie mehr Energie reingebracht haben, das Spiel in die Hand genommen. Wir sind zurückgefallen und haben versucht, das irgendwie drüberzubringen. Wir machen da ein sehr gutes Spiel, und am Ende stehen wir mit leeren Händen da", so der Sturm-Trainer.

"Braucht uns nicht interessieren, was in anderen Stadien passiert"

Ilzer ist klar, in der Meistergruppe dürfe man sich einfach keine Schwächephasen erlauben. Das hat sich am Ostersonntag wieder mal bewahrheitet.

"Es ist die Meistergruppe, da ist alles sehr umkämpft, Kleinigkeiten entscheiden. Da darfst du nicht nachgeben, musst diese Bereitschaft durchgängig zeigen und die hat uns gefehlt", so der Steirer.

So ist es natürlich doppelt bitter, dass man den Salzburger Schwächeanfall nicht ausnutzen konnte. Auch wenn Ilzer den Geschehnissen auf den anderen Plätzen ohnehin nicht zu viel Bedeutung beimessen will.

"Das braucht uns nicht interessieren, was in anderen Stadien passiert. Wir haben unsere Arbeit zu machen, da hat unser Fokus zu liegen", wird der Sturm-Coach deutlich. "Mit einem Sieg hätten wir auf Salzburg aufschließen können. Stattdessen ist jetzt der LASK wieder nahegerückt. Jetzt ist der LASK wieder voll im Rennen um Platz zwei. Da hätten wir sie auf Distanz halten können."

Sturm bleibt weiter im Rennen

Allerdings sind sich alle Beteiligten bei Sturm bewusst, dass die Meistergruppe noch einige Wochen andauert. Gerade mal zwei Spiele sind erst absolviert, auch die beiden direkten Duelle gegen Salzburg stehen noch an.

Deswegen analysiert Alexander Prass auch trocken: "Wir sind ein bisschen weiter weg von Salzburg - viel ist nicht passiert."


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