Sturm: "War fußballerisch zu dünn"

 

Als das Fußballjahr 2020 zu Ende ging, gab es keinen Zweifel daran, dass Sturm Graz die Mannschaft der Stunde in Österreichs Fußball-Oberhaus war.

Mit sechs Pflichtspielsiegen in Folge verabschiedeten sich die Grazer in die Winterpause. Eine Form, der man zum aktuellen Zeitpunkt noch ein wenig hinterher rennt. Zu Beginn des Kalenderjahres befand man sich noch mitten im Kampf um die Tabellenspitze, zum aktuellen Zeitpunkt hat sich Leader Salzburg aber bereits um neun Punkte von Sturm distanziert.

Die Hoffnung war groß, den Abstand zur Spitze gerade mit einem Sieg im direkten Verfolgerduell mit dem LASK nicht allzu groß werden zu lassen, am Ende des Tages musste man in Pasching allerdings eine 0:2-Niederlage einstecken (Spielbericht >>>).

Dabei war Sturm in der ersten Halbzeit eigentlich gut in der Partie drin, fand die eine oder andere Torchance vor, geklingelt hat es letztlich aber auf der anderen Seite. Kurz vor dem Pausenpfiff erzielte Johannes Eggestein die etwas glückliche Führung für den LASK und brachte Sturm somit auf die Verliererstraße.

Ilzer: "Du brauchst hier ein Führungstor"

"Es ist insgesamt immer wichtig das 1:0 im Spiel zu machen, aber hier auf dem engen Platz gegen eine Mannschaft wie den LASK ist es noch viel wichtiger. Da hat das 1:0 noch eine viel größere Bedeutung", so Christian Ilzer. "Wir hatten auch drei Top-Chancen auf das 1:0. Zugelassen haben wir gar nichts bis auf das Tor mit dem Pausenpfiff. Du brauchst halt hier ein Führungstor, das hätte das Spiel in unsere Richtung lenken können", sagt der Sturm-Trainer im Interview bei "Sky".

(Text wird unter dem Video fortgesetzt)

"Es ist ein Intensitätsspiel, das physisch auf einem extrem hohen Level passiert. Beim LASK muss man Gernot Trauner in der Offensive dominieren. Das ist uns in der ersten Halbzeit phasenweise gelungen. Dann bekommen sie Probleme, dann kommen wir leichter in den Rücken rein", beschreibt Ilzer den Schlüssel für eine ordentliche erste Hälfte.

Ilzer: "Fußballerisch einfach zu dünn"

In Durchgang zwei wollte Sturm jedoch nicht mehr allzu viel zusammenlaufen. "Zweite Halbzeit hat uns dann aber die Präsenz gefehlt. Es war ein Schlagabtausch. Im Mittelfeld ist das Spiel hin und her geschwappt, mal mit leichten Vorteilen für den LASK, mal mit leichten Vorteilen für uns. Richtig gefährden haben wir den LASK aber nicht mehr können in der zweiten Halbzeit", so der Sturm-Trainer.

Vor allem mit der Offensivabteilung war Ilzer in der zweiten Halbzeit etwas enttäuscht. "Es war mit dem Rückstand in der zweiten Halbzeit fußballerisch einfach zu dünn. Uns haben die konkreten Torchancen gefehlt, um auszugleichen. Fußballerisch braucht man dann einfach noch klarere Lösungen. Deshalb war es insgesamt zu wenig, obwohl wir in der zweiten Halbzeit bis zum 2:0 auch kaum etwas zugelassen haben."

Sturm vermisste Jantscher schmerzlich

Dass das Spiel anders gelaufen wäre, wenn Sturm auf den aktuell verletzten Jakob Jantscher (Achillessehnenverletzung) zurückgreifen hätte können, ist für Christian Ilzer durchaus im Bereich des Möglichen. "Er hätte uns vielleicht eine Facette gegeben, die den letzten Unterschied ausmachen hätte können."

Im Endeffekt war das Spiel aus Sicht von Sturm spätestens mit dem zweiten LASK-Treffer von Husein Balic aber gelaufen. Unglücksrabe in dieser Situation war Niklas Geyrhofer, der in Pasching sein Comeback nach einem Bänderriss im Sprunggelenk gab. Der 21-Jährige blockt den Schuss von Balic unglücklich ins eigene Tor.

"Ich habe probiert, den Ball noch zu blocken mit meinem Oberkörper, aber das ist dann leider nicht mehr gegangen. Schon ärgerlich", so Geyrhofer, der sich aber freut wieder zurück auf dem Platz zu sein. "Ich bin aber froh, dass ich wieder mal Spielminuten gekriegt habe."

Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang »

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