Mählich zeigt nicht mit dem Finger auf den LASK

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Der SK Sturm Graz ist im Kampf um Platz vier in der letzten Bundesliga-Runde auf Schützenhilfe des LASK gegen Austria Wien angewiesen.

Dass die Oberösterreicher am Donnerstag zu einem Test gegen den FC Arsenal nach London jetteten, sorgt bei den "Blackies" nicht unbedingt für Freude - Groll hegt man jedoch aus gutem Grund keinen.

"Wir hatten es selbst in der Hand, uns eine bessere Ausgangsposition zu verschaffen. Das ist uns nicht gelungen", betont Trainer Roman Mählich und bekräftigt:

"Sich jetzt herzustellen und mit dem Finger auf Mannschaften zu zeigen, die ihres schon getan haben, wäre schlechter Stil. Das mache ich sicher nicht. Wir haben einiges liegen gelassen und es uns so selbst schwer gemacht."

Kreissl über LASK-Vorbereitung nicht erfreut

Geschäftsführer Sport Günter Kreissl bekräftigt, dass dies die richtige Antwort des Sturm-Coaches sei, meint jedoch gleichzeitig:

"Trotzdem glaube ich, es gibt keine Mannschaft der Welt, die sich freut, wenn sie die Vorbereitung des LASK sieht, wenn sie davon abhängig ist, dass der LASK noch Gas gibt. Man kann ausschließen, dass irgendjemand sagt: 'Super, dass sie noch schnell nach England geflogen sind.' Aber Roman hat Recht: Wir müssen ganz auf uns schauen. Dass wir in der Situation sind, von anderen abhängig zu sein, ist einfach uns selbst zuzuschreiben."

Mählich vor Duell mit WAC optimistisch

Mählich gibt sich vor dem "Pack-Derby" beim Wolfsberger AC hoffnungsfroh. "Ich glaube noch an die Chance auf Platz vier. Ich bin optimistisch", sagt der 47-Jährige, dessen Truppe zuletzt zwei Niederlagen gegen Salzburg und die Austria kassierte und so auch die Möglichkeit auf Platz drei verspielte.

"Wir hatten in den jüngsten Spielen aber offensiv gute Szenen und müssen vom Spielerischen her weitermachen", betonte Mählich, der auf alle Kicker zurückgreifen kann.

Platz fünf und damit die beiden Playoff-Spiele gegen den Playoff-Gewinner der Qualigruppe (Rapid oder Mattersburg) ist Sturm nicht mehr zu nehmen. Um noch auf Platz vier vorzustoßen, würde es neben einem Sieg auch eine Niederlage der Austria brauchen.

"Es gilt am Sonntag fokussiert und konzentriert aufzutreten. Gegen den WAC müssen wir defensiv aufpassen, die Kärntner schalten sehr gut und schnell um", sagt Mählich, der unabhängig vom Ausgang nicht von einer "verkorksten Saison" sprechen wollte.

Keine "verkorkste" Saison

"Ich denke, dass irgendwann im Herbst die Gefahr bestand, dass es eine richtig schlechte Saison für Sturm wird. Ich denke, dass wir das abgefangen, aber nicht gerettet haben. Wir sind auch nicht zufrieden mit dem Verlauf der Meistergruppe. Von einer verkorksten Saison zu sprechen, finde ich aus meiner Sicht völlig übertrieben. Es ist eine durchschnittliche Saison, wo wir noch die Möglichkeit auf einen versöhnlichen Ausgang haben", so der Sturm-Coach.

Ähnlich sieht es Kreissl, der auf die erfolgreichen letzten Jahre mit den Plätzen drei und zwei verweist: "In den Jahren davor waren die Plätze vier oder fünf normale Saisonen für Sturm Graz. Es ist jetzt schon fix, dass wir diese Saison auf Platz vier oder fünf abschließen werden."

Die guten Jahre davor und die zuletzt schwachen Heimergebnisse würden dazu beitragen, dass die aktuelle Spielzeit in der Wahrnehmung der Leute unterdurchschnittlich bewertet wird.

"Wir werden aus dieser Saison keine glorreiche mehr machen, aber wir können es zu einem sehr guten und versöhnlichen Ende bringen", hofft Kreissl auf einen siegreichen Abschluss beim Duell mit dem WAC - und gleichzeitige Schützenhilfe des LASK.

Textquelle: © LAOLA1.at/APA

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