Ilzer ärgert "dummes Gegentor" gegen Salzburg

 

Elf Punkte beträgt der Vorsprung des FC Red Bull Salzburg nach nur zwölf gespielten Runden in der Admiral Bundesliga auf den ersten Verfolger, den SK Sturm.

Beim sonntäglichen Spitzenspiel zwischen den "Bullen" und den "Blackies" wurde offensichtlich, dass dieser große Abstand in der Tabelle zurecht existiert. Die Mozartstädter ließen personell angeschlagenen Grazern mit einem klaren 4:1-Sieg überhaupt keine Chance (Spielbericht>>>).

"Es hätte heute sehr viel passen müssen, damit wir hier was mitnehmen", muss auch Sturm-Coach Christian Ilzer nach dem Spiel bei "Sky" zugeben.

Hierländer-Ausfall wirbelte Matchplan durcheinander

Angefangen hat die Grazer Misere schon vor dem Spiel. Kapitän Stefan Hierländer, der zuletzt mit Knieproblemen aussetzen musste, spürte beim Aufwärmen seinen angeschlagenen Meniskus plötzlich wieder und rutschte aus der Startelf.

"Kurz vor dem Spiel mussten wir Hierländer vorgeben, dann gibt es die Überlegung, die Systematik komplett umzuwerfen, oder Position für Position zu ändern", so Ilzer. Der 44-Jährige entschied sich für Letzteres, zog Dante auf die linke Mittelfeldposition in der Raute vor und ermöglichte Aleksandar Borkovic sein Bundesliga-Startelf-Debüt für die Grazer auf der Linksverteidiger-Position.

Gezwungen wurde Ilzer zu dieser Maßnahme deshalb, weil neben Hierländer auch Otar Kiteishvili (Syndesmosebandriss) sowie Alexander Prass (Muskelverletzung) in Salzburg ausfielen. "Achter haben wir keinen mehr mitgehabt", so Ilzer.

(Text wird unter VIDEO fortgesetzt)

Ilzer: "Partie hätte was hergegeben"

Kurz nach Anpfiff dann die nächste Hiobsbotschaft für die Grazer: Noah Okafor bediente Rasmus Kristensen ideal mit der Ferse und der Däne brachte die "Bullen" nach nur fünf Spielminuten in Front. In Minute 22 legte Karim Adeyemi das 2:0 nach, Sturm wurde nur durch Jakob Jantscher gefährlich, doch der Sturm-Routinier konnte Philipp Köhn kurz vor der Pause nicht überwinden.

Unmittelbar nach Seitenwechsel machte es Jantscher besser und staubte zum Anschlusstreffer ab. "Der Anschlusstreffer hat uns Zuversicht gegeben. Ich habe nach dem 0:2 gespürt, dass was drinnen ist, wenn uns der Anschlusstreffer gelingt", glaubte Ilzer zu diesem Zeitpunkt noch an einen möglichen Punktgewinn.

Allerdings hatte man das Gefühl, das 2:1 stichelte die Salzburger erst richtig auf. Während sich die "Bullen" daraufhin in einen Rausch spielten und das 3:1 nach einem Blackout von Jörg Siebenhandl sowie das 4:1 kurz vor Schluss durch Karim Adeyemi nachlegten, blieb Sturm zu brav und ungefährlich.

Ilzer ärgert sich: "Die Partie hätte was hergegeben, wenn wir präsenter geblieben wären und dieses dumme Gegentor nicht bekommen hätten."

Ilzer unterbindet Tormann-Diskussion

In der Red Bull Arena kassierten die Grazer nämlich das zweite "dumme Gegentor" innerhalb von wenigen Tagen. Am Donnerstag in der Europa League kostete ein nicht minder schwerer Aussetzer von Siebenhandl den "Blackies" Punkte gegen Real Sociedad. Dennoch lässt Ilzer nichts auf seinen routinierten Schlussmann kommen:

"Wir brauchen nicht großartig Bauchpinseln, die ganze Mannschaft und das Trainerteam stehen hinter Jörg. Es gibt so Phasen im Fußball, wo einem Dinge in einer gewissen Häufigkeit passieren. Jörg hat jetzt zwei Mal einen Fehler gemacht, wir alle werden ihn wieder aufrichten, stehen zusammen und werden gemeinsam wieder rauskommen."

Der Steirer will die Niederlage weniger an einer Person, sondern an mehreren Faktoren festmachen: "Heute war Salzburg einfach das bessere Team, aber ich glaube schon, wenn wir mit einer klareren und eingespielteren Mannschaft gespielt hätten und entschlossener gewesen wären, wäre hier was möglich gewesen."

Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang »

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