Sturm-Coach Ilzer: "Schönster Sieg des Herbsts"

 

Beim SK Sturm hat der Hut bereits zu Lodern begonnen.

Nachdem die Grazer einen Traumstart in die Saison erwischten und hinter Liga-Krösus Red Bull Salzburg die klare Nummer zwei der Bundesliga waren, begann gegen Ende Oktober eine acht Spiele andauernde Sieglosserie, die von einem Corona-Ausbruch Anfang November noch verschlimmert wurde.

Dieser Corona-Ausbruch war auch der Grund dafür, dass die "Blackies" ihr regulär für 7. November angesetztes Bundesliga-Spiel der 14. Runde gegen den SCR Altach nicht bestreiten konnten. Am Mittwoch wurde die Partie schließlich nachgeholt und endete in einem hart erkämpften 1:0-Sieg der Grazer im Ländle (Spielbericht>>>).

"Es war viel los in der Herbstsaison. Am Anfang konnten wir sehr viele Erfolge mit den Fans feiern, dann sind wir in ein Loch gerutscht. Wenn ich zurückblicke auf den Herbst, war das wohl der schönste Sieg, obwohl es kein glanzvoller war", pustet Sturm-Coach Christian Ilzer nach der Tortur in Altach gegenüber "Sky" durch.

Ilzer: "Spielerisch kein Feuerwerk"

Für den 44-Jährigen war die Partie in Altach "spielerisch auf keinen Fall ein Feuerwerk. Wer sowas erwartet hat, war auf der falschen Veranstaltung. Passend zu den Platzverhältnissen hat es ein Kampfspiel gegeben von zwei Mannschaften, die nicht vor Selbstvertrauen strotzen."

Die "Blackies", die aus Gründen der Regeneration mit dem Flugzeug zum Spiel nach Vorarlberg anreisten, machten in einer Partie mit schwierigen Platzverhältnissen - der Rasen der Cashpoint Arena war am Dienstag noch mit Schnee bedeckt gewesen, außerdem setzte mit Anpfiff starker Regen ein - im ersten Durchgang das Spiel.

Im tiefen Altacher Boden waren allerdings kaum spielerische Höhepunkte möglich, weshalb schließlich eine schön ausgeführte Corner-Variante zur Grazer Führung führte.

(Text wird unter dem VIDEO fortgesetzt)



Rezept gegen Altachs "Bäume" kam vom Co-Trainer

Jakob Jantscher bracht eine Ecke von Links scharf und flach zur Mitte, Ivan Ljubic und David Affengruber stiegen über den Ball und ermöglichten Manprit Sarkaria so eine ausgezeichnete Abschlussposition, welche der Linksfuß zu seinem siebten Saisontor in der Bundesliga verwertete.

Bereits im Training ging diese Variante bei drei Versuchen zwei Mal auf, weshalb sie im Spiel gegen Altach prompt zum Einsatz kam.

"Wir haben das im Training geübt, da hat es wunderbar geklappt. Ich freue mich, dass ich der Mannschaft helfen konnte", strahlt Sarkaria.

Einen mindestens so großen Anteil am Grazer Treffer dürfte allerdings Dominik Deutschl haben. Der erst 25-jährige Co-Trainer von Christian Ilzer ist für die Standards der Murstädter verantwortlich und hatte auch die Idee zur gewinnbringenden Variante in Altach.

"Das hat sich mein Co-Trainer ausgedacht, der hat gesagt, bei den langen Bäumen brauchen wir etwas Flaches", verrät Ilzer. Für den Sturm-Coach sind Standards "in schwierigen Phasen, wo wir uns schwer tun, Chancen zu kreieren, eine Möglichkeit, ein enges Spiel in die richtige Richtung zu bringen. Heute ist uns das gelungen und am Ende ist uns ein Riesen-Stein vom Herzen gefallen."

Canadi-Lob trotz Pleite

Dringend einen Sieg benötigt hätte auch das unterlegene Heimteam. Mit zwölf Punkten hat der SCR Altach weiter die Rote Laterne der Bundesliga inne, mittlerweile halten die Vorarlberger bei 6 Stunden und 7 Minuten ohne eigenen Torerfolg.

Für Damir Canadi allerdings kein Grund, den Kopf in den Sand zu stecken, viel mehr streicht der Altacher Coach die Moral seiner Mannschaft hervor: "Ich kann der Mannschaft nur Lob aussprechen, wie sie nach dem 0:1 agiert hat."

Nachdem sich die Hausherren in der ersten Halbzeit Großteils in der eigenen Hälfte verkrochen haben, ging nach dem 0:1 tatsächlich ein kleiner Ruck durch die Mannschaft.

Bereits vor dem Rückstand ließ Dominik Reiter einen Sitzer aus, nach Seitenwechsel verhinderte nur Jörg Siebenhandl ein Kopfballtor des Flügelflitzers. Der Grazer Schlussmann war es auch, der in der sechsten Minute der Nachspielzeit einen strammen Freistoß von Adthe Nuhiu aus dem Eck kratzte.

"Wir müssen uns für unsere Chancen belohnen, dann steht es 1:0. Mit der Führung tust du dir dann leichter. Schade, dass wir uns nicht für die Leistung belohnt haben. Das ist dem Tabellenplatz geschuldet, wenn du vorne bist, machst du die richtigen Dinge. Wenn du Letzter bist, musst du dir Chancen und Tore hart erarbeiten. Aber wir werden dran bleiben, ruhig bleiben und uns weiterentwickeln", verspricht Canadi.

Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang »

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