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Endstand
2:1
1:0
,
1:1
-
Jeyland Mitchell
-
Maurice Malone
-
Christian Lichtenberger
NEWS
Säumel-Kritik nach Derby-Sieg - "Dinge, die man ansprechen muss"
Die "Blackies" gewinnen zwar das Grazer Derby, alles eitel Wonne ist beim amtierenden Meister aber bei Weitem nicht.
Textquelle: © LAOLA1
von Florian Jauk
Der SK Sturm kann doch noch zuhause siegen!
Ausgerechnet mit dem 2:1 im 203. Grazer Derby (zum Spielbericht>>>) feiern die "Blackies" den erst zweiten Heimsieg in dieser Bundesligasaison.
Stankovic gibt zu: "Es war schwer"
Und der war ein hartes Stück Arbeit. Das ist auch den Spielern nach Schlusspfiff anzusehen: "Ja, das war nicht einfach in den letzten Wochen. Ich kann ruhig sagen, es war schwer", gibt Jon Gorenc Stankovic zu.
Und dennoch schaffen es die "Schwoazn" den Schalter umzulegen und gehen früh in Führung. Ausgerechnet durch Jeyland Mitchell, der kurzfristig den erkrankten Tim Oermann in der Innenverteidigung ersetzen muss. Der Costa Ricaner bekommt ein Extra-Lob von seinem Captain: "Er ist ein richtig geiler Typ", schmunzelt Stankovic.
Früh ist wohl auch Jürgen Säumel ein großer Stein vom Herzen gefallen. Der Sturm-Trainer stand nach der 1:3-Niederlage gegen die WSG unter der Woche schwer unter Kritik. Auch wenn der 41-Jährige immer wieder betont, es gehe nicht um ihn, wirkt er auf der Pressekonferenz nach Schlusspfiff erleichtert:
"Ich finde, die Spieler haben ein überragendes Spiel gemacht und von der ersten bis der letzten Minuten genau das gezeigt, was Sturm so ausmacht."
Säumel-Kritik an Kader und Kommunikation
Der Sturmgeist hat in den letzten Wochen gefehlt. Sowohl in der Kommunikation als auch spielerisch wirkten die Grazer gehemmt. Jürgen Säumel scheint jedenfalls von seinem Kader nicht ganz überzeugt. Er sei "auf einigen Positionen unausgeglichen" schießt der Trainer den ersten kleinen Giftpfeil in Richtung Sportdirektor: "Das sieht ja jeder".
Und der zweite Giftpfeil folgt sogleich. Nachdem Säumel vor allem wegen seines Interviews nach der Niederlage gegen die WSG stark in der externen - und anscheinend auch in der internen - Kritik stand (hier nachlesen>>>), stellt der 41-Jährige in Richtung Vereinsführung klar:
"Ich würde mir wünschen ein paar Dinge klar anzusprechen, dass man im Verein in die gleiche Richtung geht. Da geht es auch viel um einheitliche Spielidee, um Vertrauen, um gegenseitige Unterstützung. Ich freue mich sehr über den Sieg, aber das sind schon Dinge, die man ansprechen muss und deswegen werde ich auch das Gespräch mit dem Präsidenten suchen."
Dieses soll laut Säumel zeitnah stattfinden, "weil es wichtig ist", drängt der 41-Jährige. Entwicklung brauche Zeit und kann nur stattfinden, wenn alle am selben Strang ziehen, stellt der Sturm-Trainer klar.
Spieler ohne Druck, aber mit Emotionen
Während der Trainer ungewohnt offensiv kommuniziert, zeigen sich seine Spieler zurückhaltender. Druck hätte man keinen verspürt, erklärt Niklas Geyrhofer: "weil wir uns alle über unsere Stärken im Klaren sind."
Dass es im Fußball schnell bergauf, aber umso schneller auch bergab geben kann, weiß Jon Gorenc Stankovic: "Das ist so im Sport. Es ist Fußball und du kannst auch nicht jeden Kommentar lesen, das brauchst du auch nicht".
Emotional wird der Kapitän, wenn es um die Verletzung seines Teamkollegen Leon Grgic geht. Der junge Stürmer verletzte sich in der zweiten Halbzeit schwer und musste abtransportiert werden. Stankovic: "Ich habe ihm schon nach dem Spiel gesagt, er soll positiv bleiben, so positiv wie möglich. Weil aus jedem negativen Ding kommen positive Dinge raus und wenn du positiv denkst - und ich weiß, dass er im Kopf stark ist - kommst du auch stärker zurück."
Sturm will nach turbulenten Wochen den Schwung mitnehmen, bereits am kommenden Donnerstag treffen die Grazer in der Europa League zuhause auf Roter Stern Belgrad (ab 18:45 im LIVE-TICKER>>>).