Schwab: "Das war nicht das Gelbe vom Ei"
Der Kapitän merkte weiters an: "Positiv ist einmal das Ergebnis, das tut uns gut. Über die Leistung brauchen wir heute nicht zu diskutieren, wir haben sehr viel Luft nach oben. Das war nicht das Gelbe vom Ei."
Denn die Hütteldorfer hatten zwar gute Phasen, leisteten sich aber immer wieder leichtfertige Fehler, die beinahe teuer gekommen wären.
So durfte sich das Team von Goran Djuricin am Ende beim in Top-Form agierenden Schlussmann Richard Strebinger und den Innsbruckern bedanken, die eine Vielzahl an Chancen ausließ.
"Wir haben zu viel zugelassen, darüber müssen wir sprechen. Wir hätten auch drei Tore bekommen können, das darf nicht sein. Da müssen wir konzentrierter und kompakter sein. Da waren richtig unnötige Fehlpässe dabei, wo wir den Gegner zurück ins Spiel gebracht haben. Ich war nicht mit allem zufrieden", analysierte der Rapid-Chefbetreuer.
Dabei startete Rapid stark, krönte die Druckphase mit dem frühen 1:0 durch Schwab in der 15. Minute, ließ den Gegner dann aber zu leicht Chancen herausspielen. In der 25. Minute rettete Marvin Potzmann nach einem Dedic-Schuss im Rutschen auf der Linie, auch Dieng und Harrer fanden gute Möglichkeiten vor.
Zugelassene Torchancen bereiten Kopfzerbrechen
Torschütze Deni Alar stellte deshalb klar: "Wir haben phasenweise ganz guten Fußball gespielt, phasenweise auch nicht so gut, haben ein paar Fehler gemacht, wo die gegnerische Mannschaft zu Kontern gekommen ist - wo wir auch Glück gehabt haben. Wir müssen einfach von der ersten bis zur 90. Minute konzentriert bleiben."
Das war nicht der Fall. Die Kompaktheit fehlte und die neu formierte Defensive bröckelte. Mit Rückkehrer Max Hofmann, Mert Müldür und Stephan Auer spielten im Vergleich zu Donnerstag drei Neue in der Viererkette, auch Philipp Malicsek davor.
In der zweiten Halbzeit taumelten die Wiener noch mehr, als Wacker Risiko ging und nach Alars 2:0 noch einmal mit dem Anschlusstreffer von Freitag für Spannung sorgte. Alar bemängelte dabei die Rückwärtsbewegung, da zu viele Spieler einfach vorne stehen blieben.
Doch nicht nur die vielen zugelassen Chancen bereiten in Hinblick auf das Europa-League-Playoff-Rückspiel am Donnerstag bei FCSB, früher Steaua Bukarest, Kopfzerbrechen.
Auch die Vielzahl an Chancen, die man nicht effizient genug in Zählbares ummünzen konnte. Vor allem Christoph Knasmüllner erwies sich in der Schlussphase als Chancentod - ausgerechnet Rapids "Mr. Europacup". Während ihm international vier Treffer in drei Spielen gelangen, will es in der Bundesliga nicht nach Wunsch klappen.
Alar über Knasmüllner: "Weiß nicht, was wir zwei da aufgeführt haben"
Zwei Mal ließ Rapids Neuzugang Riesen-Chancen aus, um die Partie vorzeitig mit dem 3:1 zu entscheiden. Einmal davon verfehlte er alleine vor dem Tor aus geringer Distanz sogar das Tor.
"Ich weiß nicht, was wir zwei da aufgeführt haben. Da werden wir uns noch einmal aussprechen und das spätestens am Donnerstag wieder besser machen", konnte es auch Alar nicht fassen.