Schopp hadert: "Wäre mehr möglich gewesen"

 

Nur wenige Minuten trennten dem TSV Hartberg vor der ganz großen Sensation - einem Sieg gegen Serienmeister Red Bull Salzburg.

Eine halbe Stunde lang verteidigten die Oststeirer ihre Führung vorbildlich. Beinahe wie aus dem Nichts, musste man kurz vor Schluss allerdings doch den Ausgleich durch Patson Daka hinnehmen (Spielbericht >>>).

"Salzburg ist in den letzten Minuten mit seiner Qualität sehr viel Risiko gegangen. Wir hätten einfach weiter diszipliniert agieren müssen. Vor allem beim zweiten Gegentreffer hat mir der Biss gefehlt das Ding zu verteidigen. Dann wird man gegen so eine klasse Mannschaft mit so einer Situation halt auch bestraft", beschreibt Hartberg-Trainer Markus Schopp gegenüber "Sky" die Szene, die zum 2:2 führte.

Hartberg beendet 2019 in Topform

Auch wenn ein bisschen Frustration aufgrund des späten Ausgleichs durchaus verständlich ist, so konnte Schopp das Gesamtbild nach Abpfiff dennoch gut einordnen. "Ich glaube, wenn man gegen Salzburg einen Punkt macht, dann ist das für uns in Hartberg eine große Sache. Ich glaube, dass heute sogar mehr möglich gewesen wäre. Aber wir nehmen natürlich den Punkt."

Feststeht, dass dieser Punkt gegen Salzburg eine starkes Jahr 2019 für den TSV Hartberg abrundet. Dass Hartberg nach 18 Runden einen Kontostand von 28 Punkten vorzuweisen hat und somit auf dem fünften Rang der Liga steht, hätten wohl nur die wenigsten für möglich gehalten. "Wir wollen jedes Wochenende gut performen. Wir haben heute gegen eine sehr gute Mannschaft einen Punkt gemacht."

"Wir sind nicht unzufrieden. Ich glaube, dass da vielleicht sogar mehr möglich gewesen wäre. Wir werden uns richtig gut in die Vorbereitung stürzen, damit wir auch im Frühjahr unsere Punkte machen. Wenn wir nach 22 Runden dort sind, wo wir jetzt sind, sind wir natürlich sehr zufrieden."

Knackpunkt Rote Karte

In welche Richtung das Spiel hätte gehen können, wenn es Schiedsrichter Manuel Schüttengruber unterlassen hätte Salzburg-Mittelfeldspieler Majeed Ashimeru in der 16. Minute für ein mehr als nur fragwürdiges Foulspiel mit Rot vom Platz zu stellen, ist im Nachhinein nur schwer zu beantworten. Fakt ist, dass Salzburg auch in Unterzahl alles andere als hilflos agierte. Wenn auch nicht so dominant wie gewohnt, zogen die "Bullen" dennoch weiter ihr Spiel durch.

"Wir sind schon zufrieden, dass wir den Punkt mitgenommen haben. Es ist so schon schwierig, dass man gegen eine Mannschaft, die tief steht Räume findet. Wenn man einen Mann weniger hat und 0:1 in Rückstand ist, dann ist es natürlich noch schwieriger. Von dem her, war das schon ganz ordentlich, wie wir aufgetreten sind. Man hat nicht wirklich gemerkt, dass ein Mann gefehlt hat", meint Salzburg-Kapitän Andreas Ulmer.

"Das war ein wichtiger Punkt. Es war eine schwierige Situation mit unseren ganzen Verletzten. Es war nicht unser bestes Spiel, aber ein Punkt am Ende ist gut. Ich denke, beide Mannschaften hatten viel Leidenschaft im Spiel. Beide haben alles versucht. Am Ende war es ein guter Wettbewerb", sagt RBS-Trainer Jesse Marsch.


Textquelle: © LAOLA1.at

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