Jaissle: "Ich bin richtig stolz drauf"

 

Der FC Red Bull Salzburg pflügt weiter ungehindert durch die ADMIRAL Bundesliga!

Nach neun gespielten Runden stehen die "Bullen" noch immer mit dem Punktemaximum da. Auch der Wolfsberger AC stellte am Samstag keinen Stolperstein dar (Spielbericht >>>).

Als Salzburger Glanzstunde kann man den 2:0-Auswärtssieg im Lavanttal zwar nicht bezeichnen, vor allem in der Defensive konnten die Mozartstäder allerdings abermals unter Beweis stellen, warum man RBS in dieser Saison noch keinen Punkt abknöpfen konnte.

"In allererster Linie freut mich die Stabilität, die wir in der Defensive ausstrahlen. Das ist sicher ein Schlüssel für den Erfolg", erklärt Salzburg-Cheftrainer Matthias Jaissle, der in dieser Saison erst vier Gegentreffer beklagen musste, vor dem "Sky"-Mikrofon.

Neue RBS-Abwehr? "Es ist nicht selbstverständlich"

Dass man auch gegen den WAC defensiv so stabil agierte, darf in diesem Fall extra erwähnt werden. Immerhin wurde am Samstag aufgrund der Ausfälle von Maximilian Wöber, Oumar Solet, Kamil Piatkowski und dem Langzeit-Verletzten Albert Vallci ein brandneues Innenverteidiger-Duo, bestehend aus Jerome Onguene und Bernardo, aufgeboten.

Die neue Abwehrzentrale erhält von Matthias Jaissle nach dem Spiel ein Sonderlob: "Großes Kompliment, es ist nicht selbstverständlich. Als ein Innenverteidiger-Duo wünscht du dir natürlich, dass du viele Spiele gemeinsam machst, dass du die Abstimmung bestmöglich einstudierst."

"Die Jungs heute haben das zum ersten Mal gemacht und wirklich mit Bravour. Ich bin richtig stolz drauf, das stimmt mich positiv für die nächsten Wochen. Das spricht für den breiten Kader und die Qualität, die wir haben", erklärt der Deutsche, der seit seiner Amtsübernahme im Sommer noch immer keine Niederlage einstecken musste.

Jaissle wünschte sich mehr "Gaspedal"

Vor allem nach der Roten Karte von WAC-Verteidiger David Gugganig kurz vor der Pause wäre alles andere als eine Prolongierung Salzburgs Super-Serie als Sensation einzustufen gewesen. Trotz eines Manns mehr am Feld konnten die "Bullen" jedoch nur einen weiteren Treffer nachlegen.

"Als Trainer wünscht man sicher immer, dass man auf dem Gaspedal bleibt, aber teilweise sind sie schon sehr reif, trotz ihres jungen Alters. Die wissen auch, wie man einen Gegner dann bespielt", erklärt Jaissle. "Vielleicht hat der eine oder andere ein bisschen Körner gespart im Hinblick auf das Spiel gegen Lille."

Okafor "auf dem absolut richtigen Weg"

Erzielt wurde dieser zweite Treffer von Noah Okafor. "Ich fühle mich im Moment sehr fit. Heute ist mir wieder ein Tor gelungen. Ich versuche, so weiterzumachen", erklärt der Angreifer. Sein Ziel sei es natürlich, sich endlich in der ersten Mannschaft festzusetzn. "Langsam wird es Zeit. Ich hatte nicht immer so Glück. Ich bin stark geblieben, versuche immer, mein Bestes zu geben und dem Team zu helfen."

Matthias Jaissle traut dem Schweizer auf alle Fälle zu, bald in eine noch größere Rolle zu schlüpfen: "Er ist auf dem absolut richtigen Weg. Er entwickelt sich prächtig, so wie wir uns das vorstellen. Er macht das fleißig im Training, belohnt sich jetzt auch in den Spielen. Von dem her war der Startelf-Einsatz gerechtfertigt."

"Mutiger" WAC wird nicht belohnt

Beim Wolfsberger AC trauert man einer möglichen Sensation nicht nach - obwohl Chancen da waren. "Eventuell wär mehr möglich gewesen, obwohl man anerkennen muss, dass Salzburg die bessere Mannschaft war - ohne, dass ich von meiner Mannschaft ein schlechtes Spiel gesehen habe", erklärt WAC-Cheftrainer Robin Dutt.

Die Lavanttaler nahmen sich am Samstag einiges vor. "Wir haben uns heute für eine mutige Spielweise entschieden, auch mit dem Wissen, dass wir hinten nicht immer sattelfest waren. Da finde ich schon, dass wir kleine Schritte gesehen haben. Wir haben vorne gepresst und trotzdem den Speed des Gegners hinten unter Kontrolle gehabt. In Unterzahl war es schwieriger, trotzdem sind wir ganz zum Schluss nochmal zu ein, zwei halben Chancen gekommen", sagt Dutt.

In der Tat spielte der WAC gut mit den Salzburgern mit, dennoch liefen einige Schlüsselmomente gegen die Kärntner. "Wir haben ein dummes Standard-Tor gekriegt, dann die Rote Karte und dann ist es gegen Salzburg ganz schwierig. Es braucht halt auch Glück gegen Salzburg und das haben wir leider nicht gehabt", findet Dominik Baumgartner.

Dutt: "Haben Mentalität gezeigt"

Doch auch mit über 45 Minuten in Unterzahl lieferte der WAC ein anständiges Spiel ab. "Die Jungs haben in Unterzahl das beste daraus gemacht, was man erwarten kann. Sie haben Mentalität gezeigt, dagegengehalten und nicht ganz das Fußballspielen eingestellt, sondern die eine oder andere Chancen nach vorne gesucht", so Dutt.

Im Kopf ortet der Deutsche bei seiner Mannschaft zumindest kein Problem: "Ich tue mir schwer, nach einer Niederlage zu viel Positives zu sagen, aber es liegt mir fern, jetzt auf die Mannschaft draufzuhauen, weil ich gemerkt habe, dass sie sich dagegen wehren."


Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang »

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