Jaissle: "Rekorde nicht aussagekräftig"

 

RB Salzburg ist weiter auf Rekordjagd. Nach dem 3:1-Erfolg gegen den LASK (Spielbericht >>) stehen die Bullen in der Admiral Bundesliga nach zehn Runden mit einer blütenweißen Weste da.

Zehn Siege, 26 erzielte Tore, nur fünf Gegentreffer, lautet die spektakuläre Bilanz des Serienmeisters. Mit zehn Siegen am Stück stellten die Salzburger ihren eigenen Start-Rekord aus der Saison 2018/19 ein, dürften diesen allerdings bald brechen.

Denn wer soll diese Salzburger Mannschaft, die in dieser Saison noch kein einziges Pflichtspiel verlor und nur in der Champions-League-Gruppenphase gegen Sevilla remisierte, aktuell schlagen? Der LASK versuchte es anders als das Gros der bisherigen Liga-Gegner mit einer mutigen, aktiven Herangehensweise. Das funktionierte phasenweise zwar nicht schlecht, am Ende steht allerdings erneut ein hochverdienter Sieg des Ligakrösuses.

Was er von den Rekorden zum Saisonstart halte, wurde Erfolgstrainer Matthias Jaissle nach Spielende im "Sky"-Interview gefragt und antwortete bemerkenswert ehrlich: "Rekorde nach zehn Spielen sind nicht aussagekräftig. Wir sind auf dem richtigen Weg, aber den Titel gibt es erst am Ende der Saison."

"Das ist schon sehr beeindruckend"

Jaissle gibt den Weg vor, die junge Spieler folgen. Wer vor der Saison mit einem schwächelnden Meister rechnete, wurde auf imposante Art und Weise eines Besseren belehrt. Für Maximilian Wöber, mit 23 Jahren einer der "älteren" Akteure im Salzburg-Trikot, ist die aktuelle Mannschaft vielleicht die beste der vergangenen Jahre.

"Wir sind mittlerweile in einen Flow gekommen. Wir sind sehr stabil und reifer geworden als in den letzten Jahren", erklärte der Abwehrchef.

Tatsächlich macht das Team einen ungemein stabilen Eindruck. Auch die mutige Anfangsphase samt Latten-Kopfball des LASK brachte die Mannschaft nicht aus der Contenance. Ganz im Gegenteil legte man erst dann richtig los.

Jaissle sparte vor der anstehenden Länderspielpause daher nicht mit Lob für seine Truppe: "Wenn man so durchmarschiert, wie wir die letzten Wochen, dann muss man einfach den Hut ziehen. Die Jungs kommen immer an ihre Leistungsgrenze, das ist schon sehr beeindruckend."

(Text wird unter VIDEO forgesetzt)

"Fakt ist: Haben extrem dominante Mannschaft in der Liga"

Neben einer großen Portion Lob zeigte sich der Perfektionist Jaissle aber auch mit einigen Facetten des Spiels nur bedingt zufrieden. Er erklärte zwar, dass es von ihm wegen der schwachen Chancenauswertung keinen Vorwurfe gebe, ortete aber zumindest kleinere Mängel.

"Natürlich gibt es Verbesserungspotenzial in gewissen Bereichen, die Chancenverwertung gehört da dazu, und da werden wir auch ansetzen, wenn die Spieler von den Nationalteams wieder zurückkommen", schickte Jaissle gleich eine versteckte Kampfansage an die Konkurrenz.

Die scheint nach den bisherigen Eindrücken der Saison noch chancenloser als in den letzten Jahre. Andreas Wieland, Trainer des LASK, gab die Überlegenheit der Bullen neidlos zu:

"Die Qualität von Salzburg ist nun einmal sehr hoch. Fakt ist, dass wir eine extrem dominante Mannschaft in der Liga haben."

"Bleibt von Spiel zu Spiel ein harter Kampf"

Angesichts von zehn Punkten nach nur zehn Spieltagen keine gewagte These. Und auch Wöber, gegen den LASK mit seinem ersten Ligator für RB Salzburg, sagte stolz:

"Es schaut sehr klar aus. Wir sind da schon stolz drauf, zehn Spiele in Folge gewinnen zu können. Das ist auch für Salzburg keine Selbstverständlichkeit und zeigt, wie gut diese Mannschaft ist. Nach der Länderspielpause werden wir versuchen, genau da weiterzumachen."

Dazu appellierte auch Jaissle, der wohl eher aus Höflichkeit vor der Qualität der Gegner warnte: "Wir wissen nur, dass jeder Spieltag von Neuem hergibt, an unsere Grenze zu kommen. Wenn wir nur bei 80 Prozent gewesen wären, hätte der LASK sicher Punkte mitgenommen. Daher bleibt es von Spiel zu Spiel ein harter Kampf. Den wollen wir angehen und dann wird man sehen, wozu es reicht."

Auf Fragen nach einer ganzen Meisterschaft ohne Niederlage wollte Jaissle nach Ende des so erfolgreichen Blocks (noch) nicht eingehen. Es wäre der nächste von vielen Salzburg-Rekorden.

Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang »

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