Heinles "intensive" Feuertaufe bei Ried-Klagenfurt

Heinles Foto: © GEPA
 

Christian Heinle, plötzlich Cheftrainer also (Hier geht's zur Story >>>)!

Im tabellarischen Spitzenspiel des 10. Spieltags schaute bei der Premiere schlussendlich ein 1:1 im Heimspiel gegen Austria Klagenfurt (Spielbericht >>>) heraus, womit man weiterhin auf Platz vier bleibt.

Die Nervosität hielt sich beim Interimstrainer, der den erkrankten Andreas Heraf in den kommenden Tagen und Wochen ersetzen wird, in Grenzen. "Es war eine sehr positive Anspannung, ich war ja doch schon ein paar Jahre Cheftrainer, wenn auch im Unterhaus. Keine Frage, in der Bundesliga an der Linie mit sehr viel Zuschauern ist das schon was anderes. Aber spätestens wie das Spiel losgegangen ist, war ich voll fokussiert und innerlich voll im Spiel drinnen", gesteht Heinle bei "Sky".

Seine ersten 90 Minuten als Hauptverantwortlicher an der Seitenlinie beschreibt er als "sehr intensiv". Im Duell mit dem Aufsteiger wäre seiner Meinung nach aber mehr drin gewesen. "Es war ein Top-Spiel mit zwei verschiedenen Gesichtern. Wir haben eine für uns überragende erste Halbzeit gespielt und ich habe die Elfmeter-Szene an Chabbi noch mal gesehen und bin der Meinung, dass man den eigentlich klar geben müsste. Dazu hatten wir noch Super-Chancen, eigentlich müsstest du die Partie in der ersten Halbzeit entscheiden."

Doch es kam anders, weil Klagenfurt umstellte und die Rieder im zweiten Durchgang an den Rande einer Niederlage brachte. "Am Schluss musst du mit dem Punkt zufrieden sein."

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Auf Heinle wartet viel Arbeit bezüglich Stabilität

Am Ende durfte sich Heinle auch bei Torhüter Samuel Sahin-Radlinger bedanken, der mit Top-Paraden in der Drangperiode der Kärntner den einen Punkt festhielt.

Überraschend kam es für den Ried-Interimscoach nicht, dass Klagenfurt nach einer eher schwachen ersten Halbzeit zulegen konnte und es schlussendlich zu einem heißen Tanz wurde. "Klagenfurt steht nicht umsonst auf dem dritten Platz. Man hat gesehen, was sie für eine Qualität haben, wie sie dann ins Spielen gekommen sind."

(Text wird unter dem Video fortgesetzt)


Vor allem die Kompaktheit wurde als Kritikpunkt auserkoren. In der letzten halben Stunde habe man keine Lösungen mehr gefunden und sei in alte Muster zurückgefallen. "Daran hätten Andi, das Trainerteam und ich in den nächsten Wochen sowieso gearbeitet", verrät Heinle. Trotzdem wäre es seiner Meinung nach nicht so weit gekommen, wenn man das mögliche 2:0 erzielt hätte.

Von Seiten der Mannschaft wird der Heraf-Ersatz in den höchsten Tönen gelobt. Ein umgänglicher Typ, der dem Erfolg mit dem Team alles unterordnet.

"Werde Heraf so wenig wie möglich belästigen"

Der Verein hat dem 36-jährigen UEFA-A-Lizenz-Besitzer das vollste Vertrauen ausgesprochen. Kurz nach dem Match gab es noch keinen Kontakt zu Heraf.

"Ich muss gestehen, ich habe mein Handy noch nicht gesehen. Andi und ich haben am Anfang der Woche noch mal gesprochen, als er mitteilte, dass er die Auszeit braucht. Seitdem war ganz klar ausgemacht, dass es keine Kommunikation mehr bei ihm gibt. Er muss sich absolut schonen und regenerieren", so Heinle und meint weiter:

"Wir wollen alle, dass es gut läuft in den Wochen, in denen er nicht da ist. Er soll sich um nichts sorgen und wieder topfit sein, wenn er zurückkommt. Ich werde ihn auch so wenig wie möglich belästigen, das ist auch mit dem Verein ganz klar abgesprochen."

Vergleiche mit Heraf seien schwierig, auch was der bisherige Chef anders gemacht hätte. "Ich durfte die letzten Wochen und Monate bei Andi dabei sein und es waren da schon die Entscheidungen und Umstellungen immer eng abgesprochen. Wenn wir das 2:0 gemacht hätten, wüsste ich, was er gemacht hätte. Aber dazu ist es leider nicht gekommen", gibt sich Heinle kryptisch.

Große Herausforderungen für Heinle

Möglicherweise hätte Heraf mit einem zuversichtlichen Verteidiger das Ergebnis mehr verwaltet, doch nach dem 1:1 wurde der Plan ohnehin etwas über den Haufen geworfen.

Auf Heinle warten nach der Länderspielpause auf jeden Fall große Aufgaben. Es wartet nicht nur zwei Mal Sturm Graz, sondern auch Salzburg auswärts. Der neue starke Mann hat seine Position aber angenommen und freut sich auf die Herausforderungen.

"Die Auslosung ist extrem schwierig. Wir werden schauen, dass wir in allen Phasen des Spiels, von Training zu Training immer besser werden." Damit er Ried dann vielleicht sogar noch verbessert an Heraf zurückgeben kann.

Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang »

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