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Rapids Zusammenhalt erstaunt: "Wir sind eine Familie"

Wenn die Ersatzspieler zu jedem Torjubel stürmen, Assists wichtiger als Tore werden und sich Wechselspieler über's Zusehen freuen, stimmt vieles.

Rapids Zusammenhalt erstaunt: "Wir sind eine Familie" Foto: © GEPA

Nicht nur Tore wie das 4:0 gegen den WAC sind die Arbeit des ganzen Teams: Der Jubel nach einem Treffer ist es auch. Jedes Mal.

Wenn Rapid derzeit anschreibt, sind auch die Ersatzspieler und die Betreuer im Einsatz und knapp dran.

Es ist das offensichtlichste Merkmal eines Attributs, das von allen Seiten immer und immer wieder hervorgestrichen wird: Das Teamgefüge ist ausgezeichnet, der Zusammenhalt eine Grundlage für den Lauf des Tabellenführers.

Bei allen fußballerischen Fortschritten, die in Hütteldorf gemacht wurden, wohl der bedeutendste Fortschritt unter Johannes Hoff Thorup und seinen Betreuern.

"Nein, nein - WIR, das Team", korrigierte der Däne einen Kollegen, als ihm zum Sieg gratuliert wurde.

Und Ercan Kara hielt bei "Sky" getrost fest: "Ich hatte noch nie so viel Spaß, Fußball zu spielen. Wir sind eine Familie, das sieht man bei jedem Torjubel."

"Freuen uns, wenn einer wieder in Form kommt"

Gegen die Wolfsberger war das aus mehreren Gründen noch einmal deutlicher festzustellen.

Erstens, weil sechs Tore einfach viel Gelegenheit dazu gaben, dieses Muster zu zelebrieren. Zweitens, weil das ganze Team nach dem Spiel mit etwas Verspätung zu Derbysieger-Shirts kam und kollektiv trug.

Drittens, weil auch zwei Spieler zu Toren kamen, die es zuletzt etwas schwerer hatten: Tonni Adamsen und Claudy Mbuyi.

Beim Dänen wäre das gar nicht so aufgefallen, gehört er doch eigentlich zum Stamm und wurde gegen das Schlusslicht nur in der ersten Stunde geschont.

Dass die Scorer gegen die Vienna und im Derby nicht so leicht von der Hand gingen, schien den Stürmer aber beschäftigt zu haben, wenn man Yusuf Demirs Ausführung hörte. Der legte beim 4:0 sehr uneigennützig auf Adamsen ab, obwohl der eigene Abschluss auch eine Möglichkeit war.

"Heute war es wichtig, dass wir Tonni ein bisschen in Szene setzen, weil er scorertechnisch schwierige Wochen hatte. Mich freut es, dass ich ihm einen Assist geben konnte. Wir sind eine Mannschaft und es freut uns, dass einer, der zuletzt nicht in Form war, wieder in Form kommt", ließ der Spielmacher aufhorchen - eine ausgesprochen selbstlose Aussage.

Mbuyi hat Spaß, wenn Kara scort

Mbuyi hingegen befindet sich noch auf dem langsamen Weg zurück von seiner Verletzung, verbuchte nun das zweite Tor.

Und rutschte inhaltlich in der Mixed Zone immer wieder von der eigenen Person weg - obwohl er Ercan Kara auf seiner Position beim munteren Scoren zusehen muss. Oder doch darf?

"Zuallererst muss ich an das Team denken und ich freue mich, wenn Ercan scort. Oder Tonni. Ich bin wirklich happy, auch wenn ich nicht spiele – denn es ist ein siegendes Team", so der Franzose.

"Selbst wenn ich auf der Bank bin: Wenn ich das ganze Team spielen sehe, bin ich glücklich. Denn wenn ich dann ein paar Minuten bekomme, komme ich auch zu meinen Situationen, das macht wirklich Spaß. Ich weiß es sehr zu schätzen, in diesem Team zu spielen, in dem jeder seine Chance bekommen wird."

Das Körner-Trainingszentrum klingt nach einem Arbeitsplatz, auf dem man derzeit gerne eintritt.

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