Auch Manfred Schmid macht nach dem Debakel bei "Sky" keinen Hehl daraus, dass seine Mannschaft über weite Strecken chancenlos war.
Schmid: "In jedem System die Zweikämpfe nicht angenommen"
"In der ersten Hälfte haben wir noch versucht, mitzufighten, in der zweiten Hälfte waren wir aber völlig überfordert", analysiert der WAC-Coach.
Die zahlreichen taktischen Anpassungen hätten nicht den gewünschten Effekt gebracht. Nach der Umstellung auf eine Viererkette sei seine Mannschaft endgültig aus dem Spiel gewesen.
Eine reine Systemfrage sei das allerdings nicht: "Wir haben in jedem System, das wir heute versucht haben, die Zweikämpfe nicht angenommen."
Auch mit den individuellen Leistungen seiner Spieler zeigt sich Schmid unzufrieden. "Viele haben die Chance heute nicht genutzt", hält der 55-Jährige fest. Gleichzeitig ist er überzeugt, dass mehr in der Mannschaft steckt: "Dass die Mannschaft besser spielen kann, das hat sie auch gegen Sturm Graz gezeigt."
Länderspielpause soll Wende bringen
Nun soll die anstehende Länderspielpause genutzt werden, um die Mannschaft wieder auf Kurs zu bringen. Schmid kündigt eine genaue Analyse sowie zahlreiche Gespräche an. Außerdem müsse man dafür sorgen, dass die Spieler wieder frisch und fit werden.
Wohlmuth sieht in den kommenden Wochen eine wichtige Gelegenheit: "Nach der Länderspielpause kommen die Gegner, gegen die wir punkten müssen."
Mit lediglich sechs Punkten aus zwölf Spielen liegt der WAC weiterhin am Tabellenende. Seit dem einzigen Saisonsieg zum Auftakt gegen Austria Wien warten die Kärntner mittlerweile elf Bundesliga-Spiele auf einen vollen Erfolg.
Nach der Pause warten auf die Wolfsberger noch vier Ligaspiele vor der Winterpause. Gegen die SV Ried (Heim), Austria Wien (Auswärts), Austria Lustenau (Heim) und Red Bull Salzburg (Auswärts) soll endlich der Turnaround gelingen.