Roland Schmid: Seine Pläne mit Rapid

Aufmacherbild Foto: © GEPA
 

Der Wahlkampf um die kommende Präsidentschaft beim SK Rapid Wien geht in die heiße Phase, am 25. November wird bei der Ordentlichen Hauptversammlung über das neue Präsidium der Hütteldorfer entschieden. Infos zur Zulassung beider Listen >>>

Das "Team Schmid" rund um IMMOunited-Inhaber Roland Schmid wagt sich nun aus der Deckung und präsentiert sein Konzept, das unter dem Titel "GrünWeiße Weichenstellung JETZT!" läuft, der Öffentlichkeit.

"Wir glauben, für die Zukunft von Rapid die passenden Konzepte und Antworten zu haben. Wir würden diese Pläne gerne mit dem bestehenden sportlichen Führungspersonal umsetzen und Geschäftsführer Sport, Zoran Barisic, bzw. sein Team sogar noch aufwerten", meint Allianz-Vorstand Christoph Marek, der auf der Liste Vizepräsident kandidiert.

Besonderer Fokus des "Team Schmid" wird auf den sportlichen Bereich gelegt: Es wird ein "Alles für den Sport"-Konzept sowie das vorrangige Ziel verfolgt, dass "beim Rekordmeister schnellstmöglich Ruhe einkehren, die geduldige und konsequente Umsetzung von mittel- und langfristigen Konzepten in den Vordergrund rücken" muss.

Vier Maßnahmen im Konzept

Folgende Punkte werden vom Team Schmid hervorgestrichen: Rapid müsse im Sinne eines Sportvereins, nicht als auf Gewinn ausgerichteter Wirtschaftsbetrieb geführt werden. Eine durchgehende "grüne Linie" wird im sportlichen Bereich dabei "ohne Wenn und Aber" etabliert, ein konsequentes Konzept in allen Bereichen von Athletik über Mentalität bis zur Spielphilosophie verfolgt. Der Trainer-Stab unter Führung von Zoran Barisic soll kontinuierlich gestärkt werden.

Die größte Chance sehen Schmid und Co. im eigenen Nachwuchs, die Akademie soll hinsichtlich Infrastruktur und Betrieb internationalen Maßstäben gerecht werden und die besten Talente aus Österreich und der CEE-Region anziehen. Die Quote an Eigenbauspielern im Profi-Kader soll in den nächsten 3-5 Jahren auf 50 Prozent angehoben werden.

Die (Gesprächs-)Kultur mit Vertretern von ÖFB, Bundesliga, Behörden, Klubs, Sponsoren, Medien usw. soll gut ausgestaltet sein.

Viertens sollen neue finanzielle Mittel - ergo Sponsoren - aufgestellt werden, um besonders die ambitionierte Akademie-Lösung stemmen zu können. Hier sollen auch spezielle Nachwuchs-Sponsoren gefunden werden.

Hoher Fokus auf die Akademie und den Nachwuchs

Vor allem die Nachwuchsarbeit nimmt einen gewichtigen Teil der sportlichen Pläne ein. Es wird eine "Verschiebung der Wertigkeiten" gefordert. Die Akademie soll den Profis gleichgestellt werden, der sportliche Nachwuchs soll Vorrang vor externen Transfers genießen.

"Wir bereiten Finanz-Lösungen für eine schlagkräftige Akademie vor - Kompromisse kommen für uns dabei nicht in Frage", ergänzt Marek.

Es sollen künftig zwingend 20 Prozent des nationalen Budgets der Akademie und dem Nachwuchs gewidmet werden - eine Vervierfachung des momentanen Werts. Zudem sollen Vorkehrungen getroffen werden, um den Bereich Frauenfußball "sukzessive vom Nachwuchs ausgehend aufzubauen".

"In unserem spielerzentrierten Ansatz verfolgen wir eine ganzheitliche Methodik und gehen von der Annahme aus, dass eine Individualisierung des Ausbildungs-, Trainings- und Betreuungs-Betriebes, in Abgrenzung zur Gleichschaltung über alle Persönlichkeitstypen und körperlichen Bedürfnisse hinweg, besser geeignet ist, die persönlichen Leistungen zum Wohle des Kollektivs zu steigern", ist zum Thema Ausbildung zu lesen.

Ab Februar 2020 sollen "unter Einbeziehung sämtlicher Stakeholder (organisierte Mitglieder, Gremien, Legenden, Angestellte, sportliche Mitarbeiter, Spieler, Eltern)" zumindest vier Arbeitsgruppen nachhaltige Konzepte für die Zukunft entwickeln.

  • Arbeitsgruppe Sport

Leitung im Präsidium:​ Max Kindler

Weitere Teilnehmer: ​2-3 Präsidiumsvertreter, GF Sport, Cheftrainer, Steffen Hofmann, Mitgliedervertreter, Mentaltrainer, Ernährungswissenschaftler, Sportmediziner, Psychologe, Spielervertreter (aus dem eigenen Nachwuchs kommend)

  • Arbeitsgruppe Nachwuchs/Akademie

Leitung im Präsidium​: Conny Wilczynski gemeinsam mit Christoph Marek

Weitere Teilnehmer: Max Kindler, Renate Anderl, GF Sport, Jugendtrainer, Elternvertreter (Ö/Ausland), Steffen Hofmann, Spieler aus dem eigenen Nachwuchs

  • Arbeitsgruppe Finanzen

Leitung im Präsidium: ​Christoph Marek

Weitere Teilnehmer: 2-3 Mitglieder mit entsprechendem Background, Verantwortliche Direktoren und Spezialisten aus der GmbH, idealerweise von anderen Vereinen kommend und relativ jung bei Rapid, N.N. seitens Präsidium, N.N. Wirtschaftsprüfer, N.N. seitens Kuratorium

  • Arbeitsgruppe Rapid Familie

Leitung im Präsidium:​ Renate Anderl gemeinsam mit Thomas Waldner

Weitere Teilnehmer: 2 Vertreter aus dem Präsidium, Mitgliedervertreter, aktive Fanszene, Initiativen, Mitarbeiter des Vereins, Vertreter aus dem Nachwuchsbereich, Abonnenten

Prominente Unterstützer

Michael Tojner und Andreas Herzog werden "vorrangig" als Unterstützer des Konzepts genannt.

"Unter der Voraussetzung, dass die Liste Grüneis am 25.11.2019 zum neuen Präsidium des SK Rapid gewählt wird, steht Michael Tojner mit VARTA als Sponsor der Nachwuchsakademie bereit", ist zu lesen. Die "Liste Grüneis" ist in den vergangenen Tagen mit der "Liste Schmid" fusioniert.

HIER DAS GESAMTE KONZEPT >>>

Textquelle: © LAOLA1.at

Präsidenten-Wahl bei Rapid: Martin Bruckner will zwei Listen

Zum Seitenanfang »

LAOLA Meins - Tags folgen

COMMENT_COUNT Kommentare