Rapid: Status quo der Rückkehrer

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Die Länderspielpause hat dem SK Rapid nach intensiven Wochen gut getan.

In den vergangenen zwei Wochen konnte Kraft getankt werden, einige Langzeitverletzte nützten die Auszeit, um sich im Mannschaftstraining zurückzumelden.

Stürmer-Neuzugang Andrija Pavlovic, Abwehrchef Christopher Dibon und auch Dauerpatient Ivan Mocinic kehrten auf den Trainingsplatz zurück.

Doch wie weit sind die zuletzt Verletzten wirklich und wann können sie Rapid wieder helfen? Trainer Goran Djuricin klärt im Gespräch mit LAOLA1 auf.

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ANDRIJA PAVLOVIC:

Der 24-jährige serbische Stürmer hat noch keine Partie für seinen neuen Arbeitgeber absolviert. Nach der Ankunft des ehemaligen FC-Kopenhagen-Spielers zog er sich im Trainingslager in Windischgarsten einen Muskelriss im Hüftbereich zu und fiel wochenlang aus. Die Genesung schritt jedoch besser voran als geplant. Nun greift er im Mannschaftstraining erstmals so richtig an, sein Debüt rückt Schritt für Schritt näher. "Wir müssen in den nächsten Tagen schauen, wie seine Entwicklung verläuft. Aber er trainiert mittlerweile schon zwei Wochen mit, es schaut zurzeit nicht so schlecht aus", bestätigt Djuricin, der auf Nachfrage sogar einen Kaderplatz im Derby nicht mehr ausschließt: "Vielleicht, da müssen wir schauen, wie es die nächsten Tage rennt und wie weit er ist. Er trainiert schon mit, ihm geht es gut, aber ob das schon für Sonntag reicht für die Bank, das weiß ich noch nicht. Das ist noch zu früh." Prinzipiell ist Pavlovic aber ein anderer Stürmertyp als Deni Alar, der bisher nur teilweise überzeugen könnte. Wenn der Serbe topfit ist, könnte dieser schon bald eine große Konkurenz um ein Stammleiberl darstellen: "Natürlich, er kann sehr gut den Ball halten, ist nicht leicht ausrechenbar, weil er technisch sehr gut ist. Er hat einen guten Linken, einen guten Abschluss. So einen Typen wie ihn haben wir sicher kein zweites Mal, und er hat sehr viel Selbstvertrauen. Ich freue mich, wenn er dann fit ist. Ich weiß nur noch nicht, ob es sich schon am Sonntag ausgeht. Aber er ist natürlich in der Offensive eine Waffe", gibt Djuricin zu.

CHRISTOPHER DIBON:

Zuletzt wurde in der Abwehr viel rotiert: Max Hofmann, Mario Sonnleitner, Mert Müldür, Mateo Barac - sie alle kamen zum Einsatz und trotzdem vermisst man bei den Wienern den eigentlichen Abwehrchef Christopher Dibon. Der 27-jährige Schwechater hat nach einer schwierigen Hüftoperation fast ein Jahr Zwangspause hinter sich und musste am Weg zum Comeback auch zwischendurch noch einmal einen Gang zurückschalten. Gegen Ebreichsdorf feierte er vor knapp zwei Wochen seine Rückkehr bei Rapid II in der Regionalliga Ost und spulte 90 Minuten ab. Und wann wird er wieder ein Thema für die Profis? "Ich möchte ihm noch mindestens zwei, drei Spiele (Anm.: bei Rapid II) geben und dann schauen, wie es ihm die nächsten vier Wochen geht. Es schaut derweil sehr gut aus. Aber nach einem Jahr Pause muss man aufpassen", weiß Djuricin. Schließlich ist Dibon für seine Verletzungsanfälligkeit bekannt, zum Leidwesen des Routiniers. Bei Rapid sehnt man seine Rückkehr herbei: "Jeder hat irgendwo seine Schwächen und Stärken, aber dafür kommt er immer wieder noch gestärkter zurück und als Vize-Kapitän ist er ein sehr wichtiger Mann bei uns."

IVAN MOCINIC:

Die Frage aller Fragen lautet: Wie geht es Ivan Mocinic und wird dieser überhaupt noch einmal für die Rapid-Profis spielen? Die lange Verletzungsstory inklusive Rückfällen des Kroaten ist bekannt, nun keimt neue Hoffnung auf. Nach einer erneuten Reha in Pula steht er wieder mit seinen Mannschaftskollegen auf dem Platz. Ein Anblick, der allen Beteiligten Freude bereitet, doch keiner will sich zu früh freuen. "Sein Zustand ist nach der Reha besser als er vorher war. Er läuft runder, ist voll im Training integriert, hat aber den einen oder anderen Tag in der Woche, wo er eine Pause braucht, er war doch auch über ein Jahr verletzt. Es sieht viel besser aus als vorher. Wenn er dabei ist, spult er das volle Programm ab. Dafür hat er dann halt einmal das eine oder andere Training frei oder macht Sachen, die er braucht, im Ausdauer- oder Kraftbereich", fasst Djuricin zusammen. Der Rapid-Coach wird Mocinic wieder langsam integrieren, doch der Prozess bis zu einem möglichen Comeback könnte doch noch länger dauern. "Wenn er mal zwei, drei Wochen durchtrainieren kann, ohne dass man ihn rausnehmen muss, dann kann er mal das eine oder andere Spiel bei den Amateuren spielen und dann muss man weiterschauen. Man muss sich auf jeden Fall vorsichtig herantasten." Sein letztes Pflichtspiel absolvierte der mittlerweile 25-Jährige im Dezember 2016, danach folgten mehrere Knie-Operationen nach einem Knorpelschaden. "Man muss schon sehr vorsichtig sein, ihm zuhören und die Geschichte vorsichtig angehen. Da muss man wirklich von Woche zu Woche schauen, wie es ihm geht. Da sollte man Ruhe bewahren, sensibel sein und schauen, wie er auf die Trainings reagiert." Da der Mittelfeldspieler jedoch schon Gedanken ans Karriereende verschwendete, sind die aktuellen Updates umso positiver zu sehen.

PHILIPP SCHOBESBERGER:

Noch kein Licht am Ende des Tunnels gibt es bei Philipp Schobesberger. Der wieselflinke Außenbahnspieler steht noch nicht im Mannschaftstraining und muss sich nach seiner Hüftverletzung erst wieder im Individualtraining herankämpfen. Auch Djuricin kann noch nicht abschätzen, wann er wieder mit dem einfachen ÖFB-Teamspieler planen kann. "Nein, das kann man überhaupt nicht sagen. Das wäre nicht seriös. Aber er trainiert schon Teile des Mannschaftstrainings mit. Also er ist gut in der Zeit, sagen wir so. Man kann es nicht absehen, das kann in einem aber auch zwei Monaten sein. Das wäre jetzt zu früh, irgendwas zu sagen. Das dauert sicher noch einige Wochen." Die Schnelligkeit und Unberechenbarkeit des quirligen Offensivspielers würde den Wienern mit Sicherheit gut tun, doch vor ihm werden noch andere ihr Comeback schaffen.

TAMAS SZANTO, BOLI BOLINGOLI und MANUEL THURNWALD:

Tamas Szanto fehlt Rapid mit einem Knorpelschaden schon seit März. Und trotzdem muss der 22-jährige Ungar noch Geduld haben. "Szanto hat noch die Reha für sein Knie, das dauert natürlich noch ein paar Wochen", verrät Djuricin. Auch bei Boli Bolingoli wird es nach seiner Muskelverletzung noch dauern: "Da kann man auch noch nicht viel sagen. Er hat eine Muskelverletzung, die zwischen vier bis sechs Wochen dauern kann. Ob es jetzt noch drei oder vier Wochen sind, können wir auch noch nicht sagen. Sie sind alle jeden Tag fleißig im Reha-Bereich tätig, Manuel Thurnwald genauso." Jeder Rückkehrer ist für Rapid in den kommenden Wochen der Wahrheit Gold wert. Bei dem einen oder anderen wird es nicht mehr lange dauern, bei anderen hat Geduld noch oberste Priorität.

Textquelle: © LAOLA1.at

Zwei Mal ausverkauft? Rapid vor Premiere

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