VIDEO: Vogel bezieht zu Pyrotechnik Stellung

Aufmacherbild Foto: © GEPA
 

Österreichs Bundesregierung möchte dem Einsatz von Pyrotechnik in den heimischen Stadien endgültig einen Riegel vorschieben.

Dies kommt in der heimischen Fan-Szene naturgemäß gar nicht gut an.

Sturm-Trainer Heiko Vogel betont zwar, dass Pyros eine gefährliche Sache seien, hat jedoch Verständnis für die Sichtweise der Anhänger: "Fußball lebt von Fans und Fan-Kultur. Das ist kein Freifahrtsschein, aber wir alle sollten akzeptieren, dass die Fans genauso ein Bestandteil sind wie die Akteure auf und nebem dem Platz. Man sollte sie respektieren."

Der Deutsche plädiert dafür, gemeinsam einen Weg zu finden, das Produkt Fußball optimal zu verkaufen.

VIDEO: Das gesamte Statement von Vogel zum Pyro-Thema:

(Text wird unter dem Video fortgesetzt)


Sturm-Fans setzen sich zur Wehr

Sturms Fans wehren sich jedenfalls gegen das angekündigte Verbot. Am Rande des 4:2-Siegs bei der Admira enthüllen sie ein Transparent mit folgendem Text: "Pyro im Stadion verbieten wird zach - fragt bei Mitzi Fekter nach!"

Schon im Vorfeld der Partie veröffentlichte das "Kollektiv 1909" eine Aussendung, die sich mit den angekündigten Maßnahmen auseinandersetzt.

Darin heißt es: "Neu hinzugekommen sind die 'krebserregenden Dämpfe', die dabei verursacht würden. Auch wenn wir der aktuellen Raucherdebatte wertfrei gegenüberstehen, ist es durchaus bemerkenswert, dass Rauchen in geschlossenen Räumen 'gemütlich' und 'Teil der Selbstbestimmung' ist, während Pyrotechnik an der frischen Luft aus gesundheitlichen Gründen lieber heute als morgen unterbunden werden muss. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt."

Im konkreten Fall hätte die Politik jedoch die Rechnung ohne den Wirt gemacht. Denn Pyrotechnik sei Teil der österreichischen Fankultur.

Versprechen der Fans: "Lassen uns unsere Fankultur nicht nehmen!"

"Die ganz große Mehrheit der Kurve steht nach wie vor geschlossen hinter dem vernünftigen Einsatz von Pyrotechnik und wird sich weder durch Stimmungsmache seitens der Politik noch durch eine mediale Panikmache nach deutschem Vorbild beirren lassen."

Kollektiv 1909

"Natürlich muss auch in Sachen Pyrotechnik ein vernünftiger Zugang gewählt werden, was gerade die Fangruppen in Graz immer wieder bewiesen haben. Zum einen wurden Böller schon lange aus dem Repertoire verbannt, zum anderen wurde auch der Einsatz von Pyrotechnik nahezu immer in einem vernünftigen Ausmaß vollzogen. Und wurde doch einmal etwas über die Stränge geschlagen, so hat man das intern reflektiert. Nicht zuletzt werfen die Fangruppen auch stets ein Auge darauf, dass mit Pyrotechnik innerhalb der Kurve sicher und vernünftig umgegangen wird", schreiben die Sturm-Fans.

Die ohnehin mauen Zuschauerzahlen würden bei einem Fehlen der Stimmung in den Kurven nicht steigen. In diesem Zusammenhang wird auch die Bundesliga angesichts in den letzten Jahren kontinuierlich steigender Strafen in die Pflicht genommen: "So sollen also die wenigen Vereine mit Fans noch zusätzlich abgestraft werden, während man gleichzeitig von einem höheren Ligaschnitt träumt – welch Ironie!"

Das Versprechen: "Wir lassen uns unsere Fankultur nicht nehmen! Die ganz große Mehrheit der Kurve steht nach wie vor geschlossen hinter dem vernünftigen Einsatz von Pyrotechnik und wird sich weder durch Stimmungsmache seitens der Politik noch durch eine mediale Panikmache nach deutschem Vorbild beirren lassen."

Unter dem Strich werde es auch diesmal nur beim Versuch der Politik bleiben, ein wichtiges Element der Fankultur auszulöschen.

Die komplette Aussendung des "Kollektiv 1909":


Textquelle: © LAOLA1.at

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