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Prozessauftakt zum Platzsturm beim 343. Wiener Derby

Ein Großverfahren zu Ausschreitungen vom September 2024 startet. Insgesamt sind 22 Angeklagte wegen schwerer gemeinschaftlicher Gewalt vor Gericht.

Prozessauftakt zum Platzsturm beim 343. Wiener Derby Foto: © GEPA

Am Montag beginnt am Wiener Landesgericht ein Prozess um die gewalttätigen Ausschreitungen beim 343. Wiener Derby zwischen Rapid und Austria.

Am 22. September 2024 war es im Allianz Stadion zu unfassbaren Szenen gekommen, als nach dem Match gewaltbereite Zuschauer den Platz stürmten.

Krawallöse Fans beider Lager zündeten pyrotechnische und andere Gegenstände und gingen aufeinander bzw. auf einschreitende Polizeibeamte los. Mehrere Personen wurden verletzt.

Eine Polizeibeamtin erlitt Verbrennungen, ein männlicher Kollege einen vorübergehenden Hörverlust sowie einen Tinnitus am linken Ohr.

Ein Mann landete mit einem Bruch des linken Kieferhöhlenbodens, einem Bruch der linken Augenhöhle, einem Bruch des linken Jochbeins und einer Nasenbeinfraktur im Spital.

22 Männer angeklagt

22 Männer hat die Staatsanwaltschaft wegen schwerer gemeinschaftlicher Gewalt (§ 274 StGB) angeklagt. Sie waren im Tatzeitpunkt zwischen 19 und 62 Jahre alt.

Beim Großteil von ihnen handelt es sich laut Anklage um rabiate Anhänger der Austria. Nur drei Beschuldigte konnten am Ende der Ermittlungen keinem der beiden Vereine zugeordnet werden.

Die Hauptverhandlung mit vorerst elf Terminen ist bis zum 21. April anberaumt.

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