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Pflichtsieg für Salzburg? - Spannung vor Grazer-Derby

Die "Bullen" wollen zurück auf die Siegerstraße. In Graz kommt es zum Stadt-Duell zwischen Sturm und dem GAK.

Pflichtsieg für Salzburg? - Spannung vor Grazer-Derby Foto: © GEPA
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Nach der 0:4-Niederlage in der Europa League gegen AC Milan will Red Bull Salzburg in der ADMIRAL Bundesliga den Anschluss an die Tabellenspitze nicht verlieren.

Deshalb zählt für die Truppe von Trainer Danny Röhl im Heimspiel der 9. Runde am Sonntag (14:30 Uhr im LIVE-Ticker) gegen den Vorletzten Altach nur ein Sieg.

Viele Blicke sind auch nach Graz gerichtet, wo Sturm als Gastgeber im Derby den GAK empfängt. Das Schlusslicht WAC hofft auf einen Befreiungsschlag gegen WSG Tirol.

Salzburg - Altach: Gastgeber "in der Pflicht"

Vier Spiele, vier Siege, 13:2-Tore: Salzburg hat in dieser Ligasaison zu Hause noch eine makellose Bilanz. Für eine Fortsetzung dieser Serie muss eine andere beendet werden, gelang doch in den jüngsten vier Pflichtspielen gegen Altach kein Sieg.

"Die Vergangenheit hat gezeigt, dass die Duelle mit den Vorarlbergern zuletzt recht eng waren, sie uns alles abverlangt haben", sagte Röhl.

Der Deutsche erwartet ein "ähnlich unangenehmes Spiel" wie zuletzt bei der Nullnummer beim GAK. Dem gefolgt war am Donnerstag die Niederlage gegen Milan. "Die jüngsten zwei Ergebnisse waren nicht das, was wir uns erhofft hatten, deshalb stehen wir im Heimspiel in der Pflicht", betonte der Deutsche.

Anschluss an Rapid soll gewahrt werden

Der als einziges Ligateam unbesiegte Verfolger will dafür sorgen, dass der Drei-Punkte-Rückstand auf Leader Rapid nicht größer wird.

"Es geht generell darum, dass wir unsere Stärken und unsere Intensität auf den Platz bringen und in den Abschlüssen im letzten Drittel klarer werden. Wir wollen zielstrebig und mit möglichst wenig Kontakten unsere Angriffe zu Ende spielen", sagte Röhl.

Milan diene als gutes Beispiel. Ob der zuletzt kranke Karim Konate dabei sein kann, wird sich zeigen. Veränderungen kündigte Röhl an, eine große Rotation wollte er auf dem Weg zum ersten Sieg gegen Altach seit 19. Oktober 2024 (2:1) "eher ausschließen".

Bähre fehlt gesperrt

Die Vorarlberger warfen die "Bullen" im März im Cup-Halbfinale in Wals-Siezenheim mit 1:0 aus dem Bewerb. Zuvor hatte es in der Liga drei Remis gegeben.

"Als Lieblingsgegner würde ich sie deshalb aber nicht betiteln. Uns erwartet ein Brocken", sagte Abwehrspieler Benedikt Zech.

Sein Trainer hob die enorme Kaderqualität der Gastgeber hervor. "Sie haben im Sommer wieder Transfers gemacht, die andere Teams nicht machen können", betonte Ognjen Zaric. Das Milan-Spiel hat er verfolgt.

"Salzburg ist es gegen einen Gegner mit individuell brutaler Qualität anders angegangen als in der Liga, am Sonntag wird das Bild wieder ein anderes sein." Von seinem Team, in dem der gesperrte Mike Bähre fehlt, möchte er die "Konsequenz in beiden Sechzehnern" sehen, wie zuletzt beim 3:0 gegen den WAC. "Der Dreier hat dem ganzen Verein gut getan", sagte Zech.

Sturm - GAK: Schwarze Erfolgsbilanz gegen Scheiblehner-Serie

Sturm - GAK: Schwarze Erfolgsbilanz gegen Scheiblehner-Serie
Sturm geht als Favorit ins Derby.
Foto: ©IMAGO / STEINSIEK.CH

Vor dem 204. Grazer Derby spricht das Gesetz der Serie für Sturm. Schwarz setzte sich in den vergangenen sechs Duellen mit Rot immer durch - schon jetzt ein Rekord.

Sturm ist außerdem in der Bundesliga gegen steirische Kontrahenten 18 Spiele (bei 14 Siegen) ungeschlagen und will diesen Lauf fortsetzen.

Was für den ersten GAK-Derbyerfolg seit November 2006 spricht: Unter Gerald Scheiblehner haben sich die Rotjacken zur schwer zu knackenden Nuss entwickelt, an der sich zuletzt auch Salzburg die Zähne ausbiss.

Batterien aufgeladen

Nach dem 0:0 gab der in fünf Spielen als GAK-Coach noch ungeschlagene Scheiblehner zwei Tage frei, um die Batterien aufzuladen. "Einige Spieler sind in sehr guter Verfassung sowohl körperlich, als auch mental", berichtete der Linzer nun.

Einziges Manko seines Teams: Es hat sich zu wenig belohnt. "Wir haben in Anbetracht der Leistungen zu wenig gewonnen", meinte Scheiblehner.

Er führte diesbezüglich die Statistik von 13:3 Torschüssen in der zweiten Halbzeit gegen Salzburg an. Michael Sollbauer sah nicht viel Abstand zu Sturm: "In einem Spiel ist vieles möglich", so der Innenverteidiger.

Ausverkauftes Haus

Bei Sturm "folgt einem Highlight das nächste", wie Fabio Ingolitsch nach der Rückkehr aus England anmerkte. Über Müdigkeit soll demnach nicht gesprochen werden.

Ingolitsch berichtete lieber von der "positiven Energie", die sein Team auch aus Bournemouth mitgenommen habe. "Wir wollen gewinnen. Wir müssen gewinnen", sagte er mit Blick auf das mit über 17.000 Zuschauern ausverkaufte Derby.

Gewarnt ist Sturms Coach vor den Standardsituationen des Erzrivalen. Dieser sei außerdem "eine Mannschaft mit hoher Energie". Für den Salzburger Ingolitsch ("Ich bin positiv aufgeregt") ist es sein erstes Grazer Derby.

An der Personallage ändert sich nichts. Vier Tage später geht es für den Tabellenvierten wieder in der Europa League gegen Olympique Marseille weiter.

WAC - WSG Tirol: Heimsieg "alternativlos"

WAC - WSG Tirol: Heimsieg "alternativlos"
Thomas Silberberger wirkte zuletzt ratlos.
Foto: ©GEPA

Vier Liganiederlagen in Folge mit einem Torverhältnis von 2:13, dazu sieben Spiele sieglos: Die Talfahrt des WAC konnte bisher nicht gestoppt werden.

Die nächste Möglichkeit gibt es im Heimspiel gegen WSG Tirol, es ist zugleich wohl die letzte für Trainer Thomas Silberberger, seinen Job zu retten. Der Tiroler hatte zuletzt nach dem 0:3 in Altach ratlos gewirkt.

"Wir sind in einer schrecklichen Ausgangslage, die letzten Wochen waren definitiv nicht so, wie wir uns das vorgestellt haben, aber am Sonntag müssen wir halt den Bock einfach umstoßen. In Wahrheit ist ein Sieg alternativlos", sagte der WAC-Coach.

Duell mit dem Ex-Klub

Gelingen muss der ausgerechnet gegen seinen Ex-Klub, laut Silberberger ein "sehr spielstarker Gegner, der eine gute Idee hat".

Auch Raffael Behounek hat WSG-Vergangenheit. "Wir haben einiges gutzumachen, wollen aus der Negativspirale rauskommen. Ich hoffe, dass wir am Sonntag ein anderes Gesicht zeigen, als in den vergangenen Wochen", verlautete der Innenverteidiger.

Bei einem WAC-Erfolg hätten beide Teams acht Punkte, die Tiroler sind aktuell Achter. Auch sie wollen einen Negativlauf nach drei sieglosen Spielen und zuletzt zwei Niederlagen stoppen.

Semlic wollte Behounek auch

"Wir müssen in unserer Box und in der des Gegners konsequenter sein", fordert WSG-Trainer Philipp Semlic im Vergleich zum 1:2 gegen Ried.

Von der Tabelle lässt er sich nicht blenden. "Wir treffen auf einen Gegner, der mit dem Rücken zur Wand steht. Wir wissen aber, dass angeschlagene Boxer immer am gefährlichsten sind", schilderte der Steirer.

Im Sommer hätte er auch gerne Behounek zurück zur WSG geholt. "Das war aber nicht finanzierbar für uns", sagte Semlic, der vor der "außergewöhnlich starken Offensive" der Kärntner warnte.

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