Endstand
0:4
0:2 , 0:2
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Chancenlose Salzburger - "Müssen wieder dorthin kommen, dass..."

Die "Bullen" waren gegen Milan so unterlegen wie selten zuvor im Europacup. Gibt es nach der ersten Saisonpleite nun den Einbruch?

Chancenlose Salzburger - "Müssen wieder dorthin kommen, dass..." Foto: © GEPA

Deutlicher Realitätscheck für den FC Salzburg!

Im 16. Pflichtspiel unter Danny Röhl kassierten die "Bullen" die erste Niederlage. Es war eine sehr klare und mit 0:4 in der Höhe auch verdiente gegen die AC Milan in der UEFA Europa League (Spielbericht>>>).

Röhl: "Mindestens einen Kopf größer als wir"

Durchrotierte "Rossoneri" ließen den Salzburgern von Beginn weg nicht den Hauch einer Chance und konnten sich sogar die ein oder andere Hängephase während der Partie leisten.

"Heute war die AC Milan mindestens einen Kopf größer als wir, das müssen wir so anerkennen", lautet das bittere Fazit von Coach Danny Röhl.

Linksverteidiger Dominik Schmid ergänzt: "Man hat heute den Klassenunterschied gesehen."

Zwei Flanken, zwei schnelle Gegentore

Gleich zwei Mal machte das italienische Top-Team die Salzburger früh in der Begegnung über rechts auf, eine einfache Flanke reichte jeweils, um die "Bullen"-Abwehr zu knacken - Youngster Alphadjo Cisse bedankte sich mit einem Doppelpack in Halbzeit eins.

"Unsere Boxverteidigung war nicht gut organisiert. Oftmals von rechts ein Inside-Dribbling, dann die Flanke auf den zweiten Pfosten. Da waren wir nicht wach genug und sind nicht in der richtigen Körperposition zum Gegenspieler gestanden, um Zugriff zu haben. Das wird auf dem Level bestraft", analysiert Röhl.

Schmid: "Gegen den Ball kein schlechtes Spiel"

Da hilft es wenig, dass die "Bullen" gegen die im Aufbau oftmals etwas fahrig agierenden Mailänder viele gute, weil hohe Ballgewinne einfahren konnten.

"Ich hatte das Gefühl, dass wir gegen den Ball kein schlechtes Spiel gemacht haben. Wir haben viele hohe Ballgewinne gehabt, aber es ist viel zu wenig daraus entstanden", schüttelt Schmid den Kopf.

Die beste Salzburger Chance, doch nochmal ins Spiel zurückzukommen, fand Jesper Lindström nach einem schlimmen Fehlpass des unter Druck gesetzten Ardon Jashari vor. Ex-Salzburger Strahinja Pavlovic konnte blocken, im direkten Gegenzug kassierten die "Bullen" das 0:3 durch Triplepacker Cisse - und die Partie war kaltgestellt.

Milan machte vor, wie es gehen könnte

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Das Duell der Trainer-Talente ging klar an Ruben Amorim
Foto: ©GEPA

"Wenn Milan den Ball gewonnen hat, waren sie innerhalb von fünf, sechs Sekunden in der gegnerischen Box. Jeder Pass war sauber, sie waren in der Lage, das Tempo nochmal zu erhöhen und trotzdem fehlerfrei zu spielen. Das war schon hervorragend zu sehen", zieht Röhl den Hut.

Gleichzeitig hätte es in der angesprochenen Situation auch die Möglichkeit gegeben, den Konter frühzeitig zu "unterbrechen", so der Deutsche. Lindström bringt es auf den Punkt: "Wir müssen die Fouls machen, bevor sie zum Umschalten kommen."

Dass der Treffer zum 0:4-Endstand aus einem schweren Fehler des sonst so konstanten Bartosz Mazurek entstand, passte schlussendlich ins Bild.

Vor vier Jahren konnte man Milan noch fordern

Wir müssen als Red Bull Salzburg dorthin kommen, solche Mannschaften in Zukunft vor mehr Probleme stellen zu können.

Danny Röhl

So blieb am Ende ein Spiel übrig, in welchem die Salzburger so chancenlos wie selten zuvor in einem Europacup-Duell waren.

Noch vor rund vier Jahren, als die "Bullen" in der Champion-League-Gruppenphase zwei Mal auf Milan trafen, sah das Kräfteverhältnis deutlich anders aus.

Damals holte das Team von Matthias Jaissle zuhause ein verdientes 1:1 und kassierte auswärts in einer Partie, in der die "Bullen" einen Sieg zum Aufstieg gebraucht hätten, eine schlussendlich zu hoch ausgefallene 0:4-Pleite.

"Dort wollen wir wieder hin. Wir müssen als Red Bull Salzburg dorthin kommen, solche Mannschaften in Zukunft vor mehr Probleme stellen zu können. Heute hatten wir dazu wenige Möglichkeiten", weiß Röhl.

Röhl: "Die Niederlage wird uns nicht umwerfen"

Der 37-Jährige ist mit der Mission in der Mozartstadt angetreten, die Salzburger national wieder zu Titeln zu führen, sie gleichzeitig aber auch international wieder deutlich konkurrenzfähiger zu machen.

Bis zur Mega-Länderspielpause lief dieses Unterfangen fast gänzlich nach Plan, nun setzte es mit einem glücklichen 0:0 beim GAK und der Klatsche gegen Milan zwei Dämpfer.

"Wir haben einen ganz guten Start gehabt, deswegen wird uns so eine Niederlage nicht umwerfen. Sie wird uns helfen, uns noch mehr weiterzuentwickeln", verspricht Röhl.

Richtungsweisende Wochen voraus

Seiner Mannschaft stehen nun durchaus richtungsweisende Wochen bevor.

Am Sonntag in der Bundesliga gegen Altach und kommende Woche auswärts in der Europa League bei NK Celje warten - angesichts der hohen Salzburger Saisonziele - zwei Pflichtaufgaben, ehe am Sonntag darauf das Top-Spiel beim LASK ansteht.

Röhl befürchtet nach den zurückliegenden Rückschlägen keinen Leistungseinbruch: "Ich freue mich schon auf Sonntag, weil ich weiß, dass meine Mannschaft hervorragend reagieren wird."

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