"Wenn Milan den Ball gewonnen hat, waren sie innerhalb von fünf, sechs Sekunden in der gegnerischen Box. Jeder Pass war sauber, sie waren in der Lage, das Tempo nochmal zu erhöhen und trotzdem fehlerfrei zu spielen. Das war schon hervorragend zu sehen", zieht Röhl den Hut.
Gleichzeitig hätte es in der angesprochenen Situation auch die Möglichkeit gegeben, den Konter frühzeitig zu "unterbrechen", so der Deutsche. Lindström bringt es auf den Punkt: "Wir müssen die Fouls machen, bevor sie zum Umschalten kommen."
Dass der Treffer zum 0:4-Endstand aus einem schweren Fehler des sonst so konstanten Bartosz Mazurek entstand, passte schlussendlich ins Bild.
Vor vier Jahren konnte man Milan noch fordern
Wir müssen als Red Bull Salzburg dorthin kommen, solche Mannschaften in Zukunft vor mehr Probleme stellen zu können.
So blieb am Ende ein Spiel übrig, in welchem die Salzburger so chancenlos wie selten zuvor in einem Europacup-Duell waren.
Noch vor rund vier Jahren, als die "Bullen" in der Champion-League-Gruppenphase zwei Mal auf Milan trafen, sah das Kräfteverhältnis deutlich anders aus.
Damals holte das Team von Matthias Jaissle zuhause ein verdientes 1:1 und kassierte auswärts in einer Partie, in der die "Bullen" einen Sieg zum Aufstieg gebraucht hätten, eine schlussendlich zu hoch ausgefallene 0:4-Pleite.
"Dort wollen wir wieder hin. Wir müssen als Red Bull Salzburg dorthin kommen, solche Mannschaften in Zukunft vor mehr Probleme stellen zu können. Heute hatten wir dazu wenige Möglichkeiten", weiß Röhl.
Röhl: "Die Niederlage wird uns nicht umwerfen"
Der 37-Jährige ist mit der Mission in der Mozartstadt angetreten, die Salzburger national wieder zu Titeln zu führen, sie gleichzeitig aber auch international wieder deutlich konkurrenzfähiger zu machen.
Bis zur Mega-Länderspielpause lief dieses Unterfangen fast gänzlich nach Plan, nun setzte es mit einem glücklichen 0:0 beim GAK und der Klatsche gegen Milan zwei Dämpfer.
"Wir haben einen ganz guten Start gehabt, deswegen wird uns so eine Niederlage nicht umwerfen. Sie wird uns helfen, uns noch mehr weiterzuentwickeln", verspricht Röhl.
Richtungsweisende Wochen voraus
Seiner Mannschaft stehen nun durchaus richtungsweisende Wochen bevor.
Am Sonntag in der Bundesliga gegen Altach und kommende Woche auswärts in der Europa League bei NK Celje warten - angesichts der hohen Salzburger Saisonziele - zwei Pflichtaufgaben, ehe am Sonntag darauf das Top-Spiel beim LASK ansteht.
Röhl befürchtet nach den zurückliegenden Rückschlägen keinen Leistungseinbruch: "Ich freue mich schon auf Sonntag, weil ich weiß, dass meine Mannschaft hervorragend reagieren wird."